Samstag, 4. Februar 2017

Update 8. Woche : MDK Untersuchung, Traumerfüllung, Fortschritte

Hallo ihr Lieben :)

Zu allererst möchte ich mich ganz herzlich bei den vielen lieben Menschen bedanken, die so fleißig mich lesen und auch so lieb kommentieren! <3 Ich freue mich so sehr über eure lieben Kommentare, auch wenn ich im Moment nur mein Tablet in der Klinik habe und da nicht wirklich zurück antworten kann. Eure Kommentare heitern mich auf, machen mir Mut und unterstützen mich sehr. Fühlt euch alle gedrückt! <3 Vielen lieben Dank!

 So und nun zu meinem Update der letzten Woche. Es war eine wirklich emotionale, anstrengende und auch tolle Woche :). Es war für mich die intensivste Woche hier, weil ich viel über mich gelernt habe und auch sehr weiter gekommen bin. Seit dem letzten Wochenende habe ich große Angst gehabt, dass ich diese Woche gehen muss, weil der Medizinsiche Dienst sich angekündigt hatte für meinen Fall zu begutachten, weil die Krankenkasse den Aufenthalt hier nicht länger bezahlen wollte. Ich bekam Angst, weil ich die Normalzeit von 8 Wochen erreicht habe, aber ich noch mitten in der Therapie stecke. Mir geht es im Moment noch sehr schlecht, weil wir einfach mitten in der Traumatherapie stecken und einfach so vieles hoch kommt. Es wäre so blöd gewesen, wenn ich mitten in der Therapie hätte gehen müssen. Am Donnerstag kam dann der MDK und hat erst mit meinen Therapeuten geredet, meine Akte angeschaut und dann ca 10 Minuten mit mir geredet. Er hat mir ziemlich komische Fragen gestellt, die mich echt verwirrt haben, was mir das Antworten nicht wirklich erleichtert hat. Ich war so angespannt und nervös vor dem Termin und hatte wirklich Angst, dass ich gehen muss. Nachdem ich mit dem MDK gesprochen hatte, vergingen noch 25 Minuten, in denen ich draußen warten musste und der Mann mit meiner Therapeutin noch sprach. Das Warten war wirklich unerträglich und ich war nervlich so fertig, als dann endlich meine Therapeutin auf mich zu kam und grinste: "So Frau K. Sie dürfen noch die maximal Zeit hier bleiben. 3. März ist ihr Entlassdatum". Ich war so überglücklich und sie natürlich auch :). Das heißt ich darf noch circa 4 Wochen hier bleiben und meine Therapie zu Ende bringen. Ich wurde erstmal freudig auch von der Pflege umarmt, die auch sehr froh waren, dass ich noch bleiben darf :). 
Auch am Donnerstag hatte ich mein zweites Einzel für diese Woche, was mich wirklich fertig gemacht hatte. Meine Therapeutin hat mich bewusst provoziert und in die Enge getrieben, was mich erstmal verzweifelt zum Weinen gebracht hat. Es lief darauf hinaus, egal was ich gesagt habe, es war erstmal falsch und wurde gegen mich verwendet, sodass ich zum Schluss wirklich nur noch "blind um mich geschlagen habe" . Ich war wirklich völlig fertig, weil sie so fies zu mir war und auch in einem harten Tonfall mit mir gesprochen hatte. Irgendwann gab es einen Moment, indem mir klar wurde, was sie mir da sagt und ich habe  wirklich durch diese brutale Variante richtig verstanden, was sie mir damit sagen und zeigen wollte. Das war wirklich ein Aha-Moment und ich war richtig schockiert, wie ich selbst teilweise mich und meine Therapie verhindere. Das Ganze ist wirklich schwer zu erklären, aber die Kurzfassung ist, dass ich ständig mich in die Opferrolle begebe und somit mich nicht verteidige, das heißt ich projeziere den Strafenende Modus auf mein Gegenüber, was die Situation verschlimmert, und meinem verletzten Kind schadet. Außerdem vermeide ich Situation, wie zum Beispiel vor anderen zu weinen und verweigere so meinem verletztem Kind, die ihm zu stehende Hilfe. Das Ganze ist wirklich ziemlich komplex. Auch wenn meine Therapeutin mir das schon mehrfach gesagt habe, habe ich nie richtig kapiert, was sie meint und musste es jetzt mit der harten Methode lernen. Ich hab ja nur 8 Wochen dafür gebraucht :D. Ich habe es jetzt wirklich verstanden und werde wirklich mehr darauf achten. 
 Ich bin auch in der Traumatherapie weiter gekommen diese Woche. Wir haben mit dem Traumarescripting angefangen, indem man versucht durch eine Imagination die ausgewählte Szene zu verändern. In meinem Fall sollte ich mir als Erwachsene ausdenken, wie ich der Kleinen Karo ( also damals war ich noch ein Kind) helfen kann und es schützen kann. Es ist wirklich emotianal und schwierig sowas. Auchhabe ich das erste Mal geschafft wirklich wütend auf die Traumaverursachene Person zu sein und  mir nicht selbst die Schuld zu geben. Ich war noch nie wirklich wütend gewesen, erst jetzt nicht auf die Person, die es wirklich Schuld ist und es war wirklich ein richtig komisches Gefühl, was mir aber auch gut getan hat. Meine Therapeutin war echt positiv überrascht, weil die Schud wirklich sehr tief in mir selbst sitzt, dass ich es aber doch geschafft habe, wütend auf die richtige Person zu sein. Es ist wirklich ein riesen Fortschritt :). 
Auch die restlichen Therapien diese Woche liefen sehr gut. Im Sozialem Kompetenztraining habe ich doch wirklich ein langes Rollenspiel mit einer Therapeutin gemacht, obwohl alle anderen mir zu geschaut haben und mein Verhalten und alles nachher analysiert haben. Nach der ersten Runde gab es dann Feedback von allen und ich durfte es nochmal mit den Tipps ausprobieren. Ich bin wirklich stolz auf mich, dass ich das gemacht und es so gut gelaufen ist! :) 
Gestern hatte ich einen Termin bei der Sozialarbeiterin der Klinik, der auch sehr gut gelaufen ist. Ich habe mich getraut und mit ihr geredet und wir haben ein paar Möglichkeiten für mich durchgesprochen, unter anderem auch wie es mit meiner sozialen Betreuung weiter geht, weil ich da ier noch keine feste Betreuerin habe ( und das seit einem Jahr!). Ich renne denen ständig hinterher, weil ich wirklich eine brauche und auch eine Feste, aber nichts geschieht. Niemand ist seit einem Jahr wirklich für mich verantwortlich und wenn ich wirklich mal Hilfe brauche, macht das immer jemand anderes und das geht bei miir einfach nicht. Die Sozialarbeiterin wird sich jetzt darum kümmern :).  
Irgendwie hatte ich nach dem Termin zu viel Energie und habe dann noch meine ambulante Therapeutin angerufen und ihr auf den AB gesprochen wegen eines neuen Termins. Wer mich kennt weiß, dass es für mich eine riesen Sache ist zu telefonieren und das ich eigentlich nur mit 4 Menschen aus meinem Umfeld telefoniere und das auch nicht so gerne. Nachdem ich aufgelegt habe, war ich so überrascht über mich selbst, dass ich das wirklich gerade getan hatte. Das Gesicht meiner Therapeutin würde ich gerne sehen, wenn sie diese Nachricht abhört :D
Am Dienstag vor einem Jahr habe ich mich dazu entschlossen ein Tattoo stechen zu lassen und habe mir diesen Tag im Kalender markiert und mir vorgenommen, dass ich, wenn ich in einem Jahr das immer noch möchte, mir das Tattoo stechen lasse. Ich habe mir jetzt ein Jahr lang darüber Gedanken gemacht und mir gestern meinen Traum erfüllt. Ich habe mir "strong & fearless" auf den Unterarm stechen lassen und es bedeutet mir sooo viel! Das sind nicht einfach sinnlose Worte, sondern wirklich Begriffe, die bei mir für etwas stehen und die nur für mich sind. Ich habe "strong" (stark) mir tätowieren lassen, weil ich wirklich stark bin und so vieles schon in meinem Leben überlebt habe, geschafft habe und mich immer weiter entwickele und somit immer stärker werde. "Strong" ist für mich eine Erinnerung an all das und was ich erreichen kann :). Fearless (furchtlos / mutig) steht für mich als Symbol, was ich erreichen möchte und was ich schon erreicht und geschafft habe. Ich möchte immer mutig/furchtlos. Beide Wörter sollen mir helfen, mich unterstützen, mir Kraft geben und mich dran erinnern, was ich alles schaffen kann! :) Ich bin so unendlich glücklich über mein Tattoo *_* 

 Liebe Grüße, 
Karo :)























 

1 Kommentar:

  1. Aller guten Dinge sind drei, sagt man doch so schön.

    Das mit der Tätowierung ist eine gute Sache, vor allem, weil du dich wohl damit fühlst. Die Wörter sind stark und erinnern dich bestimmt immer daran, was du möchtest und in der Lage bist du schaffen.

    Die Therapieverlängerung ist auch eine super Sache, ebenso die erfolgreichen Gespräche und das Rollenspiel. Klingt alles nach einem guten Weg, auch wenn es im Moment etwas schwieriger ist. Es kommen auch wieder bessere Tage, so wie hier beschrieben. :)

    Gerne auch fürs Lesen. :) Ich freue mich, dass dich die Kommentare etwas aufbauen können und unterstützen. :) Ich habe ja auch immer noch Respekt davor, wie offen du von allem hier berichtest!

    So, ein letztes Mal für heute liebe Grüße und weiterhin alles Liebe und viel Energie! :)
    Jade

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