Sonntag, 24. April 2016

Die Idee hinter meinem Blog... und warum ich sie verloren habe

Hallo ihr Lieben,

Ich hatte gestern einen richtigen Tiefpunkt im Bezug auf meinen Blog. Ich wollte ihn einfach löschen, weil er mir zu viel war und ich ihn nicht mehr mochte. Wie ihr seht, habe ich es nicht getan. Ich musste lange überlegen, warum ich jetzt plötzlich meinen Blog nicht mehr haben wollte. Irgendwann kam ich dann darauf: Ich schreibe nicht mehr das, was ich möchte und was in mir vorgeht, sondern schreibe nur noch das, was ich denke, dass andere lesen möchten. Und so sollte es nicht sein, denn dafür habe ich mir den Blog nicht erstellt. Die Idee hinter meinem Blog war, dass ich alles was in mir vor geht, dorthin schreiben kann, einfach wie ein Tagebuch. Zuallererst sollte der Blog mir helfen, meine Gedanken zu ordnen, ein Hilfsmittel sein um einfach alles aufschreiben zu können und erst dann vielleicht eine Hilfe für Andere zu sein oder einfach ein Blog, den andere gerne lesen. 
Das war meine Idee hinter dem Blog und leider habe ich die völlig außen vor gelassen in der letzten Zeit. Ich dachte nie, dass wirklich irgendjemand meinen Blog liest und vielleicht auch mag. Durch meine Umfrage vor ein paar Monaten, weiß ich jetzt, dass ein paar Menschen ihn wirklich lesen und das hat mich sozusagen von meiner Idee weg gebracht. Ich glaube nicht, dass ich mit meiner jetzigen Therapeutin mal darüber gesprochen habe, aber aufjedenfall erinnere ich mich an ein Gespräch mit meiner Therapeutin, die ich vor 3,5 Jahren hatte. Es ging darum, dass ich immer versuche es allen Menschen recht zu machen, sodass so wenig wie möglich Probleme auftreten und im besten Fall man mich vielleicht sogar mag. Ich verstelle mich also sehr und denke nicht mehr darüber nach, was für mich das Beste ist, sondern nur noch darüber, wie ich es den Anderen recht machen kann. Das ist ein ganz schlechtes Verhaltensmuster, was ich aus meiner Vergangenheit habe. Damals war es schon fast überlebenswichtig, immer dass zu tun, was andere von mir erwarten oder möchten. Heute sollte ich das aber nicht mehr tun. Ich habe wirklich durch die Therapien gelernt, mehr ich selbst zu sein und zu mir zu stehen. 
Aber irgendwie habe ich das ganze auf meinem Blog in den letzten Monaten vergessen. In der Annahme, dass niemand mich liest, konnte ich ganz frei sein und ich selbst sein, aber nach der Umfrage, habe ich ganz unbewusst angefangen, mich wieder anzupassen. Mir war das bis gestern nicht wirklich bewusst, ich habe einfach nur gemerkt, dass ich immer unzufriedener wurde. Wenn man meine Posts ein wenig vergleicht fällt auf, dass ich im Moment nichts negatives mehr schreibe, sondern immer nur positives. Ich schreibe nicht mehr, wie es mir geht oder was in mir vor geht, sondern überlege mir nur noch Themen für Posts. Ich habe in den letzten Monaten mir vor jedem Blogpost überlegt: Möchte das jemand lesen? Ist es auch interessant genug? Sind die Themen auch ansprechend?  Wird es den Lesern auch gefallen? Und so weiter...
Ich habe mich komplett verstellt und nur noch solche Posts geschrieben, weil ich dachte, dass die besser "ankommen" würden und wurde damit immer unglücklicher. Natürlich waren die Themen, die ich wählte, mir sehr wichtig, haben mir auch Spaß gemacht zu schreiben und gehören definitiv hier hin, aber es fehlte einfach das, wofür ich meine Blog in erster Linie erstellt habe: meine Gedanken. So oft passierte es mir, dass ich dachte: Ich möchte das jetzt gerne aufschreiben, weil es eben zu mir gehört. Doch ich habe es dann gelassen aus Angst, dass es eben nicht gut ankommt oder sogar als nervend empfunden wird. 
Nein, so soll es in Zukunft hier nicht weiter gehen!
Ich möchte das ab sofort wieder ändern.
 Ich habe mir wieder verinnerlicht, dass es nicht darauf ankommt, was andere hier von denken, sondern dass es nur wichtig ist, was ich davon halte und was ich hier mit dem Blog machen möchte. Ich möchte mich wieder auf meine Idee besinnen und wieder viel offener und ehrlicher über mich und meine Gedanken schreiben, sodass ich auch wieder glücklicher mit meinem Blog werde. 
Natürlich wird es auch weiterhin Themenposts geben, weil es Dinge sind, die mich auch beschäftigen, aber es soll auch wieder mein Tagebuch werden, unabhängig davon, was andere vielleicht lesen möchten. 
Jetzt, da mir das klar geworden ist, möchte ich es gerne wieder ändern.
Es soll wieder persönlicher und mehr "Ich" werden und ich hoffe natürlich, dass es trotzdem immer noch Menschen geben wird, die mich gerne lesen und die meinen Blog vielleicht auch mögen. 
Es soll einfach wieder Karo's Tagebuch werden.

Liebe Grüße,
eure Karo :) 


Kommentare:

  1. Find ich gut, dass du das so machst und dass du das so reflektieren kannst. <3

    Ich glaube, nur deshalb macht uns Beziehungstat immer noch Spaß - weil wir wirklich nur das bloggen, was wir wollen. :)

    Und ich lese dich immer gerne, auch wenn es negative Dinge sind - das bist einfach du, und verbiegen solltest du dich für Leser ganz bestimmt nicht. <3

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  2. Vielen, vielen dank für deinen Kommentar ! <3 Für mich bdeutet es so viel, dass du mich (trotzdem) gerne liest ! Einfach das mal zu hören, bedeutet mir viel und stärkt mich auch in meiner Entscheidung, also vielen dank ! <3

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