Dienstag, 31. März 2015

Depressionen

Heute starte ich meine neue Reihe Erkrankungen. Und zwar wollte ich in dieser dreiteiligen Reihe über meine Diagnosen erzählen, berichten und auch aufklären. Heute starten wir mit dem Thema Depressionen.

Depressionen kennt jeder von euch sicherlich, da es in den Medien oft genug thematisiert wird. Doch ich finde, dass es teilweise falsch dargestellt wird und auch nie so wirklich berichtet wird, wie es den einzelnen Betroffenen wirklich geht. Deshalb möchte ich euch heute erklären, wie ich die Depressionen erlebe und was das denn so ist. 
Ca 16 Millionen Menschen in Deutschland leiden unter Depressionen und es werden immer mehr. Depressionen zählen unter anderem zu den neuen Volkskrankheiten in unserer Welt. 

Wie machen sich Depressionen bemerkbar? 
Depressionen beschreiben viele Menschen als ein tiefes Loch, in das sie fallen und nicht mehr heraus kommen. Betroffene beschreiben den Zustand auch, als würden die Gefühle eingeengt, sodass man nicht mehr wirklich viel empfinden kann. Die Stimmung verschlechtert sich zunehmends immer mehr, sodass Menschen, die in einer tiefen und schweren Depression sind, oft keinen Sinn mehr in ihrem Leben sehen. Man empfindet keine wirkliche Freude mehr und Ablenkungsversuche scheitern oft. Während einer Depression verfallen die Menschen in einen "Grübelzustand", sodass sie über viele Dinger nachdenken, was die Situation noch verschlimmert. Umgangssprachlich ausgedrückt bedeutet das, dass es den Menschen richtig schlecht geht und sie durch negative Gedanken, die dann hoch kommen, ihren Zustand noch verschlechtern. Das machen die Menschen nun mal nicht bewusst, sondern wenn man an nichts mehr Freude hat, kommen automatisch alle negativem Gedanken hoch. Depressionen kann man zwar therapieren, aber es ist nie ausgeschlossen, dass sie nicht wieder zurückkehren. Jedoch habe ich durch meine Erfahrungen in der Tagesklinik von vielen Patienten gehört, die mehrmals schon Depressionsphasen mit gemacht haben, dass es für sie leichter ist, da sie wissen aus Erfahrung, wie sie mit der Depression umgehen können. Das kann natürlich nicht auf jeden Menschen zu treffen, sondern das sind nur meine Erfahrungen aus der PTK ;)

 Wie empfinde ich meine Depression?
 Ich hatte schon mehrere Depressionsphasen, wobei ich mich gerade wieder in einer befinde. Ich beschreibe es immer, als würde ich in einem tiefen Loch sitzen und nicht mehr raus kommen. Über mir sind alle anderen Menschen und erfreuen sich am Leben und haben Spaß, doch ich kann nicht daran teilhaben. Mir geht es in einer Depression oftmals so schlecht, dass ich sogar keine Musik und auch kein Fernsehen ertrage. Ich möchte dann nur in meinem Bett liegen und einfach meine Ruhe haben. Es ist ein komisches Gefühl, wenn man keine Freude mehr empfinden kann und einfach einem alles egal ist. Durch diesen "Egal-Zustand" bezweifelt man auch, warum man überhaupt noch leben sollte, da es keinen Sinn mehr gibt. Man fängt an keinen Sinn mehr zu sehen und dann hilft es auch nicht, von anderen aufgezählt zu bekommen, warum es sich lohnt zu leben, da man selbst diese Dinge nicht mehr als lebenswert wahr nimmt. Außerdem fehlt einem die Kraft und der Antrieb, für irgendwelche Dinge zu erledigen oder auch nur seinen normalen Alltag zu bestreiten. Man sitzt einfach in diesem tiefen Loch fest. 

Was kann helfen während einer Depression?
Man kann nicht pauschal sagen, was helfen kann. Natürlich gibt es Medikamente, die die Depression lindern können. Jeder Betroffene muss für sich selbst erkennen und merken, was ihm gut tut und was er machen kann. 

Ich hoffe mein Post heute hat euch gefallen :) 
Liebe Grüße,
eure Karo :)

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