Montag, 18. Januar 2016

eine kurze Rezension von "Sein Artist" - tief beeindruckend und wunderschön

Hallo ihr Lieben,

heute gibt es mal wieder eine Renzension und zwar von "Sein Artist" von der lieben Alexandra Dichtler. Ich habe das Buch von ihr zugeschickt bekommen und bin ihr sehr dankbar dafür! Ich habe das Buch gerade eben erst fertig gelesen und bin noch immer tief beeindruckt und auch teilweise aufgewühlt, durcheinander. 

Es geht in "Sein Artist" um den Lehrer Julius Brück, der ein zurückgezogenes Leben führt, der durch einen etwas unschönen Zufall, unerwartet seinen ehemaligen Schüler Leonid trifft. Beide fühlen sich hingezogen zu einander, und der junge Leonid erinnert Julius auf merkwürdigeweise an Claudia und Friedrich, die einzigen Menschen, denen er jemals nahe kam, die aber unter tragischen Umständen starben. 

"Sein Artist" ist ein Kunstwerk, dass man nicht einfach so mal zwischen durch lesen kann. Es ist anspruchsvoll, aber es lohnt sich sehr. Schon nach der ersten Seite des Buches ist man hinein gezogen in seinen Bann. Das Thema ist etwas ausgefallen, alleine schon eine Schüler-Lehrer-Beziehung( obgleich es ein ehemaliger Schüler ist)   und dann der damit verbundene sehr hohe Altersunterschied. Alexandra Dichtler schafft es wieder mal das Thema des Buches sensibel, einfühlsam und ebenso realistisch überzeugend darzustellen. Die Charaktere sind sehr unterschiedlich und doch ergänzen sie sich perfekt und sind lebendig. Das Buch bietet harte, schwierige Momente, aber auch lustige, liebevolle und gefühlvolle Momente, die das Buch zu etwas ganz Besonderem machen. Ich persönlich konnte mitlachen, mitlieben und auch mit weinen, was "Sein Artist" für mich zu einem perfekten Buch macht. Auch das schwierige Thema des Buches stört mich überhaupt nicht, da die Autorin das ganze sehr schön "verpackt".  Ich habe schon bei ihrem anderen Buch " Schwester golden, Bruder aus Stein" ihren Schreibstil geliebt und wurde auch bei "Sein Artist" nicht enttäuscht, sondern einmal mehr, völlig begeistert und von ihren Künsten als Autorin überzeugt. Alexandra Dichtler schafft es mal wieder aus vielen schwierigen Komponenten , da wäre die Beziehung, Todesfälle, Liebe, Intersexualität und vieles mehr, bei denen jeder Andere verzweifeln würde, eine glaubhafte, nachvollziehbare und liebenwürdige Geschichte zu erschaffen, die einen nicht mehr los lässt und einen fasziniert. 
Ich danke der Autorin für dieses wunderschöne Buch, dass mich tief berührt und beeindruckt hat! Ich kann es nur wirklich jedem empfehlen, aber man muss sich im klaren sein, dass es keine leichte Lektüre ist, aber wenn man sich drauf einlässt, wird man bestimmt nicht enttäuscht!

Liebe Grüße,
eure Karo :)

Sonntag, 10. Januar 2016

104 Ängste - Blogideekasten :)

Hallo ihr Lieben,

Heute kommt endlich mal wieder ein Beitrag für den Blogideekasten. Das Thema für diese Runde ist Ängste und ich denke, ich kann da ganz gut mitreden ;)

Ängste können ganz verschieden sein. Jeder Mensch hat bestimmte Ängste irgendwann mal in seinem Leben und das ist normal und gehört natürlich zum Leben dazu. Viele Ängste sind ja auch wichtig, denn sie schützen uns und somit erkennen wir potenzielle Gefahren. Aber doch gibt es Ängste, die einem nicht helfen, sondern einem nur alles erschweren und auch krankhaft sind. Ich leide unter solchen Ängsten und davon möchte ich euch heute gerne ein wenig erzählen. Ich werde hier nicht all meine Änsgte auflisten, weil das viel zu viel werden würde, aber ein paar möchte ich hier mal nennen.
Zuerst möchte ich anfangen mit Ängsten, die viele Menschen bestimmt irgendwann in ihrem Leben mal für eine kurze Zeit haben, die bei mir aber seit Jahren oder gar schon seit ich denken kann, bestehen. Zum Beispiel Zukunftsangst, an der ich schon sehr lange leide. Ich habe Angst um meine Zukunft und wie das alles weiter gehen soll. Schon während meiner Schulzeit hatte ich so starke Angst, was passieren wird in der Zukunft und wie ich das alles nur schaffen soll.
 Auch seit meiner Schulzeit beschäftigt mich sehr der Leistungsdruck oder auch die Angst zu Versagen. Ich möchte immer alles perfekt machen und alles können und setze mich deswegen selbst sehr unter Druck. Ich kann es fast nicht aushalten in irgendeiner Art zu versagen und das ganze ist mir immer sehr peinlich und unangenehm. Leider habe ich in vielen Dingen im Leben versagt aufgrund meiner psychischen Erkrankungen ( was aber eigentlich nicht meine Schuld war, sondern einfach so ist.) und das ganze steigert nur noch mehr den Druck und die hohen Anforderungen an einen selbst. 
Das nächste was ich hier aufführen möchte sind die Verlustängste. Ich litt darunter schon als Kind und das hält noch immer an.Verlustängste ist ein großes Thema, welches viele Facetten hat und ich möchte hier meine Auslegung davon erzählen, auch wenn es für manche nicht richtig Verlustängste sind. Verlustangst ist am häufigsten die Angst, den Partner, Familienmitglieder, den Job oder ähnliches, auch manchmal materielle Dinge zu verlieren. Ich habe Angst Menschen zu verlieren aus meinem Leben, egal ob es durch Tod, meine Schuld oder sonst wie ist. Ich kann es nur schwer aushalten, wenn zum Beispiel Menschen, die ich sehr mag, mich "verlassen". Ich habe viele Freunde verloren und das hat das ganze nur noch verstärkt. Ich habe auch immer Angst, dass sich wegen mir Menschen von mir distanziert. Auch habe ich Angst davor, dass jemandem aus meiner Familie was passiert, was besonders schlimm geworden ist, nach dem mein Opa vor 3 Jahren plötzlich gestorben ist. Auch zählt dazu, die Angst davor, dass ich allein gelassen werde und dann nicht mehr zurecht komme.
Irgendwie kann ich nicht richtig erklären, wie es ist so eine Angst zu haben, also tut mir leid, wenn die Erklärungen etwas komisch sind, denn es ist sehr schwierig.
Alleine raus gehen, ist für mich im moment sehr schwierig und hat teilweise mit der sozialen Phobie ( die ich später noch ausführlicher beschreiben möchte), aber auch mit der Angst vor Angriffen bzw Übergriffen. 
Außerdem habe ich Angst vorm Autofahren, egal ob selbst oder mit jemanden, da ich schon Autounfälle miterlebt habe. 

Ein ganz großes Thema in meinem Leben spielt die Soziale Phobie, an der ich schon als Kind gelitten habe, die aber immer stärke im laufe der Jahre wurde. Sie ist eine Angststörung und zeigt sich in verschiedenen Bereichen.
Soziale Phobien beziehen sich auf Handlungen von einem selbst, die eine Drittperson sehen oder sogar kritisieren könnte. Also allgemein gesagt, man hat Angst etwas falsches zu machen oder etwas zu machen, dass als falsch bei einer anderen Person angesehen wird und man somit plötzlich im Fokus steht. Als sozial Phobiker will man einfach nicht auffallen oder gar überhaupt gesehen werden und wahr genommen werden. Das äußert sich schon in den einfachsten Dingen, die viele Menschen als selbstverständlich sehen. Ich habe Angst mit anderen Menschen zu reden, auch wenn ich sie gut kenne, und überlege mir jede Antwort, die ich gebe ( sei es auch nur ja oder nein) sehr genau und spiele alles im Kopf durch, was durch meine Antwort passieren könnte oder was das Gegenüber sagen könnte. So spiele ich ganze Dialoge vorher im Kopf ab. Das ganze fällt eigentlich überhaupt nicht auf, weil ich so sehr geübt darin bin und das sehr schnell geht. Reden kann ich nur mit mir bekannten Personen und dann setzt ich das vorhin genannte Schema noch ein. Es gibt nur eine handvoll Personen, mit denen ich ganz frei reden kann , ohne diese Ängste. Sogar bei vielen Familienmitgliedern habe ich noch solche Angst. Die ganze soziale Phobie beruht eigentlich darauf, dass man Angst hat was falsches zu sagen, zu tun oder falsch zu reagieren. Sprechen ist wie schon genannt ein ganz großes Problem bei mir. Ich telefoniere in der regel nicht, nur mit meiner Freundin Laura und meiner Mama, ansonsten mit niemandem. Auch Alltagsdinge wie zum Beispiel zum  Bäcker oder essen zu gehen und was zu bestellen kann ich einfach nicht. Genauso kann ich auch nicht antworten, wenn ich plötzlich von irgendwem angesprochen werde. Auch in der Öffentlichkeit mit mir bekannten Personen reden kann ich nicht gut, da ich Angst habe, dass andere mir zu hören könnten und natürlich auch, dass ich was falsches sage. Ich halte mich auch nicht gerne in der Öffentlichkeit auf und vermeide es, irgendwo zu sein, wo viele Menschen sind. Auch kann ich nicht vor mehreren Menschen sprechen, sei es auch nur 3 Personen. Es gibt so viele Situationen, in denen ich Angst habe wegen der sozialen Phobie. Diese kann ich nicht alle nennen, weil das wirklich viel zu viele wären, aber vorher habe ich eine kleine Auswahl genannt, damit ihr einen kleinen Eindruck davon habt. 

Ängste sind dafür da, uns zu schützen vor Gefahren, wie zum Beispiel ganz krass gesagt, wenn ein gefährliches Tier uns begegnet. Dann ist die Angst nützlich um uns zu schützen und zur Flucht zu bringen. Aber die Ängste, die ich hier aufgelistet habe, sind alles keine realen Gefahren, besonders nicht bei der sozialen Phobie. Ich werde nicht sterben, wenn ich etwas falsche sage oder mache. Es wird einfach nichts schlimmes passieren, also sind diese Ängste unbegründet und falsch. Ängste entstehen im Kopf und können auch mit Therapien und Übungen, auch wieder aus dem Kopf vertrieben werden. Und das versuche in im moment unter anderem in meiner Therapie. Ich habe schon ein paar kleine Fortschritte gemacht und hoffe irgendwann ganz von diesen Ängsten befreit zu sein.

So ein dickes Dankeschön für alle, die bis hier hin mit Lesen durchgehalten haben ;) 
Falls noch irgendwelche Fragen bestehen, stellt sie ruhig gerne in den Kommentaren.

Liebe Grüße,
eure Karo :)