Samstag, 28. April 2018

Tag 16, liebenswert sein - 31 Days of Self Love Challenge

Hallo ihr Lieben :)

Die heutige Frage lautet:
"Was ist die liebevollste Sache, die du für dich selbst mal getan hast?" ~ What's the most loving thing you've ever done for yourself?"

Ich musste doch schon ein wenig überlegen bei dieser Frage, aber mir ist doch recht schnell klar geworden was es ist: Therapie

Die liebevollste Sache, die ich für mich selbst getan habe ist, in die Klinik zu gehen und mir damit zu erlauben, Hilfe zu bekommen. Auch wenn es sich komisch anhört ;). 
Ich wollte niemals in eine Klinik gehen und habe mich sehr lange Zeit geweigert bis meine damalige Therapeutin M. meinte, dass es nicht mehr anders geht. Ich wurde nicht zwangseingewiesen, aber sollte mir wirklich mal überlegen, ob ein stationärer Aufenthalt in einer Spezialklinik mir nicht doch helfen könnte. Ich hatte mich dann entschieden, es zu veruschen und es war die beste Entscheidung meines Lebens. 
Seit dem Klinikaufenthalt 2016/2017 geht es mir um einiges besser als zu vor. Ich habe so vieles dort gelernt, was ihr hier nochmal lesen könnt, und was mich einfach so viel weiter gebracht hat. Auch bin ich freiwillig wieder in die Klinik gegangen (2017/2018), weil es mir damals so viel gebracht hat und es war wieder so toll und gut für mich! 
Bei beiden Aufenhalten konnte ich sehr viel mitnehmen und wurde auch immer offener, gerade im Bereich Trauma. 
Mit Selbstfürsorge tue ich mir immer sehr schwer, wie wisst ;). Gerade deswegen ist für mich in die Klinik gegangen zu sein und Therapie generell, das Liebevollste, was ich für mich getan habe. Nicht mehr alleine zu bleiben mit meinen Problemen, mir helfen lassen und Stück für Stück immer weiter heilen, ist für mich reine Selbstfürsorge und das zählt zu einem liebevollem Umgang mit sich selbst :)

Liebe Grüße,
Karo :)

Freitag, 27. April 2018

Tag 15, Fragen und Ansprechen - 31 Days of Self Love Challenge

Hallo ihr Lieben :)

Heute ist schon der 15. Tag der "31 Days of Self Love Challenge" , also schon fast Halbzeit ;)

Heute gibt es sogar zwei Fragen und die lauten:
"What are you afraid to ask for and what do you need to speak up about?" ~ Was traust du dich nicht zu fragen und was müsstest du ansprechen?"

Ich traue mich einfach nicht, um Hilfe zu fragen, wenn es mir zum Beispiel schlecht geht. Auch wenn ich oft von Freunden und Familie das Angebot bekomme, dass ich mich immer melden kann, wenn es mir nicht gut geht und ich Hilfe brauche, mache ich es ganz oft einfach nicht. Ich weiß theoretisch, dass ich es darf und sich viele auch freuen würden, aber irgendwie legt sich in solchen Momenten ein Schalter in meinem Kopf um und ich mache es einfach nicht. Zu oft bleibe ich lieber alleine mit meinen Gedanken und Gefühlen und das bestärkt natürlich nur noch viel mehr den Gedanken und das Gefühl, dass ich alleine bin. Nicht nur bei Freunden und Familie fällt mir das schwer, sondern auch bei meiner Therapeutin. Zum Beispiel könnte ich mich bei ihr melden, wenn es mir schlecht geht und nach einer zusätzlichen Stunde fragen und so um Hilfe bitten. Mir fällt es einfach so schwer um Hilfe zu bitten, weil ich die Menschen nicht nerven möchte und auch weil, sie bestimmt was besseres zu tun haben, als sich gerade mit mir zu beschäftigen. Auch habe ich ganz oft Angst, dass ich den Leuten zu viel werde, wenn ich mich melde, wenn ich Hilfe brauche oder auch das meine Problem zu unwichtig sind. Manchmal gibt es aber auch den Gedanken "Warum sollte es sie interessieren?", was es auch wieder schwierig macht. 
Was definitiv auch ein Hindernis ist um um Hilfe zu bitten ist, dass ich ganz oft nie meine Gefühle benennen kann und auch oft nicht genau weiß, was das Problem ist. Mir fällt es einfach sehr schwer wahrzunehmen, ob ich jetzt zum Beispiel traurig , wütend, enttäuscht oder sonst was bin. Ganz oft übergehe ich auch einfach meine Gefühle durch den Distanzierten Beschützer   und merke oft erst später, fast schon wie ein dumpfes Gefühl, dass es mir irgendwie schlecht geht. Aber ich bin da auch schon durch die Klinik viel besser geworden. 

Ich mache einfach viel zu viel mit mir alleine aus, was mir definitiv nicht gut tut. Ich war jahrelang mit meinen Probleme alleine, weil es nie jemanden gekümmert und ich auch einfach keine Hilfe hatte und einfach hilfslos und ohnmächtig war, was kein schönes Gefühl ist. Heute hätte ich aber definitv Menschen, die mir helfen und mich unterstützen und um nicht wieder in diesen Zustand der Hilflosigkeit zu geraten, sollte ich mehr um Hilfe fragen. Ich übe das im Moment auch und zum Beispiel bei meiner Partnerin klappt das echt schon ziemlich gut! :)


Ich müsste einfach viel, viel mehr meine Probleme ansprechen und es mich auch trauen. Sei es bei Freunden oder auch vorallem in der Therapie. Ganz oft sitze ich in Therapiestunden und möchte unbedingt ein Thema ansprechen, was mich gerade sehr belastet, aber ich traue mich einfach nicht und dann werde ich wütend auf mich selbst. Manchmal sind es wirklich dringende Themen, die mich stark belasten und es könnte mir so viel besser gehen, wenn ich es ansprechen würde, aber es geht einfach nicht. Gerade wenn es Traumathemen sind ( was im Moment häufig der Fall ist), fällt es mir unheimlich schwer sie anzusprechen, weil da auch natürlich noch andere Faktoren eine Rolle spielen. Ein Gedanke dabei ist zusätzlich auch noch " Wird es mir geglaubt?". Traumathemen ansprechen und darüber reden hat bei mir auch ganz viel mit Scham zu tun, die mich dann zurück hält. Vieles was mir passiert ist, ist mir einfach unheimlich peinlich, obwohl es dafür keinen Grund gibt. Diese Dinge halten mich dann oftmals zurück und ich sollte einfach mal mehr üben, sie trotzdem anzusprechen, denn darüber reden könnte es besser machen und somit mir helfen! :)

Liebe Grüße,
Karo :)

Donnerstag, 26. April 2018

Tag 14, stolz sein - 31 Days of Self Love Challenge


Hallo ihr Lieben :)

Auf die heutige Frage freue ich mich schon sehr irgendwie, obwohl ich jetzt beim Anfangen noch keinen konkreten Plan habe :D.

Es ist der 14. Tag der „31 Days of Self Love Challenge“ und die Frage lautet:
„What would your younger self be proud of you for today? ~ Auf was wäre dein jüngeres Ich heute auf dich stolz?“

Bei der Frage stelle ich mich so circa mit 14/15 Jahren vor und ich nenne sie einfach mal die „kleine Karo“ (wie in der Schematherapie :D).

Die kleine Karo wäre auf so vieles stolz, denn ich hätte mir in diesem Alter niemals vorstellen können, dass ich so viel erreichen werde und vorallem auch, doch so glücklich werden würde.
Mit 14/15 Jahren war es ziemlich heftig bei mir: Ich hatte Depressionen, eine Angststörung und entwickelte die ersten Anzeichen einer Posttraumatischen Belastungsstörung. Gerade mit 15 wurde ich ja auch noch vergewaltigt und in der Zeit danach ging es mir richtig schlecht. Ich hatte das Gefühl, dass ich alles nicht mehr aushalten könnte, wollte einfach nicht mehr leben und hatte ja dann auch einen Suizidversuch. Diese Karo hätte sich niemals auch nur ansatzweise vorstellen können, was heute aus mir geworden ist :)
Jetzt aber mal genauer ;)

Sie wäre sicherlich stolz darauf, wie viel ich gegen meine Ängste getan habe und wie hart ich dafür gearbeitet habe. Ich habe mir in den letzten 3 Jahren Stück für Stück wieder mein Leben erobert und lasse mich nicht mehr oder kaum von meinen Ängsten einengen und steuern. Sie wäre stolz darauf, dass ich wieder alleine raus gehen kann, ein bisschen telefonieren kann und sogar beim Bäcker was bestellen kann, weil das konnte sie leider nicht.

Sie wäre auch stolz auf mich, dass ich nie aufgegeben habe und immer weiter gekämpft habe, egal was kam und wie es lief. Sie wäre stolz auf meinen Kampfgeist und meine Beharrlichkeit, mich immer daran fest zu klammern, dass mein Leben irgendwann richtig toll wird und ich glücklich werde.

Die kleine Karo wäre auch stolz darauf, dass ich mir Hilfe gesucht habe und nicht mehr alles für mich behalten habe. Sie würde sich freuen, dass ich in der Klinik war und auch so gute ambulante Therapeutinnen gefunden habe. Sie hätte sich niemals vorstellen können, dass sie jemandem so vertrauen kann, sodass sie über ihre Traumata spricht.
Wenn wir schon bei Vertrauen sind…

Sie wäre auch stolz darauf, dass ich wieder gelernt habe anderen Menschen zu vetrauen und mehr Ich selbst zu sein. Die kleine Karo war eigentlich nie Sie selbst, wenn sie unter Menschen war, weil sie sich immer nur verstellen musste. Sie würde sich freuen, dass es jetzt nicht mehr so ist. Sie wüsste auch, welch großer Weg es war wieder vertrauen zu erlernen und darauf wäre sie sehr stolz.

Sie wäre auch stolz, dass ich wieder meine Zuversicht gefunden habe und ganz klar sagen kann, dass mein Leben lebenswert ist und ich sogar manchmal sehr glücklich damit bin. Eigentlich unvorstellbar für sie ;).

Die kleine Karo wäre auch stolz darauf, dass ich mein Leben so gut im Griff habe. Ich habe eine eigene Wohnung, habe den Führerschein gemacht und arbeite ehrenamtlich.
Auch wäre sie bestimmt stolz, dass ich mehr gelernt habe auf mich zu achten und nur noch Sachen zu machen, die mir gut tun. Sie hat nie auf sich geachtet und wollte es immer nur allen anderen recht machen. Doch in meinem jetzigen Alter weiß ich einfach, wie wichtig es ist, auf sich zu achten, sich nicht zu überfordern und auch freundlich mit sich selbst zu sein. Ihr primäres Gefühl zu sich selbst war starker Selbsthass und sie wollte sich fast immer nur selbst schaden, weil sie nichts besseres verdient hatte ( auch wenn sie sich tief in ihrem Inneren das komplette Gegenteil gewünscht hat). Sie würde es so toll finden, dass ich jeden Tag mir vornehme mir etwas Gutes zu tun und wäre bestimmt sehr stolz.

Ich habe mich so sehr verändert zum Positiven in den letzte Jahren, habe hart gearbeitet an mir und mich weiter entwickelt. Klein Karo wäre defintiv stolz! :)

Liebe Grüße,
Karo :)


Mittwoch, 25. April 2018

Tag 13, Selfie-Liebe - 31 Days of Self Love Challenge

Hallo ihr Lieben :)

Es ist Tag 13 der "31 Days of Self Love Challenge", mit dem Thema:

"Take a selfie. Just as you are. Find one thing to love about it. ~ Mache ein Selfie. Genau so wie du bist. Finde eine Sache, die du daran liebst."

Mir fällt absolut nichts ein, was ich auf anhieb auf meinem Selfie liebe...
Ich hasse solche Fragen wirklich sehr, weil sie mir einfach unheimlich schwer fallen und ich direkt zehntausend Dinge finde, die ich nicht mag. Normalerweise schaue ich mir Bilder von mir auch nie solange an und irgendwie fällt es mir auch schwer, das Foto solange zu betrachten um etwas zu finden.

So! Lange genug das Bild angestarrt... 
Ich habe vielleicht doch eine Idee ;).

Ich liebe meine Augen auf dem Bild wirklich sehr. Meine Augen sind braun und auf dem Selfie strahlen sie richtig und leuchten schön braun. 
Meine Augen sind wirklich aber auch das Einzige, was ich meistens immer an mir mag, wie ich auch in der Challenge schon öfter mal erwähnt habe. 
Aber hey, immerhin habe ich doch noch eine Sache gefunden! ;)

Liebe Grüße,
Karo :) 

Dienstag, 24. April 2018

Tag 12, Glück des Leben - 31 Days of Self Love Challenge

Hallo ihr Lieben :)

Heute geht's weiter mit dem 12. Tag der "31 Days of Self Love Challenge" mit der Frage:
"What things make you feel happy to be alive? ~  Welche Sachen machen dich glücklich, am Leben zu sein? "


  • die Sonne im Gesicht spüren
  • mit meiner Katze kuscheln und spielen
  • Freunde und Familie treffen und einfach eine schöne Zeit haben
  • Zeit mit meiner Partnerin verbringen
  • tolle Bücher lesen
  • Schwimmen gehen
  • die Gewissheit, dass ich geliebt werde
  • Tiere streicheln
  • An einem See oder am Meer sitzen und am besten noch ins Wasser rein gehen
  • gute Musik, bei der man richtig mit fühlen kann und die einen glücklich macht
  • tolle Gespräche
  • Umarmungen
  • Durch die Wohnung tanzen zu lauter Musik
  • Singen
  • Meine Lieblingsbasketballmanschaft anfeuern und schauen
  • Urlaub - neue Städte entdecken, ans Meer fahren oder einfach kleine Kurztrips
  • durch Wasserpfützen springen
  • Lagerfeuer
  • angelächelt werden
  • kleinen Kindern zu sehen
  • gebraucht werden


Liebe Grüße,
Karo :)


Montag, 23. April 2018

Tag 11, liebevoll beschreiben - 31 Days of Self Love Challenge

Hallo ihr Lieben :)

Da es mir gestern schlecht ging, habe ich den Post gestern ausgesetzt. Laura war so lieb und hat mit mir ausgesetzt, damit ich mich nicht so schlecht fühle, weil ich keinen Post hinbekommen habe. Nochmals danke dafür! :)

Bevor es weiter geht mit dem 11. Tag, habe ich noch einen kleinen Nachtrag zu meinem letzten Post "Tag10 - Grenzen". Ich habe heute morgen einen sehr lieben Kommentar dazu bekommen mit einer Frage, die ich noch sehr gerne beantworten möchte in einem Post, da mir selbst auch aufgefallen ist, dass ich das vergessen habe zu schreiben.

Die Frage lautete, ob ich denn auch keine Umarmungen mag und zulassen kann. 
Doch kann ich. Ich mag sogar Umarmungen sehr! :) Eine Umarmung ist für mich nichts bedrohliches in dem Sinne, weil sie ja auch nicht ewig dauert und ich auch irgendwann zurück kann. Sowieso habe ich ja jederzeit die Chance während einer Umarmung mich zurück zu ziehen, was es für mich angenehm macht. Bei Menschen, die ich kenne und mag, ist eine Umarmung absolut kein Problem! :) Egal, ob es eine Frau oder ein Mann ist. Vor meinem letzten Klinikaufenhalt mochte ich es nicht so gerne durch die Vergewaltigung von Männern umarmt zu werden, was sich aber auch geändert hat. Im Prinzip kann man sagen, dass ich Umarmungen mag, solange es keine fremde Person ist ;). Wobei ich denke, dass viele Menschen nicht unbedingt von einem Fremden umarmt werden wollen ;).
So, dass wollte ich einfach noch als Nachtrag schreiben :).

Doch heute geht es weiter mit dem 11. Tag der "31 Days of Self Love Challenge".
Das Thema heute lautet: 
"How would you describe yourself, in a loving way, to a stranger?" ~ Wie würdest du dich selbst liebevoll für eine fremde Person beschreiben?

Solche Aufgaben "liebe" ich ja, da ich ja meine Probleme mit "liebevoll" und "mir selbst" habe :D. 
Aber trotzdem habe ich doch nach langem Überlegen viele Dinge gefunden, wie ich mich liebevoll beschreiben würde :). 

Mein Strafender Modus schreit zwar die ganze Zeit "STOP! So darfst du nicht über dich denken und du bist nicht so!", aber ich versuche es jetzt trotzdem ;).
Man könnte zu einer Beschreibung auch das Äußere zählen, aber da ich da absolut nichts positives finden kann, lasse ich es lieber weg und konzentriere mich nur auf meine Persönlichkeit ( was mir schon schwer genug fällt ;) ).

Ich bin ein sehr offener und toleranter Mensch. Mir ist es sehr wichtig, jedem Menschen mit Toleranz und vorallem auch, mit viel Respekt zu begegnen. Ein respektvoller Umgang ist mir sehr wichtig. Ganz nach dem Motto, so möchte ich auch behandelt werden. :)

Ich habe einen ausgeprägten Hang zu Gerechtigkeit und Fairness, was ich sehr an mir schätze. Ich mag es überhaupt nicht, wenn jemand unfair behandelt wird oder etwas nicht gerecht zu geht. Deswegen setze ich mich auch dafür ein :).

Ich bin sehr ehrlich und auch authentisch. Mir ist es sehr wichtig, immer "Ich" selbst zu sein und mich nicht verstellen zu müssen. 

Ich bin sehr humorvoll und lache viel und gerne :D. Besonders schwarzer Humor hat es mir angetan und ich habe auch absolut kein Problem damit, mich mal selbst auf die Schippe zu nehmen ;). Außerdem bin ich für fast jeden Spaß zu haben.

Mit mir kann man definitiv viel Spaß haben, aber ich kann auch sehr ernst sein. Diese Mischung aus teilweise wirklich schon kindisch und ernst, mag ich sehr an mir. 

Ich bin sehr ordentlich und sorgfältig. Wenn ich etwas mache, muss das zu hundert Prozent in Ordnung sein. Ich mag es nicht, etwas an zu fangen und dann auf zu hören. Außerdem brauche ich auch eine bestimmte Ordnung in meiner Wohnung, sonst fühle ich mich nicht wohl. Da könnt ihr mal Laura fragen :D.

Ich bin sehr mutig. Ich habe in meinem Leben schon so viel mitgemacht und nie aufgegeben. Ich stelle mich seit Jahren täglich meinen Ängsten und Traumata und das erfordert eine große Portion Mut. 

Ich bin sehr ehrgeizig und verfolge meine Ziele, wenn ich mir welche gesetzt habe bis zum Schluss. Für mich gibt es kein Aufhören dazwischen.

Ich bin sehr hilfsbereit und zuverlässig. Meine Freunde und Familie können mich jederzeit auch gerne Nachts um 3 Uhr anrufen und ich wäre für sie da und würde alles machen. Wenn ich jemandem etwas versprochen habe, halte ich auch meine Versprechen. Auf mich kann man sich jederzeit verlassen :).

Zu meiner Hilfsbereitschaft kommt auch noch, dass ich sehr fürsorglich bin. Ich kümmere mich sehr gerne um Andere und mache alles, damit es dem Anderen besser geht.

Ich bin ein sehr vertrauensvoller Mensch. Geheimnisse sind absolut bei mir sicher :).

Ich bin sehr sympathisch :). Oder aufjedenfall wurde mir das sehr oft zurück gemeldet. ;)

So ich hoffe dieser Post hat euch gefallen :)

Liebe Grüße,
Karo :)







Freitag, 20. April 2018

Tag 9, Loswerden - 31 Days of Self Love Challenge

Hallo ihr Lieben :)

Heute ist absolut nicht mein Tag, denn meine Motivation zum Schreiben ist gerade Eis essen :D. Aber ich versuche es trotzdem.... ;)

Das heutige Thema ist:
"What's something in your life you need to get rid of?" ~ "Bist du ein kleiner Scheißer?" = sagte Laura mir als Übersetzung für die Frage :D.
Jetzt aber mal ehrlich, die richtige Übersetzung ist: 
"Was ist etwas in deinem Leben, dass du loswerden solltest?"

So jetzt aber...

... Ich sollte vielleicht mal das Rauchen loswerden, beziehungsweise sein lassen. Ich rauche schon seit mehreren Jahren und habe das Ganze angefangen zur Beruhigung. 
Egal was manche Nichtraucher behaupten: Ja es hilft mir wirklich zur Beruhigung! ;)

Natürlich weiß ich genau, dass es schädlich ist und vorallem für mich als Asthamatiker richtig unnötig und gefährlich. Doch ganz so einfach ist es nicht. Natürlich ist Rauchen ja auch eine Sucht und ich kann nicht wirklich mehr sagen, dass ich nicht abhängig bin. Das macht das Ganze um einiges schwieriger wieder damit aufzuhören. Zusätzlich aber ist das Rauchen auch zu einer richtigen Gewohnheit geworden, wie zum Beispiel die Zigarette nach dem Essen. Auch brauche ich im Moment definitiv noch meine Zigaretten um mich zu beruhigen, besonders nach Therapiestunden und sonstigen aufwühlenden Ereignissen.
Doch ich möchte nicht mein ganzes Leben lang rauchen, sondern wirklich irgendwann mal aufhören. 

Deswegen und auch für meine Gesundheit sollte ich das Rauchen loswerden::)

Sorry für den sehr kurzen und komischen Post, wie gesagt heute ist nicht mein Tag ( und mein Thema auch nicht :D).

Liebe Grüße,
Karo :)

Tag 10, Grenzen - 31 Days of Self Love Challenge

Hallo ihr Lieben :)

Heute ist der 10. Tag der"31 Days of Self Love Challenge" und mir kommt es so vor als würden die Fragen und Themen immer schwieriger werden :D.

Die heutige Frage lautet:
"How can you set better boundaries in your life?" ~ "Wie kannst du bessere Grenzen in deinem Leben ziehen?"



Im Prinzip habe ich keine Ahnung, wie ich bessere Grenzen in meinem Leben ziehen kann, aber ich arbeite daran. 
Das erste was mir dazu eingefallen ist, dass ich zu oft immer "Ja" sage, obwohl ich etwas nicht machen möchte oder auch nicht kann. Mir fällt es unheimlich schwer "Nein" zu sagen, wenn  mich jemand um etwas bittet, egal wie groß diese Bitte ist. Ich möchte immer, dass mich die Menschen mögen und in meinem Kopf mögen mich die Menschen mehr, wenn ich alles für sie mache. Das das Verhalten nicht sehr gesund ist und mir auch schadet, habe ich schon oft festgestellt. Ich gehe so oft über meine Grenzen dabei ... Aber ich werde auch ganz oft deswegen ausgenutzt. 

Mal ehrlich, ist doch "toll" für andere, wenn ich immer "Ja" sage, egal was man fragt. "Karo, hast du ein paar Zigaretten für mich? ~ JA!". "Karo, kannst du mir Geld leihen? ~ Ja klar!". "Karo, kannst du dies und jenes für mich machen? ~ Natürlich!"...

Es fällt mir einfach so schwer "Nein" zu sagen, weil ich sofort immer Angst habe, dass der jenige mich nicht mehr mag dann.
In der Klinik in der ich vor kurzem war, war das auch ein wenig Thema. Ich kann mich noch gut an eine Therapiegruppe ( Ich glaube, es war die Skillsgruppe ;D) erinnern, von der ich euch heute mal als Beispiel erzählen möchte, damit ihr seht, wie einfach das wirklich ist, dass ich etwas für jemanden mache... 
Also genau, Skillsgruppe. Ich weiß nicht mehr, wie wir auf das Thema kamen, aber ich habe dann von mir erzählt, dass man mich so leicht ausnutzen kann und ich alles machen würde, um was man mich bittet. Wir waren im Kellergeschoss und unsere Station ist im 2. Obergeschoss gewesen. Ich habe dann halt ein wenig davon erzählt und habe ein paar Tipps bekommen von den Mitpatienten und den Therapeutinnen. Eine Viertelstunde später völlig aus dem Kontext gerissen fragte mich Frau W. :" Frau Karo, können Sie mir bitte ein Glas Wasser auf Station holen gehen?" Ich bin aufgesprungen und rief sofort:" Ja natürlich!". Sie stoppte mich natürlich direkt und wir sprachen noch etwas darüber. Aber ihr seht, was ich meine. Die Frage von ihr war so unsinnig und auch übertrieben, da ich erstens 3 Stockwerke hoch müsste und vor allem auch Wasser auf dem Tisch stand vor mir. Ich hätte es trotzdem gemacht. Ganz nach dem Motto: Hauptsache mag sie mich! Und das ist so falsch, aber ich habe wirklich kaum eine Idee, wie ich da besser Grenzen ziehen kann. Im Prinzip ist es mir ja klar, dass Menschen mich auch so mögen, ohne das ich alles mache für sie ( oder sie sollten es besser, wenn nicht, sind es sowieso die falschen Menschen", aber sobald solche Situationen auftreten, setzt mein Hirn irgendwie aus und ich mache alles. Daran muss ich wohl noch arbeiten :)

Eine andere Grenze in meinem Leben, habe ich durch den letzten Klinikaufenthalt eigentlich gut im Griff und zwar die Nähe zu anderen Menschen. Ich meine damit nicht die psychische Nähe, sondern die physische. Ich habe, wie jeder Mensch auch, eine bestimmten Radius Abstand um mich, den niemand übertreten sollte. Dieser ist bei mir immer unterschiedlich, also von Person zu Person abhängig, aber auch von meiner Tagesform. Durch die Vergewaltigung ist mein Radius bei Männern auch etwas größer, als bei Frauen. Ich mag es einfach nicht, wenn Menschen mir körperlich zu nahe kommen, weil ich mich dann unwohl fühle und auch manchmal Angst bekomme. Früher dachte ich immer, ich muss das aushalten. Das stimmt absolut nicht. In solchen Situationen, wenn mir jemand zu Nahe kommt und über meine Grenze geht, gehe ich heute einfach ein Stück zurück oder zur Seite. Doch manchmal geht das aber auch nicht. Gerade in Menschenmengen oder wenn zum Beispiel eine Wand oder ähnliches hinter mir ist. Deshalb habe ich in der Klinik zusammen mit meinem Therapeuten auch geübt "Stop" zu sagen und meine Grenzen zu verteidigen. Diese Übungen haben mich immer total gestresst, weil ich wirklich einfach nicht "Stop" oder "Nein sagen konnte". 
Die Übung war relativ simpel: Ich stehe in einer Ecke des Therapiezimmers mit der Wand im Rücken und er in der Anderen und er geht auf mich zu, bis ich "Stop" oder was Ähnliches sage. Er blieb dann auch sofort stehen, beziehungsweise ging er dann auch immer noch ein Stück zurück. Tja das Problem war, dass ich am Anfang ihn einfach nicht stoppen konnte. Die ersten zwei Male bin ich panisch zur Seite gesprungen, als er meine Grenze überschritten hatte, und weit weg gegangen. Für mich war es einfach so schwierig meine Grenzen zu verteidigen, aber nach ein paar Mal ging die Übung ganz gut. 
Ich dachte wirklich immer, ich müsste das aushalten, wenn mir jemand zu Nahe kommt, aber mein Therapeut in der Klinik hat mir klar gemacht, dass so oft in meiner Vergangenheit massiv meine Grenzen verletzt wurden und jetzt damit Schluss sein sollte. 
Aber durch den Aufenhalt ist das wirklich viel besser geworden :).

Liebe Grüße,
Karo :)

Donnerstag, 19. April 2018

Tag 8, Im Leben langsamer machen - 31 Days of Self Love Challenge

Hallo ihr Lieben :)

Die heutige Frage ist :
"Where in your life do you need to slow down and take your time?" ~ Wo in meinem Leben sollte ich langsamer machen und mir die Zeit nehmen, die ich brauche?"

Meine Erwartungen an mich selbst sind immer richtig hoch, viel viel höher als alles was ich von anderen Menschen erwarte. Zum Beispiel mache ich mir unheimlich Stress immer in der Therapie, dass alles sofort und schnell funktionieren muss. Ich setze mich dann immer selbst so sehr unter Druck, dass im Endeffekt gar nichts mehr klappt und dann bin ich wütend auf mich selbst. Sowas passiert mir aber in verschiedenen Varianten ganz oft in meinem Leben. Ich erwarte zu viel von mir, setze mich unter Druck und Stress und versage dann in meinen Augen natürlich.

Deswegen sollte ich langsamer machen, meine Erwartungen zurück schrauben und mir selbst die Zeit geben, die ich brauche.

Liebe Grüße,
Karo :)

Mittwoch, 18. April 2018

Tag 7, Selbstliebe - 31 Days of Self Love Challenge

Hallo ihr Lieben :)

Krankheitsbedingt kam gestern kein Post online, aber heute geht es dann weiter mit dem 7. Tag und dem Thema:
"Name a thing you love about your body and your personality." ~ Benenne eine Sache, die du an deinem Körper und deiner Persönlichkeit liebst."

Solche Themen hasse ich, denn ich brauche ewig um etwas dazu zu finden. Mein erster Gedanke ist immer, dass alles schlecht an mir ist. Das macht es "etwas" kompliziert was zu finden ;).

Doch nach langem Überlegen ist mir doch jeweils eine Sache eingefallen, die ich auch wirklich an mir liebe.
Also nun viel Spaß! :)

Ich liebe an mir, dass ich niemals aufgebe, ganz egal wie schwer es ist. Es gab viele Momente in meinem Leben, in denen ich aufgeben wollte, doch ich habe immer weiter gekämpft und weiter gemacht. Ich kämpfe für mich und es ist egal. wie viele Steine mir noch in den Weg gelegt werden, denn ich werde immer weiter machen und darauf bin ich stolz :). 

Ich hasse meinen Körper, doch es gibt eine Sache, die ich wirklich mag und das sind meine Augen. Ich kann noch nicht mal wirklich sagen warum, aber ich finde sie hübsch :).

Liebe Grüße,
Karo :)

Montag, 16. April 2018

Tag 6, Vergebung für sich selbst ~ 31 Days of Self Love Challenge

Hallo ihr Lieben :)

Heute ist der 6. Tag der "31 Days of Self Love Challenge" und es wird sehr persönlich...
Die heutige Frage ist:
"What do you need to forgive yourself for?" ~ "Wofür solltest/musst du dir vergeben?"

Beim Lesen dieser Frage wusste ich sofort, worüber ich schreiben möchte. Doch ich bin mir immer noch sehr unsicher, ob ich wirklich meine Gedanken dazu aufschreiben möchte, weil es sehr persönlich ist und mir auch schwer fällt. 
Doch ich mache es jetzt einfach, wobei ich das gar nicht sagen brauche, denn ihr lest es ja gerade hier ;). 

Wer mich regelmäßig liest weiß, dass ich eine komplexe Traumatisierung habe, die sich aus mehreren Traumata zusammen setzt. Doch ich habe nie hier auf dem Blog wirklich irgendetwas von den Traumata erwähnt, weil ich nie den Mut dazu hatte, doch das möchte ich heute ändern. 

Triggerwarnung!   In diesem Post geht es um Vergewaltigung. Es wird nicht wirklich ausführlich werden, dass möchte ich auch garnicht. Trotzdem, wenn du ein Problem damit hast oder es dich triggern könnte, lies bitte nicht weiter!

Ich wurde mit 15 Jahren von 5 Männern vergewaltigt und leide heute noch sehr darunter. Jetzt das so hier geschrieben zu haben, löst schon Panik in mir aus. Ich habe bis vor kurzem in der Klinik noch nie darüber gesprochen, weil es mir einfach zu schwer fällt. Es hängt einfach auch so viel Scham daran ( was es auch so schwierig macht es hier zu erzählen, denn es ist mir peinlich...), aber auch viel Schuld, die ich mir selbst gebe.  
Und genau das ist das Thema heute...

Ich gebe mir die Schuld daran, dass das mir passiert ist, weil ich dumm war. Ich bin nachts über einen Feldweg durch den Wald alleine gehangen und wurde dort von den Männern angegriffen. Weil ich so dumm war nachts über einen Feldweg durch den Wald zu gehen, gebe ich mir selbst die Schuld dafür. 
Jetzt kommt das verdrehte an der Situation: Ich würde niemals, niemals einer Frau, Jugendlichen oder Kind die Schuld an einer Vergewaltigung geben! 
Wirklich niemals, doch ich mache es bei mir selbst...
Ich habe auch Angst, dass ich von anderen Menschen dafür verurteilt werde. 

Mein Verstand weiß, dass es nicht meine Schuld war und ich rein gar nichts dafür kann. Die Schuld liegt ganz klar bei den Männern.
Doch mein Gefühl sagt mir, dass ich Schuld habe und es zerstört mich ... und das Gefühl gewinnt bei dem Kampf. 

Doch ich möchte mir vergeben können und ich muss mir auch vergeben können. 
Genau dafür werde ich in den nächsten Monaten, vielleicht auch Jahren kämpfen. 

Liebe Grüße,
Karo :)

Sonntag, 15. April 2018

Tag 5, mehr "Ja" sagen ~ 31 Days of Self Love Challenge

Hallo ihr Lieben :)

Heute ist der 5. Tag der "31 Days of Self Love Challenge" und das Thema ist:
"What is something you need to start saying "yes" to?" ~ "Zu was solltest du mehr ja sagen?"

Also viel Spaß! :)

Diese Frage ist mir ziemlich schwer gefallen, weil ich einfach keine Idee hatte worüber ich schreiben könnte. Zu den meisten Fragen der Challenge fallen mir direkt Ideen ein über die ich schreiben möchte, aber bei dieser war es irgendwie schwieriger. 
Ich habe jetzt lange überlegt und noch ein Thema gefunden, worüber ich schreiben möchte. 

Ich sollte zu einigen Dingen öfters mal "Ja" sagen ( aber auch zu vielen definitiv auch mal "Nein" ;) ). 
Vorallem sollte ich öfters mal "Ja" sagen, wenn es um angstauslösende Situationen geht, besonders wenn es mir weiter helfen könnte. Explizit geht es heute um Therapieübungen, die ich sehr oft aus Angst einfach nicht machen kann oder auch machen will. Für vieles bekomme ich mich einfach nicht überwunden, weil die Angst mich lähmt. Doch es könnte mir vielleicht ja auch helfen und ohne auszuprobieren, kann ich es ja auch nicht wissen. 
Gemerkt habe ich dieses Vermeidungsverhalten bei meinem ersten Klinikaufenthalt, in der die Haupttherapieform Schematherapie war. In der Schematherapie geht es ja um die verschiedenen Modi und gerne wird in der Einzeltherapie ein "Stühledialog" geführt, bei dem man verschiedene Stühle hinstellt und dort die einzelnen Modi platziert, um sich jeden einzeln anschauen und therapieren zu können. 
Wer gerne mehr über Schematherapie wissen möchte, ich verlinke hier nochmal meinen Post mit der Erklärung dazu.   
Bei meinem ersten Aufenthalt wurde mir das mehrfach angeboten, aber ich wollte es aus Angst nie machen oder auch nur ausprobieren. Doch bei meinem zweiten Aufenthalt habe ich es einfach mal probiert und es hat mir wirklich viel gebracht! :) Es war wirklich interessant und auch hilfreich gewesen, die Modi mal so zu betrachten und mit ihnen zu arbeiten. 

Durch diese Erfahrung habe ich gelernt, dass es sich doch oft lohnt mal einfach "Ja" zu sagen und es auszuprobieren. Deswegen nehme ich mir ab heute vor mehr "Ja" zu sagen, wenn ich neue Therapieübungen ausprobieren soll :).

Liebe Grüße,
Karo :)

Samstag, 14. April 2018

Tag 4, Komplimente - 31 Days of Self Love Challenge

Hallo ihr Lieben :)

Der vierte Tag ist angebrochen und heute ist das Thema "What is a compliment that you struggle to accept about yourself ~  Welches Kompliment über dich, kannst du nur schwer annehmen und akzeptieren?" 

Diese Frage ist eigentlich nicht schwer für mich, da ich kaum Komplimente annehmen kann. Aber ich habe in den letzten Jahren viel daran gearbeitet Komplimente annehmen zu können und auch akzeptieren zu können. 
Sobald früher mir jemand ein Kompliment gemacht hat, habe ich dagegen diskutiert und mich wieder selbst fertig gemacht, doch heute kann ich schon vieles annehmen, doch für mich selbst das Kompliment akzeptieren ist noch sehr schwer. Mir hat der Satz "Ich kann niemandem seine Meinung absprechen" sehr dabei geholfen das Annehmen der Komplimente zu üben. Ich habe durch diesen Satz keinen Grund mehr, das Gesagte anzuzweifeln, da ich mir niemals anmaßen würde zu behaupten, dass mein Gegenüber lügt. Komplimente sind ja eigentlich nichts anderes als eine subjektive Wahrnehmung eines Menschen über einen selbst.  Mit dieser Strategie fahre ich eigentlich ziemlich gut. Das heißt aber auch nicht, dass ich keine Komplimente mag. Sie sind mir zwar oftmals unangenehm, aber doch tut es so gut, auch mal was Positives über mich zu hören. 

Doch es gibt zwei Arten von Komplimenten, die meine "Annehmen und Akzeptieren Strategie" hart auf die Probe stellen. Nämlich Komplimente wie " Du bist klug" und "du bist hübsch". 
Generell ist meine Schwierigkeit mit Komplimenten ja, dass ich eine ganz andere Selbstwahrnehmung und Überzeugung von mir habe als mein Gegenüber. 
Um bei meinen Beispielen zu bleiben, würde ich niemals behaupten, dass ich hübsch bin oder klug. Meine Wahrnehmung ist ganz krass gesagt, dass ich der dümmste und hässlichste Mensch auf der Welt bin und jeder Andere besser ist als ich. Dadurch das meine Eigenwahrnehmung und die Fremdwahrnehmung meilenweit auseinander liegen, hapert es mit der Akzeptanz. Ich sehe mich nicht so, wie mein Gegenüber mich sieht und gerade bei diesen beiden Komplimenten fallen mir und meinem Selbsthass tausend Gründe ein, warum ich dumm und hässlich bin, was es wiederum sehr schwierig macht. 

Ich werde aber weiter daran arbeiten, auch wenn es noch ein weiter Weg ist zur Akzeptanz und zum Annehmen von Komplimenten.
Aber es wird... :)

Liebe Grüße,
Karo :)

Freitag, 13. April 2018

Tag 3, gute Angewohnheit - 31 Days of Self Love Challenge

Hallo ihr Lieben :)

Es geht weiter mit dem 3. Tag der "31 Days of Self Love" Challenge! :)

Heute ist das Thema eigentlich "What good habit do you want to begin this month"? , also "Welche gute Angewohnheit willst du diesen Monat beginnen?". Da Laura und ich nicht wirklich diese Frage so machen wollten, weil sie uns einfach nicht gefiel, haben wir die Frage ein bisschen umgeschrieben.

Das Thema heute ist nämlich "Welche gute Angewohnheit hat dir in der Vergangenheit geholfen?". 

Ich habe lange gebraucht um mich zu entscheiden worüber ich heute schreiben möchte, beziehungsweise kam ich auf keine Idee hier für. Doch durch Laura habe ich jetzt doch einen Plan worüber ich schreiben möchte, also los geht's! :)

Ich schreibe jeden Abend in mein Bullet Journal ( wer nicht weiß, was das ist, es ist eine Art selbst gestalteter Kalender. Bald folgt auch noch ein Post dazu), was an diesem Tag positiv und schön war und meinen neuen Weg. Das Ganze habe ich bei meinem ersten Aufenthalt in der Klinik angefangen, weil das dort auch eine Hausaufgabe der Therapie war. Ich fand die Idee aber so toll, sodass ich es auch zuhause weiter gemacht habe. 
Mir fällt es unheimlich schwer die positiven Ereignisse wahr zu nehmen, die so an einem Tag passieren, besonders dann, wenn es mir nicht gut geht und meine Sichtweise generell negativ eingestellt ist. Es hilft mir sehr beim Aufschreiben abends fest zu stellen, dass es am Tag doch viele schöne Dinge gab, die ich so nicht wahrgenommen habe und die sonst untergehen würden. Gerade in depressiven Phasen ist eine große Unterstützung für mich. Dadurch das man den Fokus nur auf das Schöne lenkt, trainiert man auch seine positive Wahrnehmung. 
Außerdem hat es mir sehr geholfen eine andere Sichtweise auch für die kleinen Dinge im Alltag zu bekommen, die man schnell nicht mehr wahr nimmt und auch nicht wertschätzt, denn auch eine leckere Tasse Kaffee zum Beispiel, gehört definitiv abends auf meine Liste. Zum Beispiel heute nach meiner Stunde bei meiner Therapeutin ging ich zurück zu meinem Auto und ein kleines Mädchen von ca. 4 Jahren ging mit ihrer Mutter vorbei und sagte "Hallo" zu mir, winkte und lächelte mir zu. Mich hat das wirklich so sehr gefreut und im Laufe des Tages würde ich es aber wieder vergessen. Dadurch das ich mich heute Abend wieder hinsetzen werde und meinen Tag durch gehe, fällt es mir wieder ein und auch für einen Moment habe ich dann wieder dieses Glücksgefühl von heute Morgen. 

Diese Angewohnheit hilft mir sehr zu sehen, dass mein Tag nicht immer nur schlecht war, denn mal ehrlich, man behält sich immer nur die negativen Dinge eines Tages und resümiert dann gerne, dass der ganze Tag schlecht war. Doch ich habe die Erfahrung gemacht, dass es eigentlich nie so ist. Auch wenn heute Abend nur auf meiner Liste das "Hallo" des Mädchens stehen sollte, trotzdem gab es dann diesen einen schönen Moment und so war der Tag nicht komplett negativ. 
Ich habe viel Übung gebraucht, um auch diese kleinen Dinge im Alltag zu erkennen und damit auch bewusst das Positve wahrzunehmen, doch es lohnt sich defintiv! :)

Ich möchte mein kleines Abendritual definitiv nicht vermissen und kann es wirklich nur jedem empfehlen es auch mal auszuprobieren. Es bedarf auch nicht viel Zeit, denn ein paar Minuten am Abend ,kurz vor dem Schlafen gehen, hat bestimmt jeder. 

Liebe Grüße,
Karo :)

Donnerstag, 12. April 2018

Tag 2, Überzeugungen loswerden - 31 Days of Self Love

Hallo ihr Lieben :)

Hier ist der zweite Teil der "31 Days of Self Love" Challenge. 
Viel Spaß! :)

"Get rid of a limiting belief that you have about yourself or your abilities. "
~ "Werde eine hindernde Überzeugng über dich selbst oder deine Fähigkeiten los."

Ich habe genug hindernde Überzeugungen, aber eine hindert mich am extremsten : 
Die Überzeugung, dass ich immer alles falsch mache und genau diese würde ich so gerne los werden! 
Es ist einfach so schwierig, wenn man bei jeder Bewegung, jedem Wort und allem was man macht denkt, dass man gerade alles falsch macht. Es strengt mich einfach unheimlich an und hindert mich in meinem Leben sehr. 

Ich arbeite jetzt schon sehr hart daran, da diese Überzeugung auch viel meine Angststörung aufrecht erhält. Also übe ich ständig gegen meine Ängste anzukämpfen. Gleichzeitig arbeite ich aber auch daran, diese negative Überzeugung durch die positive Variante " Es ist okay Fehler zu machen" und "Ich mache vieles richtig" zu ersetzen. 

Ich glaube daran, dass ich irgendwann mit der Zeit diese Überzeugung komplett los geworden bin.

Liebe Grüße,
Karo :)

Mittwoch, 11. April 2018

Tag 1, Problem sich selbst zu lieben - 31 Days of Self Love

Hallo ihr Lieben :)

Ich habe mich zusammen mit Laura dazu entschieden die "31 Day of Self Love" Challenge zu machen und lade jeden von euch gerne ein mit zu machen! :)



Also nun viel Spaß mit dem ersten Tag! :)

What is your biggest struggle with loving yourself? ~ Was ist dein größtes Problem mit dem sich selbst lieben? 

Mein größtes Problem damit ist, dass ich nicht oder nur wenig ( abhängig von der Tagesform) positiv über mich denke. Denn um sich selbst lieben zu können, muss man sich selbst erstmal annehmen können und daran arbeite ich im Moment. Das primäre Gefühl, wenn ich über mich nach denke, ist Hass. Also wie wir alle wissen, genau das Gegenteil von Liebe. 
Aber es wird besser. Früher war ich so gefangen in meinem Selbsthass, doch heute gibt es immer mal wieder Momente, in denen ich denke " Ich bin doch ganz okay so wie ich bin". Ich übe täglich daran mich selbst besser anzunehmen und nett zu mir zu sein. Zum Beispiel versuche ich jeden Tag mir etwas Gutes zu tun, was für mich definitiv zur Selbstliebe gehört. Mir fällt es sehr schwer und ich bin immer schon froh, wenn ich einen Tag geschafft ohne mir noch zusätzlich zu schaden, sei es durch Selbstverletzung, nichts oder wenig essen oder nichts trinken. Außerdem versuche ich meine negativen durch Positive zu ersetzen, also anstatt" Ich bin wertlos"  "Ich bin gut so wie ich bin". Das erfordert sehr viel Kraftaufwand, auch wenn es "nur" Gedanken sind. Am Anfang hat sich "Ich bin gut so wie ich bin" vollkommen falsch angefühlt, aber solangsam kann ich diesen Satz die meiste Zeit gut annehmen. 

Mein Ziel ist es, mich irgendwann wirklich selbst lieben zu können und mich nicht immer für alle kleinen Fehler fertig zu machen. Es wird noch ein weiter Weg, aber ich habe schon so vieles geschafft, also werde ich das auch noch hinbekommen ;).

Abschließen möchte ich diesen kleinen Post noch mit einem schönen Zitat:

"Neither the future nor the past have an influence on our presence if we live, love and regard ourselves." 
~ "Weder die Zukunft noch die Vergangenheit haben Einfluss auf unsere Gegenwart, wenn wir uns selbst leben, lieben und achten."

Liebe Grüße,
Karo :)



Dienstag, 10. April 2018

So kannst du mich unterstützen - Kauf mir einen Kaffee! ( nur wenn du willst ;) )

Hallo ihr Lieben :)

Meine Partnerin Laura ( Das Licht dort vorne ) hat mir von der Idee von "Buy me a coffee" erzählt.
Das ist eine Website mit der man zum Beispiel auch Blogger und ihre Arbeit ein wenig unterstützen kann. 

Man klickt auf dieses Symbol, welches ihr auf der rechten Seite findet...




...  und darüber gelangt man zu meiner "Buy a coffee " Seite. Dort kann man mir einen Kaffee kaufen und mich so unterstützen :).

Es ist natürlich absolut kein MUSS!! :) 

Es ist einfach nur dazu gedacht, dass ihr, natürlich nur wenn ihr wollt, mich und meine Arbeit untersützen könnt. :)

Ich würde mich aufjedenfall freuen :).

Liebe Grüße,
Karo :) 

Sonntag, 8. April 2018

Meine Erfahrungen mit Mobbing

Hallo ihr Lieben :)

Ich habe vor ein paar Monaten ein Video von der wundervollen Hannah Hart auf Youtube gesehen und wollte seit dem auch hier was darüber bloggen. Das Thema ihres Videos war LGBT Storytime + Bullying Advice ( LGBT Erzählstunde + Mobbing Ratschläge). Dieses Video hat mich sehr berührt und an meine Erfahrungen mit Mobbing erinnert und ich wollte diese mit euch einfach mal teilen. Ich verlinke euch hier noch Hannahs Video :). 



Meine Schulzeit war bis zum 6. Schuljahr sehr ruhig und auch angenehm. Ich hatte eine Gruppe von Freundinnen und wir verstanden uns gut. Außerdem freundete ich mich gerade mit noch ein paar Mädchen aus unserer Klasse an, die nicht zu unserer Gruppe gehört haben. Tja und das war das "Problem".
 Ich wurde immer mehr von meinen Freundinnen unter Druck gesetzt, denn ich sollte nicht mehr mit "DENEN" sprechen. Mir gefiel auch nicht mehr, wie sehr meine Freundinnen immer über die anderen Mädchen lästerten und ich wollte da auch nie mit machen. Nach ein paar Wochen, in denen ich nicht den Kontakt zu "denen" abgebrochen hatte, ging ich in der Pause auf Toilette und wurde dort abgefangen von meinen angeblichen Freundinnen. Sie sagten zu mir, dass ich nie wieder mit ihnen reden soll, ich nichts mehr mit ihnen machen darf und das ich selber Schuld bin, wenn ich lieber mit solchen "Assikindern" rum hängen möchte. Außerdem sagten sie, dass sie mich ja gewarnt haben und ich besser aufpassen sollte, was ich mache. Sie brachen den Kontakt und ich verstand die Welt nicht mehr. Ich war zwar schon seit längerer Zeit unzufrieden mit der Freundschaft und dem Lästern der Gruppe, aber trotzdem waren es doch meine Freundinnen ( vorallem waren dort auch 4 meiner Grundschulfreundinnen, mit denen ich schon 6 Jahre befreundet war). Mir kamen die Tränen, weil ich einfach nicht verstehen konnte, was ich denn falsch gemacht habe. Ich hatte mich ja nur mit den anderen Mädchen angefreundet. Es klingelte zum Ende der Pause, ich riss mich zusammen und ging wieder in den Unterricht.

Und so fing der Albtraum an...

Seit diesem Tag konzentrierte sich diese Gruppe von Mädchen auf mich. Erst lästerten sie nur über mich, was ich trotzdem mit bekam und steigerten sich immer mehr. Ich wurde im Unterricht ausgelacht, sobald ich was sagte ( und später, als ich mich nicht mehr traute im Unterricht überhaupt was zu sagen, wurde ich wegen meines Schweigens ausgelacht...), ich wurde beschimpft und mir wurden Sprüche hinterher gerufen, wenn ich über den Flur ging. Im 7. Schuljahr wechselte ich die Klasse und war nicht mehr in derselben Klasse wie diese Mädchen. Trotzdem hatten wir leider noch viele Unterrichtsstunden gemeinsam und deswegen ging das Mobbing weiter. Leider freundete sich die Clique auch mit drei Mädchen aus meiner Klasse an, sodass ich nie meine Ruhe hatte. Zusätzlich zu den Sprüchen und dem Auslachen kam dann noch, dass mir ständig meine Sachen geklaut wurden. Erst waren es nur Stifte, aber irgendwann wurden mir Schulbücher geklaut und auch in einer Sportstunde meine komplette Kleidung. Außerdem hatten die Mädchen auch Kontakt zu einer Gruppe älterer Jungen, die sich auch auf mich anstachelten. Eines Nachmittags fing die Gruppe Jungs mich ab, klaute mir meinen kompletten Schulrucksack und zündete ihn an. Sie rannten danach weg und ich versuchte mit Wasser meine Sachen zu retten, aber vieles verbrannte trotzdem. Im 9. Schuljahr passierte dann die schlimmste Aktion. Ich war auf dem Weg zum Bus, der nicht direkt an meiner Schule abfuhr, und wurde von der Clique abgefangen und sie hatten die älteren Jungen mitgebracht. Ich kann das jetzt nicht ausführlich erklären, aber ich wurde fest gehalten und zusammen geschlagen... Ich wurde ein paar Monate später nochmal von dieser Gruppe zusammen geschlagen. 

Jeder Tag war ein Albtraum, weil ich nie wusste, was heute passieren würde. Das Mobbing hielt 6 Jahre lang an. 6 Jahre war ich meinen Mitschülern ausgesetzt bis ich die Schule verließ. 

Ich habe nur einmal versucht mir Hilfe zu suchen und zwar bei meiner damaligen Therapeutin. Ich muss dazu sagen, diese Frau war der absolute Albtraum. Irgendwann überwand ich mich und erzählte ihr davon unter Tränen. Ihre Antwort war echt genial: Das gehört zum Erwachsenwerden einfach dazu. Komm damit klar.  
Danach dachte ich wirklich, ich muss das alleine schaffen, weil sie das zu mir gesagt hatte....

Das Wichtigste, wenn man selbst gemobbt wird ist, dass man nicht schweigt. Sprecht darüber, sucht euch Hilfe. Ihr seit nicht alleine und ihr müsst nicht damit alleine klar kommen! Euch trifft keine Schuld. 

Liebe Grüße,
Karo :)