Samstag, 28. Januar 2017

7. Woche in der Klinik / Update

Hallo ihr Lieben :)

Ich dachte mir, es ist mal wieder Zeit für ein kleines Update :). Ich kann garnicht glauben, dass ich schon 7 Wochen hier in der Klink bin. Irgendwie geht die Zeit hier so schnell um. In den ersten 2 Wochen dachte ich mir noch, die Zeit geht so langsam um, aber jetzt verfliegt sie einfach nur. Die Therapien sind einfach mein Alltag geworden und alles ist irgendwie Routine geworden. Vorallem sind wir auch eine richtig tolle Gruppe von Patienten und mit fast allen versteh ich mich richtig gut. Wir machen auch viel zusammen und man ist einfach nicht alleine. Wir helfen uns gegenseitig, haben Spaß zusammen und lachen viel. Ich bin auch sehr glücklich mit meinen Mädels im Viererzimmer und wir verstehen uns einfach sooo gut. Ich liebe es, wenn wir abends auf unseren Betten sitzen und einfach noch über alles Mögliche reden. Mit MW. aus meinem Zimmer muntert mich immer so lieb auf, wir machen unsere Scherze und es ist immer mega lustig :). Ich fühle mich auch absolul wohl jetzt hier auf meinem Zimmer und der Station, was ja am anfang überhaupt nicht der Fall war. Die Therapien werden immer anstrengender, aber ich merke echt Fortschritte und das wird mir auch von den Mitpatienten und dem Team rückgemeldet. In der Einzeltherapie bearbeiten wir seit 2 Wochen mein Kindsheitstrauma, was mich wirklich fertig macht. Die letzte Woche war der absolute Horror für mich. Ich bin 3 mal komplett zusammen gebrochen, habe viel geweint, habe hart an mir gearbeitet und mir auch, was positiv war, Hilfe gesucht und nicht versucht es alleine zu schaffen. WIr haben vor 2 Wochen eine Szene aus meiner Kindheit raus gesucht, die ich aufgeschrieben habe und mir täglich durchlesen muss. Am Donnerstag musste ich das erste Mal im Einzel den Traumabericht laut vorlesen und es wurde aufgenommen, sodass ich mir ihn jetzt täglich anhören muss. Jedes Mal erlebt man nochmal neu das Trauma und es macht mich wirklich fertig. Solansam ändern sich auch die Gefühle dabei von Schuld und Angst zu Trauer, was wirklich positiv ist. Ich konnte diese Woche das erste Mal auf im Einzel an meinen Trostsätzen ( Glaubenssätzen ) arbeiten, weil ich mir selbst nicht mehr so ganz die Schuld gebe. Ich habe zusammen mit meiner Therapeutin Sätze gefunden, die ich auch annehmen kann und mir diese über mein Bett gehangen. Außedem wird meine Therapeutin mir die Sätze noch aufnehmen, damit ich mir sie auch anhören kann. Ich kann mich auch in de Therapie jetzt viel mehr öffnen und rede auch mal mit. Außerdem melden mir die Mitpatienten zurück, dass ich viel lockerer und offener geworden . Ich freue mich so sehr, dass andere sehen, wie viel und hart ich an mir arbeite. Jeder Tag ist ein neuer Kampf für mich und jeder Tag kostet mich sehr viel Überwindung und Mut, aber ich ich schaffe es ( irgendwie ) ;). Ich weiß nicht genau, wie lange ich noch hier bleiben darf, aber ich würde mich so sehr freuen, wenn ich noch ein bisschen bleiben darf, weil es mir echt gut tut und ich merke, dass ich voran komme. Es war wirklich die beste Idee seit langem, dass ich mich entschieden hatte hier her zu kommen! :) Falls meine ambulante Therapeutin Frau S. das hier liest: Vielen, vielen Dank, dass Sie mich so aufgebaut und von einem stationärem Aufenhalt überzeugt haben! Liebe Grüße ;) .
Ich bin jetzt echt gespannt, wie die nächste Woche wird. Ich werde wieder kämpfen müssen und es wird emotional und anstrengend, aber ich werde es überleben und immer stärker werden :)

Ich wünsche euch ein schönes Wochenende und eine tolle Woche! <3

Liebe Grüße,
Karo <3 

Kommentare:

  1. Ich wünsche dir weiterhin eine gute und hilfreiche Zeit mit tollen Gesprächen.

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  2. Das klingt alles sehr positiv! :)

    Viel Erfolg und Kraft weiterhin!

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