Samstag, 23. Mai 2015

Achtsamkeit + Verstand und Gefühle :)

Hallo ihr Lieben :)

Ich habe mich dazu entschlossen, eine neue Reihe zu starten und zwar zum Thema DBT ( = Dialektisch Behaviorale Therapie). Hört sich erstmal komisch an, aber gemeint ist damit. eine Reihe, die über meine Skillsgruppe erzählt. Die Skillsgruppe basiert nämlich auf DBT. 

Am Donnerstag fingen wir mit unserem ersten Thema an: Achtsamkeit :)

Was versteht man denn eigentlich unter Achtsamkeit?
Achtsamkeit ist, wenn man sich nur mit dem Hier und Jetzt beschäftigt und nicht über die Zukunft oder Vergangenheit nachdenkt. In der Achtsamkeit lernt man, wieder alles um sich herum wahrzunehmen und seinen  Fokus auf sich und seine Umgebung zu legen. Also nach dem Motto "Was passiert mit mir? Und was passiert um mich herum gerade jetzt?". Gerade Menschen, die in einer Depressionen stecken, nehmen nichts mehr um sich herum wahr und nehmen auch sich selbst nicht mehr wahr. Als Beispiel habe ich zwei Übungen der Achtsamkeit, die ich noch aus der PTK kenne, ausgesucht. Bei der einen, die sehr häufig für Meditationen genutzt wird, blendet man alles so gut wie möglich aus und konzentriert sich nur auf seinen Atem. Also nur Einatmen und Ausatmen, und so sich selbst wieder etwas wahrnehmen. Die andere Übung musste ich oftmals in Akutsituation nach der  Einnahme von Atosil machen. Ich habe sie oft draußen  an der frischen Luft gemacht, aber man kann sie natürlich auch drinnen machen. Man schaut sich in seiner Umgebung genau um und sucht sich einen Gegenstand aus, den man sehr genau beobachtet und in Gedanken beschreibt. Draußen im Garten der PTK stand ein großes Vogelhäuschen, was ich mir öfters ausgesucht hatte. Dadurch soll man ruhiger werden und auch die Wahrnehmung schulen. 

Wir begannen am Donnerstag mit dem Themenblock "Innere Achtsamkeit":
Auf meinen Unterlagen steht: "Es geht darum sich seiner Selbst gewahr zu werden, d.h. bewusst Kontrolle zu erleben über Gedanken, Gefühle, Handlungen, den Körper und die Situation." 
Wir begannen das Ganze, in dem wir über Gefühle und Gedanken gesprochen haben, also Verstand und Gefühl. 
Gefühl und Verstand bestehen nebeneinander, und haben normalerweise eine Schnittmenge, die Intuitives Wissen und Verstehen genannt wird. Wenn dieser Schnittbereich vorhanden ist, spricht man von seelischer Gesundheit. Psychisch Erkrankte haben dies oftmals nicht und so entstehen innerlich auch Konflikte. Meistens definieren wir Menschen auch nicht, welches Gefühl wir im Moment haben und vorallem ordnen wir es auch nicht Gedanken zu. Das soll man durch diese Einheit lernen. Zu erst aber mal muss die Gefühle benennen  können und das fällt mir unglaublich schwer. Viele Menschen verdrängen einfach eins der Beiden oder beides, sodass sie niemals auf eine seelische Gesundheit kommen können. Natürlich werden Verstand und Gefühl niemals immer gleich sein. Aber es hilft schon, wenn man sie benennen kann, also "Im Augenblick habe ich dieses Gefühl" und "Im Augenblick habe ich diesen Gedanken."
Jeder sollte nachher auch ein Beispiel für so einen inneren Konflikt finden. Ich hatte sehr, sehr viele Ideen, bei denen das bei mir oft auftritt, aber zum Schluss entschied ich mich für ein einfaches Beispiel: Mein Verstand sagt mir, dass ich in der Gruppentherapie offen sprechen kann und auch meine Probleme genauso wichtig sind, wie die der anderen. Mein gefühl sagte mir, dass die anderen viel Schlimmer dran sind und wirklich Probleme haben und ich mich nicht so anstellen sollte, mit meinen Miniproblemen... Typisch Karo...

Liebe Grüße und ich wünsche euch eine schönes Wochenende! :)

eure Karo :) 


 

Dienstag, 19. Mai 2015

Update 2.0 oder besser: Karo lebt noch ;)

Hallo ihr Lieben :) 

Ich weiß, ich habe mich seit Ewigkeiten nicht gemeldet... Ich musste grade erstmal selbst nachlesen, wodrüber der letzte Info-Post ging, der ürbigens am 28. März war.... 
Erstmal möchte ich erklären, warum ich solange nicht mehr gebloggt habe.  In der letzten Zeit geht es mir sehr, sehr schlecht. Ich kämpfe im Moment wirklich nur ums Überleben. Sonst zählt im Moment nichts. Jeden Tag geht es darum, den Tag einfach irgendwie zu überstehen. Ich kann einfach nicht mehr. Ständig habe ich den Gedanken im Kopf, dass ich einfach aufgeben sollte. Ich kämpfe also wieder mit Suizidgedanken, leider ziemlich starken. Ich will darüber aber nicht ins Detail gehen. 
Es hat sich in diesem Monat vieles verändert. Wie damals schon gesagt sollte ich in der WfB ( Werkstatt für Behinderte) anfangen, was ich auch am 1. April gemacht habe. Das Ganze habe ich letzte Woche abgebrochen, weil es mir zu viel geworden ist. Ich konnte einfach nicht mehr. Das lag aber nicht an der Arbeit dort, denn die war wirklich mehr als einfach, sondern einfach an meiner ganzen Situation und auch der psychichen Instabilität. 
Ich glaube ich habe noch nie hier meine neue Therapeutin erwähnt. Ich habe einfach solches Glück sie gefunden zu haben! Ich komme total gut mit ihr aus und vorallem ich kann ihr voll und ganz vertrauen... Und sie glaubt mir. Oft musste ich erfahren, dass wenn ich mich mal öffnete, mir niemand glauben wollte, deswegen ist dieser Punkt mir sehr wichtig. Im Moment habe ich meistens zweimal die Woche Therapie bei ihr, weil sie die Abstände nicht so groß halten will, da ich ja im Moment so instabil bin. Ich habe auch großes Glück mit ihr, denn normalerweise, nachdem was ich ihr anvertraut habe in Bezug auf Suizid, wäre es ihre Pflicht gewesen, mich direkt einweisen zu lassen. Da ich das aber nicht will, tut sie das auch nicht. Ich muss halt nach jeder Therapiestunde ihr einen Nonsuizid-Vertrag unterschreiben... 
Außerdem hat die ambulante Skillsgruppe beim Lieblingsmenschen angefangen!!! *____* Die Gruppe ist super lieb und vorallem waren 5/9 Leuten gleichzeitig mit mir in der PTK ;) Zusätzlich habe ich zu meinen zweimal Therapie bei meiner Therapeutin, nun auch Donnerstags die Skillsgruppe. Ich habe mich von meiner Therapeutin, dem Lieblingsmenschen und Freunden überreden lassen, in eine Spezialklinik zu gehen. Meine Therapeutin hat mich auf verschiedene Wartelisten quer durch Deutschland setzen gelassen. 
So ich denke, dass war mal der Anfang :) Ich möchte jetzt unabhängig wie es mir geht, wieder öfters bloggen, auch wenn es nur kurze Posts sind. Mal sehen, ob es funktioniert ;)

Liebe Grüße, 
eure Karo :)