Samstag, 31. Dezember 2016

Jahresrückblick 2016

Hallo ihr Lieben :)

Das Jahr 2016 neigt sich dem Ende zu und damit wird es heute auch Zeit für den Jahresrückblick :).

In 2016 gab es für mich viele Höhen und Tiefen, viele anstrengende und schwere Momente, aber auch ganz viele schöne Momente, die es wert sind, hier noch einmal zusammen gefasst zu werden. Wie gewohnt, nur das Positive.
 Ich wünsche euch ganz viel Spaß mit meinem Jahresrückblick!

  • Im März kam meine Freundin Laura für einen ganzen Monat zu mir , weil sie dort ein Praktikum gemacht hat. So konnten wir einen ganzen Monat lang  zusammen leben und auch mal den Alltag zusammen gestalten. Es war einfach eine ganz tolle Zeit :)
  • Ich habe in diesem Jahr ganz viel Kontakt zu lieben Twttermenschen gehabt, die mir sehr wichtig geworden sind und ich finde es immer schön, von einander zu hören oder zu lesen :)
  • Ich habe mehrere "Cousinchenabende" mit meiner Cousine verbracht. Diese Zeit mit ihr ist mir immer sehr wichtig und bedeutet mir sehr viel. Ich bin so froh, dass ich sie habe und freue mich auch im nächsten Jahr wieder auf unserere gemeinsame Zeit.
  • Über Ostern war ich mit Laura und ihrer Familie in einem Selbstversorgerhaus, in dem auch andere Familien waren, und es war so schön dort gewesen :). Gerne würde ich auch 2017 wieder dabei sein.
  • Ich habe auch im März die ersten Schritte in Richtung Führerschein unternommen. Ich habe den Erste Hilfe Kurs gemacht, Unterlagen beim Amt eingereicht und mich in der besten Fahrschule überhaupt angemeldet *_*
  • Auch ein Highlight in 2016 war meine erste Fahrstunde, die super gut gelaufen war. ´
  • Am 1.Juli habe ich dann Führerscheinprüfung gemacht und bestanden. Es war so anstrengend und emotional gewesen und ich kann sehr stolz auf mich sein, dass ich das alles in 2,5 Monaten durchgezogen habe.Zuerst wollte ich es nicht machen, aber jetzt bin ich umso glücklicher Auto fahren zu können :).
  • Ich habe mir auch den Fuss gebrochen gehabt, was ich damals nicht so lustig fand. Aber heute kann ich super drüber lachen, weil wer bricht sich schon den Fuß im Zug? :D
  • Ich war auch oft ehrenamtlich im Seniorenheim gewesen, was mir sehr viel Spaß gemacht hat.
  • Ich habe die 10.000 Seitenaufrufe geknackt und auch schon über 100 Posts hier veröffentlicht :)
  • Ich hatte ganz viele schöne Stunden mit der lieben T. verbracht, was mir immer so gut getan hat und mir ganz viel Kraft gegeben hat. 
  • Ich war mit Laura 2 Tage in Köln gewesen und das Wetter war ein mega schön gewesen und wir hatten eine tolle Zeit dort :)
  • In diesem Jahr habe ich so viele Bücher gelesen, wie schon lange nicht mehr und das freut mich sehr.
  • Es gab auch viele Geburtstage, die mit der gesamten Familie gefeiert wurden, was auch sehr toll war.
  • Im Sommer war ich eine Woche bei Laura und ihrer Familie gewesen und es war eine so tolle Zeit. Falls ihr das lest: Danke, dass ich bei euch sein durfte und ich freue mich auf das nächste Mal! Liebe Grüße <3
  • Außerdem durfte ich den ganz tollen Gedichtband" Beziehungstat - Gedichte aus zehn gemeinsamen Jahren"von Alexandra und Georg Dichtler rezensieren. Vielen lieben Dank ihr Zwei <3
  • Ich bin bei fast meiner kompletten Familie jetzt geoutet und hatte so ein wunderbares Gespräch mit meiner Patentate darüber <3 Dazu kommt bald aber noch ein etxra post :)
  • Ich war für 4 Tage in Holland gewesen und hatte dort eine richtig tolle Zeit :)
  • ich konnte dieses Jahr auch wieder viele schöne Fotos für den Blog machen und diese mit euch teilen .
  • Ich hatte im November Geburtstag gehabt und habe ganz tolle Geschenke bekommen, wie zum Beispiel meine Minionhose *_* Aber viel wichtiger ist, dass ich einen wunderschönen Tag mit meiner Familie verbracht habe, für den ich sehr dankbar bin.
  • Ich habe mit meiner Oma ein Erinnerungsalbum  angfangen, indem sie viel von sich erzählen kann. Es macht mir großen Spaß mit ihr daran zu arbeiten und sie noch besser kennen zu lernen.
  • Ein kleines Jubiläum gab's auch noch: Karo's Tagebuch wurde 2 Jahre alt! :) Ich freue mich auf noch viele weitere Jahre :)
  • Ich habe auch seit über 2 Jahren meinen Cousin wieder gesehen und es war wirklich tol und emotional gewesen <3
  •  Ich habe Rocky-das Musical in Stuttgart gesehen *_*
  • Ich hatte einen wunderschönen Nachmittag meinen guten Freunden S, T. und Se. in der Stadt. Dieser Tag wird mir in Erinnerung bleiben, da T. wenige Wochen danach verstorben ist. Es tut mir immer so so weh und ich bin unsetzlich traurig darüber....
  • Die größte Entscheidung und Veränderung in diesem Jahr war, als ich mich dazu entschieden hatte in die Klinik zu gehen. Ich bin jetzt 3 Wochen hier und kann einfach nur sagen, dass es wirklich eine sehr gute Entscheidung war. Ich fühle mich sehr wohl hier und die Therapien gefallen mir auch sehr gut und ich mache schon kleine Fortschritte. Bald kommt noch einer neuer Post darüber :)

So das war mein Jahresrückblick :)
Ich möchte mich bei allen herzlich bedanken, die mich so fleißig lesen, kommentieren und unterstützen. Vielen lieben Dank! <3
Ich wünsche euch allen ein Frohes neues Jahr und alles erdenklich Liebe und Gute!
Liebe Grüße,
Karo :)

Mittwoch, 21. Dezember 2016

Schlimme Nachrichten...

Hallo ihr Lieben,
Ich weiß nicht so genau, wie ich anfangen soll und was ich überhaupt schreiben möchte... Gestern Abend bekam ich einen Anruf, der mich komplett aus der Bahn geworfen hat.
Ich hatte gestern einen sehr anstrengenden Tag hier in der Klinik und sollte von meiner Therapeutin aus mir abends was Gutes tun und Zeit für mich nehmen. Ich hatte mir auch schon was überlegt, war gemütlich Duschen gewesen und wollte dann die neue Staffel Fuller House auf Netflix schauen und mir meine Nägel lackieren. Ich hatte schon alles vorbereitet gehabt und wollte gerade anfangen, da klingelte mein Handy. Ich sah, dass eine gute Freundin von mir anrief und bekam sofort Angst, was passiert ist, weil sie mich nie anrufen würde ohne Grund, weil ich ja nicht telefoniere. Ich hatte schon eine Vorahnung und war wie gelähmt vor Schock und hab nicht direkt reagiert. Ich hab sie dann zurück gerufen und sie weinte so sehr am Telefon, dass ich sie kaum verstanden habe. Ich habe nur die Worte T. und tot richtig verstanden. T. ist ein sehr guter Freund von uns und ist gestern gestorben. Ich stand so unter Schock gestern abend ( und heute immer noch), dass ich gestern starke Medikamente zur Beruhigung und zum Schlafen bekommen habe, sodass ich auch relativ schnell "weg" war. Ich bekomme auch heute starke Beruhigungsmittel, weil ich sonst überhaut nicht klar kommen würde.
Da ich noch unter Schock stehe und durch die Medikamente benebelt bin, fühlt alles sich so unwirklich an und als wäre es nie passiert. Ständig denke ich, dass ich ihm schreiben könnte und dann fällt mir ein, dass er nicht mehr da ist. Ich bin unendlich traurig, angespannt und fertig, aber erlebe alles im Moment so, als passiere es mir nicht, sondern jemand anderem. Meine ganzen Gefühle sind total abgedämpft und alles ist einfach so unwirklich. Ich habe noch kein einziges Mal geweint und doch bin ich so unendlich fertig. T. war für mich ein ganz besoderer und lieber Mensch, der mich unterstützt hat und immer für mich da war. Wir kannten uns zwar "erst" 3 Jahre, aber er ist so wichtig für mich geworden und wertvoll. 4 Tage bevor ich in die Klinik gegangen bin, waren wir noch einen ganzen Tag zusammen unterwegs und ich kann mir nicht vorstellen, dass ich ihn nie wieder sehen werde. Ich mache mir selbst auch sehr starke Schuldgefühle, dass ich nicht mehr für ihn da war und das Ganze nicht irgendwie verhindert habe. Wäre ich vielleicht mehr da gewesen, hätte er sich vielleicht nicht umgebracht.... Ich kann und will es nicht wahr haben :(.
Wie man vielleicht auch an dem Geschriebenen sieht, bin ich nicht ganz bei mir und stehe immer noch so unter Schock, dass garnichts geht....
Karo

Sonntag, 18. Dezember 2016

Meine erste Woche in der Klinik

Hallo ihr Lieben,
So meine erste Woche in der Klinik ist nun rum und ich wollte euch einen kleinen Rückblick geben, wie es mir so ergangen ist hier :).
Es war aufjedenfall eine sehr anstrengende und emotionale Woche gewesen mit vielen Up's und Down's. In den ersten paar Tagen fühlte ich mich absolut nicht wohl hier und hatte ständig den Gedanken, dass ich nach Hause möchte. Ich war ja dann auch am Wochenende hier geblieben ( bekam aber Besuch) und ich fand es sehr gut, dass viele Mitpatienten nicht da waren, weil sie im SEV ( Heimurlaub) waren. So konnte ich in Ruhe erstmal ein paar wenige Menschen kennen lernen und hab direkt zwei ganz Liebe kennen gelernt. AR kam direkt auf mich zu und hat mich immer ein wenig mitgenommen und geschaut, dass ich mich integriert fühle. AR ist einfach soooo eine Liebe und ich bin sooo froh, dass wir uns so gut verstehen! Am Samstag kam dann auch AB neu in mein Zimmer und wir haben uns auf Anhieb super verstanden und uns gegen die anderen Zwei in unserem Zimmer sozusagen verbündet ;). Sie ist auch Raucherin und so gehen wir immer zusammen eine rauchen und es passt enfach gut zwischen uns. Nach ein paar Tagen hatte ich auch alle Namen endlich drauf gehabt und ich muss sagen, dass fast alle hier wirklich sehr lieb sind und auch sehr hilfsbereit. Natürlich gibt es auch Menschen hier, mit denen ich nicht so klar komme, aber man kann sich ja auch arrangieren und wie eine Mitpatientin gesagt hat " Man muss sie ja nicht gleich heiraten" :D. Ich habe jetzt auch mal eine komplette Woche mit allen Therapien hinter mir und muss sagen, dass es ziemlich gut war. Manches war sehr anstrengend und auch aufwühlend, aber auch ziemlich toll. Zum Beispiel in der Körpertherapie hatten AR und ich viel Spaß und haben sehr viel gelacht :D. Wir sollten dort uns Kampfstöcke zu werfen in Paaren und wir haben uns tot gelacht, weil wir es beide nicht immer so gut konnten :D. Ich hatte auch meine erste Einzeltherapie und meine Therapeutin steht jetzt auch endlich fest. Es ist eine junge Frau, die mir sehr sympathisch ist und auch sehr nett ist, wie es mir scheint. Ich denke, dass könnte passen und das ich mit ihr arbeiten kann. Solangsam "taue" ich auch auf im Umgang mit den Anderen hier und traue mich auch mehr zu reden. Außerdem fühle ich mich hier nicht mehr wie ein Eindringling ( abgesehen von meinem Zimmer...) und setze mich auch öfters mal gerne dazu, wenn Mitpatienten zusammen sitzen und reden.  Oftmals ziehe ich mich aber auch lieber zurück, weil ich einfach zu viel Angst habe i  Umgang mit den Anderen oder weil es mir nicht so gut geht. Aber ich habe ein kleines Abkommen mit der pflege, dass ich mich öfters hier draußen aufhalte, weil ich dazu neige mich zu isolieren, aber mit diesen lieben Menschen hier fällt mir das auch leichter. Die Gruppentherapien und Morgenrunde etc fällt mir immer noch sehr sehr schwer, da ich ja da vor allen Anderen reden muss. Ich habe auch noch Probleme damit, mich bei der Pflege zu melden, wenn etwas ist, weil ich sie einfach nicht nerven möchte. Die Stimmung war diese Woche auch sehr unterschiedlich und es gab auch mehrere Phasen, in denen es mir sehr schlecht ging und ich hab auch öfters mein Notfallmedikament gebraucht habe und auch Skills angewendet habe. In einer Situation, in der ich sehr angespannt war hat eine Krankenschwester mir vorgeschlagen, einen Verband mit Finalgon Salbe zu machen und das habe ich so noch nicht gekannt. Die Salbe wird großzügig aufgetragen und fängt dann an auf der Haut stark zu brennen. Das benutzt man auch als Skill und ich finde das echt super, weil es mir total hilft und deswegen habe ich mir diese Woche den Verband öfters machen gelassen. Ich neige ja dazu mich selbst zu verletzen und auch zu Dissoziationen und beides fällt hier in die 24 Stundenregel, was für mich sehr schwer ist. 24 Stundenregel heißt, dass man 24 Stunden lang keine Gespräche mehr bekommt mit Ärzten, Therapeuten, Pflegern etc, auch wenn zum Beispiel ein Einzel angedacht war, fällt dieses aus. Ich kann natürlich verstehen warum das so ist, aber für mich ist es ziemlich schwer. Bis jetzt konnte ich alles gut regulieren, auch wenn es manchmal sehr knapp war. Die Pfleger(innen) sind auch fast alle sehr lieb und auch zuvorkommend und machen es mir somit auch leichter zu ihnen zu kommen, wenn etwas ist. Wenn ich mich mal nicht traue alleine hin zu gehen, haben mir ein paar Mitpatienten angeboten, dass sie mich begleiten, was sooo lieb von ihnen ist. Am Mittwoch kamen auch wieder zwei Neue Mädchen hier an und mit beiden verstehe ich mich auch gut. Auf die eine (M) bin ich auch zu gegangen und habe mich meinen Mut zusammen genommen und ein Gespräch mit ihr angefangen. Wir zwei haben in den letzten Tagen viel zusammen gemacht und auch viel geredet. Wir beide sind uns einfach so ähnlich und es hat direkt gepasst. Ich könnte mir vorstellen, dass M und ich noch gute Freunde werden und das meinte sie auch schon zu mir ;). M und ich, und manchmal auch AB gehen mehrmals am Tag runter ins Erdgeschoss Kaffee trinken, weil der Kaffee hier auch Station einfach ungenießbar ist :D. Außerdem waren wir auch gestern Basketball spielen draußen und haben uns gegenseitig die Nägel lackiert. Wir verstehen einander einfach so gut, weil wir von unseren Problemem so ähnlich sind und müssen uns meistens nur anschauen um zu wissen, was der andere denkt :). Eine kleine Gruppe hier geht abends öfters Kicker spielen und ich schließe mich da auch öfters mit an, obwohl ich nicht gut Kicker spielen kann :D. Aber es macht Spaß und lenkt ab, dass ist die Hauptsache. Mit meinen Zimmernachbarinnen ist es immer noch etwas schwierig, aber ich habe ja jetzt auch AB im Zimmer und das geht dann schon ;).
Zusammengefasst war meine erste Woche hier relativ gut und ich bin auch gut angekommen. Ich habe solangsam auch das Gefühl, dass ich ein Teil der Gruppe bin und habe hier auch tolle Kontakte schon geschlossen und bin auch sehr froh darüber. Ich bin sehr gespannt, was die neue Woche bringt und bin mir sicher, dass es noch anstrengender wird, weil ich jetzt erst richtig in die Therapien einsteige. Ich versuche einfach mal Positiv zu bleiben und wenn es nicht gut laufen sollte, sind hier ja liebe Menschen um mich
Ich wünsche euch eine schöne Woche!
Ganz liebe Grüße,
Karo :)

Samstag, 10. Dezember 2016

Meine ersten 3 Tage in der Klinik

Hallo ihr Lieben,
Wie ich vor kurzem in meinen Monatsrückblick und auf Twitter geschrieben habe, bin ich seit vorgestern in der psychiatrischen Klinik. Gestern morgen bin ich hier um 9 Uhr angekommen und war direkt schon beschäftigt. Ich hatte zuerst ein Gespräch mit einer Krankenschwester, in dem es um meine Medikamente und so weiter ging. Mir wurde dann auch kurz die Station gezeigt und ich musste dann noch warten, weil mein Zimmer noch nicht fertig war. Irgendwann kam dann eine Psychologin, die mich mitnahm zu meinem Aufnahmegespräch, was sage und schreibe 1,5 Stunden ging :D. Danach war ich einfach soooo fertig und erschöpft gewesen, dass nichts mehr ging. Ich hab dann auch mein Zimmer gezeigt bekommen, was ich mir mit zwei Mädchen teile und morgen kommt noch eine Dritte dazu. Vierbettzimmer... Juhuu ;) :D. Ich musste danach noch zur Blutentnahme und hatte dann auch mal etwas Ruhe um auszupacken und anzukommen. Wenn ich dann mal draußen war zum Rauchen ( die Station hat eine eigene Terasse ) habe ich auch ein paar meiner Mitpatienten kennen gelernt, die alle sehr lieb, freundlich und zuvorkommend waren( " Wenn du Hilfe brauchst, frag mich ruhig"). Nachmittags zum Schichtwechsel kam dann auch die Stationsleitende Krankenschwester, mit der ich schon sehr liebe Mails geschrieben habe und hat mich noch ausführlich begrüßt( "Ich freue mich so sehr, dass Sie hier sind!"). Für mich war das ja jemand relativ "Bekanntes" und darüber habe ich mich auch sehr gefreut. Abends gab's einen blöden Zwischenfall mit meinen Zimmernachbarinnen, die draußen mit anderen auf dem Flur gesessen haben und sich etwas blöd über mich geäußert haben ("Schon WIEDER ne Neue. Die wollen mir nicht im Zimmer..."). Ich habe das gehört, weil die Zimmertür auf war und war dann auch total verzweifelt gewesen und hab sehr viel geweint. Da die Schwestern mehrmals gesagt haben, dass ich jederzeit zu ihnen kommen kann und auch gerade wenn es mir schlecht geht kommen soll, war ich dann auch dort hin und habe mit einer ein sehr liebes Gespräch gehabt, wo sie mir auch klar gemacht hat, dass ich absolut nichts dafür kann und das ein blödes Verhalten von den beiden ist. Danach ging's mir auch etwas besser und ich konnte mich auch wieder beruhigen. Die beiden hatten am nächsten Tag jeweils ein Gespräch mit den ihren Psychologen. Aber das ganze Drama hat sich schon erledigt jetzt, weil beide auf mich zu gekommen sind und sich auch aufrichtig entschuldigt haben. Es ging garnicht um mich selbst als Person, sondern beide haben Probleme mit Veränderungen und in den letzten zwei bis drei Wochen waren 8 (!) verschiedene Menschen in ihrem Zimmer gewesen, was ihnen einfach zu viel war. Wie gesagt ist jetzt alles gut und beide sind sehr nett zu mir und wir kommen klar :) . An meinem ersten Abend bin ich dann auch ziemlich früh ins Bett gegangen, weil einfach so erschöpft und fertig war. Als ich meine Tabletten abholen war ins Stationszimmer hat sich auch der Nachtpfleger vorgestellt und er war auch totl lieb :). Gestern Morgen hatte ich dann auch mal mehr zu tun, denn es gab die Morgenrunde, die "kleine" Visite ( d.h. es sind nur 2-3  Ärzte, Psychologen oder was auch immer da ;) Montags ist die "große" Visite, bei der dann schon mal bis zu 8 Leute dabei), ich hatte ein Gespräch mit dem Ergotherapeut, indem es darum ging, was ich in der Ergo erreichen möchte ( Entspannung und Konzentration habe ich mir ausgesucht) und danach hatte ich auch schon meine erste Ergostunde. Der Ergotherapeut hat mir ein paar Dinge vorgeschlagen, die ich machen könnte und jetzt dürft ihr ( die mich schon seit der Tagesklinikzeit verfolgen) dreimal raten, was ich mache ;D 1...2...3 ... Ein Seidentuch!!! *___* Ich liebe es Seidentücher zu bemalen und habe das schon so gerne in der Tagesklinik gemacht. Es bringt mir aber auch sehr viel, den ich muss mich dabei stark konzentrieren und kann mich auch dabei entspannen. Also genau meine Ziele der Ergo :). Nach dem Mittagessen war dann komplett frei und jeder konnte machen, was er wollte. Ich habe mich dann ein wenig zurück gezogen und gelesen. Nachmittags hat sich eine kleine Gruppe zum Backen getroffen und ich wurde gefragt, ob ich mit machen wollte und es war total schön gewesen. Danach saßen wir noch mit den zwei Krankenschwestern zusammen und haben geredet und auch viel gelacht :D. Das war auch total angenehmen gewesen. Abends wurden dann noch ein Filmabend zusammen gemacht und irgendwann bin ich dann auch tot müde ins Bett gefallen. Das Wochenende ist komplett frei und auch viele sind heute nach Hause gefahren, sodass wir bis morgen Abend nur noch ganz Wenige auf Station sind. Ich bekam heute Besuch von meinen Eltern und durfte in Begleitung von ihnen ein paar Stunden in die Stadt gehen, was auch sehr schön war. Ich hab einfach auch irgendwie viel Heimweh und deswegen war es total schön, dass sie hier waren. Heute morgen hab ich noch mit ein paar Anderen zusammen gesessen und eine Mitpatientin hat mir sogar die Haare gemacht ( sie ist nämlich Frisörin ;) ).
Obwohl der Start hier etwas schwierig und blöd war, bin ich doch recht gut angekommen und fühl mich immer wohler hier. Ich habe auch schon ein wenig Anschluss gefunden, sodass ich auch nicht so alleine bin. Zusammen gefasst bin ich sehr glücklich darüber, wie es bis jetzt gelaufen sind und meine Ängste, die ich in meinem letzten Post beschrieben habe sind fast komplett weg.
Irgendwann schreibe ich auch noch einen Post dazu, was meine Ängste waren und wie es dann wirklich gelaufen ist :).
Ich wünsche euch noch ein schönes Wochenende! :)
Ganz liebe Grüße,
Karo :)