Mittwoch, 21. Dezember 2016

Schlimme Nachrichten...

Hallo ihr Lieben,
Ich weiß nicht so genau, wie ich anfangen soll und was ich überhaupt schreiben möchte... Gestern Abend bekam ich einen Anruf, der mich komplett aus der Bahn geworfen hat.
Ich hatte gestern einen sehr anstrengenden Tag hier in der Klinik und sollte von meiner Therapeutin aus mir abends was Gutes tun und Zeit für mich nehmen. Ich hatte mir auch schon was überlegt, war gemütlich Duschen gewesen und wollte dann die neue Staffel Fuller House auf Netflix schauen und mir meine Nägel lackieren. Ich hatte schon alles vorbereitet gehabt und wollte gerade anfangen, da klingelte mein Handy. Ich sah, dass eine gute Freundin von mir anrief und bekam sofort Angst, was passiert ist, weil sie mich nie anrufen würde ohne Grund, weil ich ja nicht telefoniere. Ich hatte schon eine Vorahnung und war wie gelähmt vor Schock und hab nicht direkt reagiert. Ich hab sie dann zurück gerufen und sie weinte so sehr am Telefon, dass ich sie kaum verstanden habe. Ich habe nur die Worte T. und tot richtig verstanden. T. ist ein sehr guter Freund von uns und ist gestern gestorben. Ich stand so unter Schock gestern abend ( und heute immer noch), dass ich gestern starke Medikamente zur Beruhigung und zum Schlafen bekommen habe, sodass ich auch relativ schnell "weg" war. Ich bekomme auch heute starke Beruhigungsmittel, weil ich sonst überhaut nicht klar kommen würde.
Da ich noch unter Schock stehe und durch die Medikamente benebelt bin, fühlt alles sich so unwirklich an und als wäre es nie passiert. Ständig denke ich, dass ich ihm schreiben könnte und dann fällt mir ein, dass er nicht mehr da ist. Ich bin unendlich traurig, angespannt und fertig, aber erlebe alles im Moment so, als passiere es mir nicht, sondern jemand anderem. Meine ganzen Gefühle sind total abgedämpft und alles ist einfach so unwirklich. Ich habe noch kein einziges Mal geweint und doch bin ich so unendlich fertig. T. war für mich ein ganz besoderer und lieber Mensch, der mich unterstützt hat und immer für mich da war. Wir kannten uns zwar "erst" 3 Jahre, aber er ist so wichtig für mich geworden und wertvoll. 4 Tage bevor ich in die Klinik gegangen bin, waren wir noch einen ganzen Tag zusammen unterwegs und ich kann mir nicht vorstellen, dass ich ihn nie wieder sehen werde. Ich mache mir selbst auch sehr starke Schuldgefühle, dass ich nicht mehr für ihn da war und das Ganze nicht irgendwie verhindert habe. Wäre ich vielleicht mehr da gewesen, hätte er sich vielleicht nicht umgebracht.... Ich kann und will es nicht wahr haben :(.
Wie man vielleicht auch an dem Geschriebenen sieht, bin ich nicht ganz bei mir und stehe immer noch so unter Schock, dass garnichts geht....
Karo

Kommentare:

  1. Scheiße. .__.

    So was schreibe ich fast nie, weil ich es ernst meinen muss, aber das tue ich jetzt: Fühl dich ganz fest umarmt, wenn du das möchtest. <3

    Georg und ich denken an dich. <3

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  2. Blöder Spruch, aber ich wünsche Dir viel Kraft für die anstehende Zeit und hoffe, dass du weiterhin Menschen um dich hast, die dich auffangen.

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