Donnerstag, 31. Dezember 2015

Mein letzter Post für dieses Jahr ;) Dankbarkeit :)

Hallo ihr Lieben,

nach einer Ewigkeit gibt es jetzt auch von mir einen neuen Blogpost. Gerade in der Weihnachtszeit ist mir aufgefallen, dass wir beziehungsweise ich es doch eigentlich ganz gut haben. Ganz unabhängig davon, was mir alles Schlimmes in meinem Leben passiert ist. Heute ist Silvester und das alte Jahr endet und das hier ist eigentlich ein schöner Abschluss für das Jahr und als letzter Post.   Deswegen habe ich mir heute überlegt, einen Post darüber zu machen, wofür ich in meinem Leben dankbar bin. 

Zu aller erst bin ich dankbar für meine Familie. Für meine Oma und Opa, bei denen ich aufgewachsen bin und die alles für mich getan haben. Für meine Cousine  Cousins. Ich bin auch dankbar für meine Tante, die mir besonders vor und während der Tagesklinik Zeit oft Mut gemacht hat und mir sehr geholfen hat. 

Teilweise hasse ich es psychisch krank zu sein, aber ich sollte auch mal dankbar dafür sein. Und ja ich weiß. wie blöd sich das gerade anhört ;) Ich bin dankbar, weil ich ohne diese Erkrankungen, niemals in der Tagesklinik gewesen wäre, und so niemals all diese wundervollen und tollen Menschen kennen gelernt hätte, von den manche sogar richtig gute Freunde geworden sind. 

Ich bin dankbar dafür, dass meine Familie, Freunde und ich soweit gesund sind. 

Auch dankbar bin ich für meine Katze . Sie hilft mir auch sehr und ich liebe sie sehr. Sie ist einfach die beste Katze auf der Welt ;) .

Ich bin dankbar für meine Freunde, auch wenn es nur eine Handvoll sind. Aber ich weiß, ich kann mich immer auf sie verlassen und sie auch genauso auf mich. 

So, so dankbar bin ich für meine Freundin Laura! Wir sind jetzt fast 3 Jahre zusammen und ich geniesse so sehr die Zeit mit ihr. Ich kann ihr alles anvertrauen und sie ist immer für mich da. Oftmals muss sie wegen meiner Erkrankungen zurück stecken und das tut mir sehr , sehr leid. Doch trotzdem bleibt sie bei mir und steht zu mir. Vielen , vielen Dank!
Ich bin auch für Lauras Familie, dankbar, beziehungsweise dankbar, dass ich sie kennen lernen durfte. Ich war bis jetzt zwei mal bei ihnen gewesen und habe mich jedes mal direkt wohl gefühlt und auch irgendwie als Teil der Familie gefühlt. Es war immer sehr schön da gewesen und ich freue mich immer sehr, wenn sie nach mir fragen oder mir liebe Grüße ausrichten lassen. Also falls ihr das lest, vielen dank und liebe grüße! :)

Ich bin auch dankbar für meine jetzige Therapeutin, da ich ihr voll und ganz vertrauen kann und ich zumindest das Gefühl habe, dass wir richtig toll miteinander arbeiten können und das wir uns sehr gut verstehen. Sie geht immer sehr auf mich ein und erleichtert mir auch vieles, alleine schon, wenn ich nicht richtig antworten kann. Also Danke :) 

Es gibt noch so viele Dinge, für die ich dankbar bin, aber da würde ich nie fertig werden ;) Das ist mal ein Anfang.

Ich wünsche euch allen ein frohes neues Jahr mit viel Glück, Liebe und Gesundheit!

Liebe Grüße, eure Karo :)

Samstag, 31. Oktober 2015

161 - Teufelskreis Blogideekasten

Hallo ihr Lieben, 

Pünktlich zum Fristende heute gibt es meinen Beitrag zum Blogideekasten. Teufelskreis ist das Thema. 
Teufelskreise können vieles sein. Ich habe mir heute ein Thema überlegt, dass nicht sehr oft angesprochen wird. Selbstverletzendes Verhalten.
Wie ich schon auf meinem Blog gesagt habe, mache ich das ja auch selbst und deswegen betrifft es mich auch. 
Viele Menschen, die erstmal davon hören finden es eklig, dumm, bescheuert, abstoßend und können die Menschen einfach nicht verstehen. Das ist eine Erkrankung und auch in gewisserweise eine Sucht, aber leider auch ein Teufelskreis. Man verletzt sich selbst um Druck abzubauen, sich zu bestrafen, sich wieder zu spüren und vieles mehr. Ich kann nur aus meiner persönlichen Sicht sprechen und nicht für Andere, aber für mich ist dieses Verhalten eine Art Teufelskreis. Ich weiß grade nicht so genau, wie ich euch das alles irgendwie begreiflich machen soll, da Menschen, die das nicht tun, alles nur schwer nachvollziehen können oder auch garnicht verstehen. Aber ich versuche es mal. 
Meistens verletze ich mich als Druckabbau und versuche immer alles Mögliche zu tun um es zu vermeiden, wie zum Beispiel mit Skills. Doch wenn es garnicht mehr geht, verletze ich mich selbst. In dieser Situation geht es mir sehr, sehr schlecht und nach dem Verletzen kommt eine Art Erleichterung und es geht mir kurzzeitig besser. Doch wie gesagt nur kurzzeitig. Danach geht es mir doch wieder schlechter, weil ich mich selbst dafür hasse, dass ich es doch wieder nicht geschafft habe. Das zieht mich dann immer sehr runter und hält auch lange an. Meistens endet das Ganze dann wieder in einer Selbstverletzung, weil es mir wieder sehr schlecht geht oder der Hass auf mich zu groß ist. Das meinte ich mit einem Teufelskreis. Das Ganze wiederholt sich also immer wieder.
Ich hoffe das niemand, der das jetzt liest, mich verurteilt oder sonst etwas. Für mich ist das Ganze ein sehr persönlicher Beitrag, weil ich nicht gerne darüber rede und so etwas über mich preisgebe, weil man macht sich doch angreifbar damit.

Liebe Grüße,
eure Karo :)
 

Montag, 5. Oktober 2015

36 - Erwartungen :) Blogideekasten :)

Hallo ihr Lieben :)

Das nächste Stichwort ist gezogen und es ist : Erwartungen.

Zuerst mal, Erwartungen hat jeder. 
Erwartungen an sich selbst, an Andere, an seine Umgebung und an die Umwelt. Man kann fast garnicht garnix erwarten.  Doch man kann ein wenig steuern, was man erwartet und ob es realistisch ist oder nicht. Mir fällt dazu ein Thema meiner Skillsgruppe ein: Erwartungshaltungen. 
Man erwartet oft viel zu viel oder viel zu wenig und wird dann enttäuscht. Besonders hat man oft viel zu hohe Erwartungen an sich selbst. Ich, für meinen Teil, erwarte von mir immer, dass ich perfekt sein muss und alles ohne Fehler schaffen muss. Totaler Blödsinn ehrlich gesagt. Logischerweise mache ich wie jeder Mensch Fehler und bin natürlich nicht perfekt. Das fördert dann immer den Hass auf mich selbst. Ich habe einfach viel zu hohe Erwartungen an mich, die überhaupt nicht realistisch sind und die mir schaden. Doch vielen Menschen geht es so. Viele streben nach Perfektion, aber werden es nie erreichen, denn wie gesagt: niemand ist perfekt, und das ist auch gut so! 
Realistische Erwartungen ist das Schlüsselwort. Ich erwarte ja auch nicht von anderen, dass sie perfekt sind, sondern finde es auch schön, dass sie es nicht sind. Aber von mir erwarte ich das. Man muss einfach ein gesundes Maß finden. Man muss einfach an sich selbst glauben und im gesunden Maße Erwartungen an sich stellen.
Was genauso schlimm ist, ist wenn man zu negative Erwartungen hat. Wenn man immer nur schlechtes erwartet, ist es auch nicht verwunderlich, dass mal was schlechtes passiert. Vieles kann man über seine eigene Körpersprache und Gedanken lenken und ein wenig steuern. Wenn ich zum Beispiel schon mit dem Gedanken" ich versage bestimmt" oder "ich bekomme den Job sowieso nicht" in ein Vorstellungsgespräch gehe, wirke ich leider auch so.Wie gesagt, man sollte immer sich selbst realistisch einschätzen. Das fällt mir immer sehr schwer und das muss ich leider noch lernen. Ich bin jemand der immer die Erwartung hat, dass mir nichts gutes gelingen wird oder auch das ich nichts kann und nichts schaffe. Sogar meine eigenen Blogeinträge finde ich total schlecht und ich erwarte sowieso, dass niemand meine Blogpost wirklich liest. Negative Erwartungen über mich und meine Fähigkeiten machen mir das Leben sehr schwer, und ich bin sicher, dass es vielen anderen Menschen auch so geht. Ich versuche in meinen Therapien, meine Erwartungen an mich selbst zu ändern. Mal sehen, ob es was bringt ;)
Ich wünsche mir von jedem, der das liest, dass er seine eigenen Erwartungen an sich selbst nochmals überdenkt und vielleicht auch korrigieren kann. Niemand ist perfekt! :)

Liebe Grüße,
eure Karo :) 

Mittwoch, 16. September 2015

Blogideekasten : 28 - Menschen und ihr Einfluss auf dein Leben :)

Hallo ihr Lieben , 

So heute kommt mein Beitrag zum Blogideekasten ! 
Irgendwie finde ich das Thema etwas schwierig, weil es doch sehr komplex ist. Ich habe mir, um das Thema etwas konkreter zu machen, überlegt, dass ich für mich denke, wer hat dein Leben am meisten geprägt.Vorallem aber auch möchte ich nicht einfach die Theorie erzählen, wie Menschen einen beeinflussen, sondern ich möchte genau von mir erzählen, wer diese Menschen für mich sind! 

 Meine Großeltern haben einen großen Einfluss auf mein Leben, da sie im Haus wohnen/wohnten und ich bei ihnen sozusagen aufgewachsen bin. Sie haben mir viel geholfen und mich auch immer unterstützt und auch in schweren Zeiten waren sie immer für mich da! :) 
Einen großen Einfluss auf mein Leben hatten die Therapeuten und die Patienten der Tagesklinik auf mich. Dort habe ich mich so sehr positiv verändert und ich bin sehr dankbar für diese Zeit in meinem Leben. Allen voran danke ich dem Lieblingsmenschen und T. und M., die ich beide dort kennen gelernt habe und welche jetzt zu meinen besten Freunden gehören. Wie gesagt, habe ich dort eine riesen Veränderung durch gemacht, die ohne die Tagesklinik, das Team der PTK und die Mitpatienten nicht möglich gewesen wäre.

Meine beste Freundin Marie hat mich durch die Kindheit/Jugend begleitet und sie hat mein Leben auch zum Positiven beeinflusst. Sie war immer für mich da und ich konnte ihr alles anvertrauen. Es gibt immer diesen einen Menschen im Leben, der einfach perfekt zu einem passt, der einfach genau weiß, was mit einen los ist, der einfach da ist, und das war Marie für mich. Ich bin dankbar für die Zeit, die ich mit ihr hatte. Und ja hatte.. Marie ist vor 4 Jahren gestorben. 

Meine Familie, insbesondere meine Cousine  und mein Cousin , haben mich sicherlich auch beeinflusst. Sie ist 4 Jahre älter als ich und er ist 4 Jahre jünger als ich. Wir sind wie Geschwister aufgewachsen und waren jedes Wochenende und alle Ferien zusammen bei unseren Großeltern. Ich habe mit beiden wunderschöne Erinnerungen an meine Kindheit! Besonders meiner Cousine danke ich, dass sie immer für mich da ist und mich auch öfters auffängt. Das Verhältnis unter uns Dreien ist einfach sehr gut, egal was passiert. Ich habe so viele schöne Zeiten mit den Beiden erlebt, deswegen hatten sie auch einen Einfluss auf mich. 

Ich hatte zusätzlich zu den Problemen zuhause auch große Schwierigkeiten in der Schule mit den Mitschülern und wegen meiner sozialen Phobie. In dieser schweren Zeit hat mich eine Lehrerin sehr unterstützt und hat sehr auf mich geachtet. Sie hat mir geholfen mein Leben zu schaffen und hat mir auch sozusagen das Leben gerettet. Ich sehe sie gerne als ein Vorbild an und bin ihr sehr dankbar für ihre Hilfe und ihren Einfluss auf mein Leben! 

Auch kurz erwähnen hier möchte ich meine jetzige Therapeutin Frau S. Sie unterstützt mich jetzt auf meinem weiteren Lebensweg und somit nimmt sie natürlich auf Einfluss. Ich bin sehr froh bei ihr in Behandlung zu sein, da ich ihr sehr vertraue und wir gut miteinander arbeiten können. Also vielen dank !

Und zum Schluss geht es um einen ganz besonderen Menschen in meinem Leben: meine Freundin Laura <3 Wir sind jetzt seit ca 2,5 Jahren zusammen und sie unterstützt mich bei allem was ich tue. Sie bereichert mein Leben um so vieles und nimmt so auch Einfluss auf mich. Sie ist mein Alles, sie ist mein Leben. Ich liebe sie sehr und freue mich auf viele weitere Jahre zusammen! :)  

Ich hoffe der Beitrag gefällt euch! 
Liebe grüße,
eure Karo :) 

Mittwoch, 2. September 2015

Mal wieder eine kleine Buchvorstellung ;) * Schwester golden, Bruder aus Stein *

Hallo meine Lieben :)

Heute gibt es eine kleine Rezension über "Schwester golden, Bruder aus Stein" von Alexandra Dichtler, welches ich vor kurzem gelesen habe. Ich erzähle auf meinem Blog nur noch von Büchern, die ich liebe und die einfach empfehlenswert sind.   Ich fand das Buch einfach sooo toll, dass ich es euch heute vorstellen möchte!

* Ist Lotta krank, weil sie von einem Mädchen gerufen wird, für dessen Existenz es keinerlei Belege gibt? Krank wie der schizophrene Stas, der ältere Bruder des chaotischen Jurij? Je tiefer die Beziehung zwischen Lotta und Jurij wird, desto mehr scheinen Wahn und Realität zu verschwimmen. Die junge Frau ahnt nicht, dass sie Jurij durch ihre Nähe in Gefahr bringt – und mit ihm alle, die sie lieben. Denn Lottas Leben ist nicht, was es zu sein scheint. *

So viel ich weiß, ist das Buch eine Erstveröffentlichung und ich finde es einfach wunderbar. Die Geschichte startet mit einem Prolog, der ein paar Fragen aufwirft und man weiß nicht so wirklich, was passiert ist oder was gerade passieren wird. Danach, etwas 10 Jahre später, geht es dann weiter und man lernt Lotta kennen, die gerade eine Weiterbildungsmaßnahme macht. Die Protagonistin hat es sehr schwer, da ihre Eltern tot sind und sie bei ihrem Großvater und der Nachbarin aufwächst. Außerdem ist sie kleinwüchsig, hat keinen besonders guten Hauptschulabschluss, ist nun arbeitslos und macht diese Weiterbildung. Was mir ganz besonders an dem Charakter von Lotta beeindruckt ist, egal wie schwer sie es hat oder hatte, sie kämpft sich einfach weiter durch und lebt ihr Leben. In der Maßnahme lernt sie Jurij, einen seltsamen und auf anhieb ziemlich chaotisch wirkenden Jungen kennen, den sie zu anfangs nicht mag und ablehnt, aber dann doch ihre Vorurteile fallen lässt und versucht ihn kennen zu lernen. Sie bekommt mit, dass Jurij mit seiner Schwester Ludmilla, seinem schizophrenen Bruder Stas und seiner Mutter in einer relativ kleinen Wohnung lebt.

Ich finde alle Charaktere in diesem Buch einfach nur sehr gut dargestellt und auch etwas anders als in "normalen" Jugendbüchern. Man kann wirklich mit jedem "mitleben", egal ob das Lotta ist, oder Jurij und seine Familie. Jeder wächst einem beim Lesen ans Herz, sogar auch Stas, der sehr schwierig und etwas anders ist. Man fiebert richtig mit den Charakteren mit und fragt sich immer, was kommt als nächstes. Was mir besonders gut gefällt ist, dass die Protagonisten eine Entwicklung durch machen, zum Beispiel Lotta, die Abstand nimmt von ihrern Vorurteilen und lernt auf andere zu zu gehen, ohne sie direkt zu bewerten oder sogar abzuwerten. Die ganze Geschichte macht einem Mut, da wirklich alle das Beste aus jeder Situation machen und auch die Handlung so strukturiert ist. Was mir auch besonders gut gefällt ist, dass die Autorin nie abwertend über irgendeinen Charater schreibt, sondern einfach ohne Bewertung das Leben schildert, wie es ist und sogar Stas nicht schlecht dargestellt wird wegen seiner Erkrankung. 
Das Buch ist eine gelungene Mischung aus Realität und Fantasy, mit genau richtigen Anteilen des Jeweiligen. Von der ersten bis zur letzten Seite ist es hoch spannend und sehr interessant geschrieben. Ich könnte hier Romane und Loblieder über das Buch schreiben, aber das würde zu viel spoilern für die Leute, die es selbst lesen möchten ;).
Der Schreibstil ist relativ komplex und sehr ausdrucksstark, was aber nicht heißén soll, dass das Buch schwierig wäre zu lesen... Im gegenteil, es liest sich einfach so gut, dass man nicht wieder aufhören möchte! 
Zusammengefasst erschafft die Autorin eine wundervolle Geschichte, die mit viel Detailiebe glänzt und die man so noch nicht irgendwo gelesen hat. Diese Thematik und Zusammenstellung der Charaktere und der Geschichte ist so einzigartig und großartig, dass jeder dieses Buch lesen sollte. Man lernt sehr viel aus dem Buch und außerdem ist es auch sehr unterhaltsam ;) Die verschiedenen überraschenden Wendungen , die Realitätsverschiebungen und der Einfallsreichtum der Autorin machen das Buch zu einem Muss für jeden, der diese Mischung aus Fantasy und realer Welt mag. 
Ein großes Lob gilt der Autorin Alexandra Dichtler für dieses Meisterwerk! 
"Schwester golden, Bruder aus Stein" zählt aufjedenfall jetzt zu meinen Lieblingsbüchern und ich kann es wirklich nur jedem empfehlen.

Liebe grüße,
eure Karo :)
 


 

Dienstag, 1. September 2015

74 - Süchte/Suchtverhalten - Blogideekasten :) Alkoholsucht und SVV

Hallo meine Lieben :)

Da ich bei der letzten Runde aufgrund meines Umzuges und keinem Internet ausgesetzt habe, gibt's jetzt wieder einen Post für den Blogideekasten! :)

Ich persönlich finde das Thema ja sehr gut und nach langem Überlegen ist mir auch jetzt mal was eingefallen dazu ;)
Zum Thema Sucht fiel mir spontan direkt die Alkoholsucht ein. Ich habe selbst Erfahrung damit, weil mein Vater Alkoholiker war und einen Entzug vor ein paar Jahren gemacht hat. Ich habe selbst mit erlebt, wie schwer es ist, davon los zu kommen und bewundere ihn, dass er es geschafft hat und heute "trocken" ist. So viel dazu ;)
Beim weiteren Nachdenken ist mir ein Suchtverhalten eingefallen, von dem ich auf meinem Blog glaube ich , noch nicht so viel erzählt habe: Selbstverletzendes Verhalten. Ich selber leide darunter seit mehreren Jahren, obwohl es so gesehen keine echte Sucht ist. Aber wenn man einmal damit anfängt, ist es schwer wieder aufzuhören. Deswegen zähle ich es jetzt einfach mal zu Suchtverhalten ;)
Wie gesagt, mache ich das jetzt schon mehrere Jahre, wobei es im Moment dank der Hilfe meiner Therapeutin schon besser ist. Viele Menschen können einfach nicht verstehen, warum man das macht. Ich kann es auch nicht wirklich gut erklären, aber ich versuche es einfach mal.
Bei mir gibt es verschiedene Gründe, warum ich mich selbst verletze : Der eine Grund ist Überforderung oder auch Druckabbau, der andere Selbsthass und "Bestrafung" oder auch sich selbst wieder fühlen zu können. Stellt euch mal vor, dass ihr etwas sehr schlimmes erlebt habt und ihr immer wieder daran denken müsst und es einfach nicht weg geht. Ihr habt immer wieder die Erinnerungen daran und dadurch steigt bei euch die Innere Anspannung so hoch, dass ihr nicht mehr richtig klar denken könnt und einfach einen Ausweg sucht. Manche Menschen neigen dann zu Risikoverhalten um den Druck abzubauen oder andere verletzen sich dann halt selbst. Bildlich gesprochen wirkt so ein Schnitt in der Haut wie ein Ventil, sodass all die angestauten Gefühle und sowas raus gelassen werden können, damit ihr wieder richtig "funktioniert" und leben könnt. Während solchen Anspannungszuständen könnt ihr nichts mehr machen. Ihr sucht einfach vergeblich nach dem Abbau sozusagen und das ganze Gehirn ist abgeschaltet. Das wäre jetzt ein Beispiel für Druckabbau und so. Ein weiteres Beispiel, welches aber etwas schwerer zu begreifen ist... Stellt euch mal vor, dass ihr einfach garnichts mehr fühlen könnt und einfach alles immer leer ist. Ohne jegliche Gefühle verliert man das Gefühl für sich selbst. Also man nimmt sich nicht mehr wahr und es ist alles wie in Watte. Viele Menschen, die so fühlen, verletzen sich dann selbst, um überhaupt noch was zu spüren. Sie schneiden sich zum Beispiel, fühlen den Schmerz und merken, dass sie doch noch leben und existieren und doch noch irgendwas fühlen können. Natürlich kann man mit Skills versuchen zu arbeiten, aber man muss sich im klaren sein, dass das harte Arbeit ist und viel Zeit erfordert.
Ich finde es sehr schade, dass viele Menschen einen für verrückt oder bescheuert halten, wenn sie erfahren, dass man sich selbst verletzt. Natürlich versteh ich auch, dass Außenstehende, dass nicht immer verstehen und nachvollziehen können, jedoch sollte man versuchen, nicht ablehnend zu reagieren, sondern vielleicht sogar ein wenig es verstehen zu wollen. 
Selbstverletzendes Verhalten ist eine Erkrankung genauso wie Husten oder Schnupfen ;) Also verurteilt die Menschen nicht, denn sie können nichts dafür :)

Liebe grüße,
eure Karo :)

Donnerstag, 30. Juli 2015

Blogideekasten - erster Post dafür - 100 Routinen :)

Hallo ihr Lieben :)

Ich habe mir jetzt länger überlegt beim Blogideekasten mit zu machen und jaaaaa... hier ist mein erster Post dazu ;)

Das Thema ist im Moment Routinen. Da fällt mir vieles ein.
Ich habe viele Routinen in meinen Alltag eingebaut, die mir persönlich sehr gut tun. Von einer, beziehunsgweise zwei, wollte ich euch heute erzählen. Eine ganz besondere Routine habe ich morgens und abends seit dem 17.04.2013... jaha ich weiß das noch genau ;) Und zwar bin ich seit diesem Datum mit meiner Freundin zusammen und wir haben uns angewöhnt uns jeden Abend eine Gute Nacht zu wünschen und morgens einen Guten Morgen. Da wir in einer Fernbeziehung sind, verschafft das ganze irgendwie etwas mehr Nähe, da man so ein bisschen teilhaben kann an dem Anderen seinem Leben und seinen Gewohnheiten. Außerdem ist es immer so schön, wenn man morgens wach wird und eine Nachricht von seiner Liebsten hat *___*  Da würde sich doch jeder drüber freuen. Das hat sich einfach zu einer festen Routine entwickelt zwischen uns, die ich nicht mehr missen möchte!

Die zweite Routine, die ich euch heute vorstellen möchte, ist das Kuscheln mit meiner Katze. Meine Katze und ich haben uns so dran gewöhnt, dass wir morgens nach dem Wachwerden immer noch eine Viertelstunde kuscheln. Sie genießt das sehr und ich freue mich auch immer darüber. Sobald ich morgens die Augen auf mache, kommt sie direkt hoch zu meinem Kopf und kuschelt sich an mich. Ich finde das so schön und das hat sich einfach so entwickelt. 

So das war mein erster Blogpost für den Blogideekasten und ich hoffe, er gefällt euch :) 

Liebe Grüße,
eure Karo :) 

Dienstag, 14. Juli 2015

Lieblingslied "Love while you can" aus If/Then Musical *____*

Were none of us - getting any younger. You can feel the time go by.
And maybe we can't lose our hurt and anger, but goddamn it all, let's try.
We plan a better day but planets turn one way.
So though, it seems unlikely girls this is what I say:

Love wherever, and whenever, and however you should.
Yes, marriage is a bastard, but love is always good.
It's nothing you prepare for; it's nothing that you plan.
But love while this world lets you. Love while you can.

Our love belongs to everyone who loves us. So, it's not just you and me.
And we both know love doesn't make us perfect. It just makes us want to be.
If what we had before is broken on the floor,
we can see the way the pieces work and make it something more.

And, love wherever and whenever and however we feel.
Let anger clean the cut out, let love help us heal.
It's not the love we dreamed of back when we began.
But, love if your heart lets you. Love while you can.

I believe our fates will bind us. I believe that you get but one true love.
I believe in seeing signs and I believe and trust the stars above.
And I thought you believed in me, that deep down we were meant to be.
I tried to let that go. But I can't let you go.
And then these feelings flow.
I still love you so.

So, love wherever and whenever and however love is.
It's fear that hides the heart away, its love that forgives.
It wasn't what we dreamed of; it wasn't in the plan
but love the way love binds you. Love while you can.

Love will keep on living when the shit hits the fan.
Love can be forgiving. Oh my Kate My Ann.
Love when this world lets you. Love while you can.



https://www.youtube.com/watch?v=5Go0xAjGngg

Sonntag, 21. Juni 2015

"Kennt man einen Borderliner, kennt man alle!"

Hallo ihr Lieben :)
Diesen Satz, der in der Headline steht, habe ich in einem Borderline-Forum gelesen. 
Ich wollte schon seit längerer Zeit diesen Post hier schreiben, doch jetzt wird es endlich mal  Zeit. Meine Freundin Laura hat darüber auch vor kurzem schon gebloggt "Vertrauen" .
Sie hatte in einer Gruppe oder Forum etwas über unsere Beziehung gepostet und wurde schon fast regelrecht fertig gemacht, da sie so naiv wäre und mir vertrauen würde. Ganz ehrlich, sollte Menschen kann ich echt nicht verstehen! Natürlich sie haben bestimmt schlechte Erfahrungen gemacht, aber diese kann man nicht auf jeden Menschen anwenden. Jeder Mensch ist verschieden. Und vorallem auch : Jeder Borderliner ist verschieden! Ich hab durch meine Klinikerfahrung und Therapieerfahrungen viele Borderliner kennen gelernt. Ich persönlich ( und auch meine ehemalige Therapeutin ) untscheide gerne in 2 Typen von Borderlinern( wobei diese 2 Typen auch wieder ganz unterschiedlich sind!). Nennen wir sie mal A und B. Der A-Borderliner richtet alles nach außen, das heißt er behandelt seine Mitmenschen schlecht und gibt ihnen für alles was passiert die Schuld. Der B-Borderliner bezieht alles auf sich selbst und gibt sich selbst für alles die Schuld. Bei diesem Typen ist der Selbsthass sehr, sehr stark ausgeprägt. Ich für meinen Teil habe viel mehr B-Borderliner kennen gelernt, die eben nicht manipulativ sind, ständig lügen oder anderen schaden wollen. Was ich im Internet immer sehr gefährlich finde ist, dass in den Foren meistens immer nur von dem schlimmeren Typ, dem A-Borderliner berichtet wird. Ist ja auch logisch. Warum sollte man sich in Foren Hilfe suchen oder über etwas berichten, wenn man keine negativen Erfahrungen gemacht hat? Ich habe noch nicht erlebt, dass ein Angehöriger eines Borderline Menschens, irgendwo was positives ins Netz gestellt hat. Ich finde es ist aber sehr gefährlich, wenn man immer nur diese negativen Erfahrungen liest. Als ich die Diagnose Borderline bekommen hab, habe ich auch im Internet gegoogelt und fand nur solche schlimmen Erfahrungsberichte. Ich habe mich ehrlich gefragt, ob ich auch so manipulativ und scheiße werde. Nochmal um darauf zurück zu kommen. Ein sehr guter Freund aus der Klinik hat selbst Borderline und mit ihm hatte ich nach der Diagnose viele sehr gute Gespräche darüber. Wie gesagt, ich hatte ehrlich Angst, jetzt auch so schlecht zu werden. Wie bei jeder Krankheit gibt es Fälle, die mal mehr oder weniger ausgeprägt sind. Im Internet liest man fast nur von den richtig schlimmen Fällen, die dann vorallem auch das Muster der A-Borderliner haben. Borderline bedeutet nicht, dass man wie gesagt mit seinen Mitmenschen nicht klar kommt und sie nur nach seinen Wünschen und Vorstellungen manipuliert. Borderline ist vorallem eine Erkrankung, die sich auf die Gefühle auswirkt. Borderline wird auch emotional-instabile Persönlichkeitsstörung genannt. Es bedeutet einfach nur, dass man mit seinen Gefühlen nicht gut klar kommt und nicht, dass man ein Arschloch ist. Tut mir leid, wenn ich das hier immer so drastig sage, aber mich persönlich regt es sehr auf, dass jeder Borderliner im Internet, als scheiße hingestellt wird! Ich geh ja auch nicht hin und stelle Personen mit anderen Erkrankungen gleich. Ich möchte für mehr Aufklärung in Bezug auf diese Erkrankung sorgen und bald folgt auch ein Blogpost von mir, indem ich euch die Borderlinestörung mal richtig erkläre. Ich habe so viele liebe und nette Borderliner kennengelernt und ich finde es so schade, dass wir überall so hingestellt werden als wären wir so schlecht. Ich möchte hiermit ein wenig mehr darüber aufklären, sodass die Ansichten über Borderliner etwas geändert werden. Denn kein Mensch ist wie der andere, also warum sollte das plötzlich bei Borderlinern so sein? ;)

Ich hoffe, der Post hat euch etwas gefallen und war nicht zu doof.
Liebe Grüße,
eure Karo :)

Samstag, 23. Mai 2015

Achtsamkeit + Verstand und Gefühle :)

Hallo ihr Lieben :)

Ich habe mich dazu entschlossen, eine neue Reihe zu starten und zwar zum Thema DBT ( = Dialektisch Behaviorale Therapie). Hört sich erstmal komisch an, aber gemeint ist damit. eine Reihe, die über meine Skillsgruppe erzählt. Die Skillsgruppe basiert nämlich auf DBT. 

Am Donnerstag fingen wir mit unserem ersten Thema an: Achtsamkeit :)

Was versteht man denn eigentlich unter Achtsamkeit?
Achtsamkeit ist, wenn man sich nur mit dem Hier und Jetzt beschäftigt und nicht über die Zukunft oder Vergangenheit nachdenkt. In der Achtsamkeit lernt man, wieder alles um sich herum wahrzunehmen und seinen  Fokus auf sich und seine Umgebung zu legen. Also nach dem Motto "Was passiert mit mir? Und was passiert um mich herum gerade jetzt?". Gerade Menschen, die in einer Depressionen stecken, nehmen nichts mehr um sich herum wahr und nehmen auch sich selbst nicht mehr wahr. Als Beispiel habe ich zwei Übungen der Achtsamkeit, die ich noch aus der PTK kenne, ausgesucht. Bei der einen, die sehr häufig für Meditationen genutzt wird, blendet man alles so gut wie möglich aus und konzentriert sich nur auf seinen Atem. Also nur Einatmen und Ausatmen, und so sich selbst wieder etwas wahrnehmen. Die andere Übung musste ich oftmals in Akutsituation nach der  Einnahme von Atosil machen. Ich habe sie oft draußen  an der frischen Luft gemacht, aber man kann sie natürlich auch drinnen machen. Man schaut sich in seiner Umgebung genau um und sucht sich einen Gegenstand aus, den man sehr genau beobachtet und in Gedanken beschreibt. Draußen im Garten der PTK stand ein großes Vogelhäuschen, was ich mir öfters ausgesucht hatte. Dadurch soll man ruhiger werden und auch die Wahrnehmung schulen. 

Wir begannen am Donnerstag mit dem Themenblock "Innere Achtsamkeit":
Auf meinen Unterlagen steht: "Es geht darum sich seiner Selbst gewahr zu werden, d.h. bewusst Kontrolle zu erleben über Gedanken, Gefühle, Handlungen, den Körper und die Situation." 
Wir begannen das Ganze, in dem wir über Gefühle und Gedanken gesprochen haben, also Verstand und Gefühl. 
Gefühl und Verstand bestehen nebeneinander, und haben normalerweise eine Schnittmenge, die Intuitives Wissen und Verstehen genannt wird. Wenn dieser Schnittbereich vorhanden ist, spricht man von seelischer Gesundheit. Psychisch Erkrankte haben dies oftmals nicht und so entstehen innerlich auch Konflikte. Meistens definieren wir Menschen auch nicht, welches Gefühl wir im Moment haben und vorallem ordnen wir es auch nicht Gedanken zu. Das soll man durch diese Einheit lernen. Zu erst aber mal muss die Gefühle benennen  können und das fällt mir unglaublich schwer. Viele Menschen verdrängen einfach eins der Beiden oder beides, sodass sie niemals auf eine seelische Gesundheit kommen können. Natürlich werden Verstand und Gefühl niemals immer gleich sein. Aber es hilft schon, wenn man sie benennen kann, also "Im Augenblick habe ich dieses Gefühl" und "Im Augenblick habe ich diesen Gedanken."
Jeder sollte nachher auch ein Beispiel für so einen inneren Konflikt finden. Ich hatte sehr, sehr viele Ideen, bei denen das bei mir oft auftritt, aber zum Schluss entschied ich mich für ein einfaches Beispiel: Mein Verstand sagt mir, dass ich in der Gruppentherapie offen sprechen kann und auch meine Probleme genauso wichtig sind, wie die der anderen. Mein gefühl sagte mir, dass die anderen viel Schlimmer dran sind und wirklich Probleme haben und ich mich nicht so anstellen sollte, mit meinen Miniproblemen... Typisch Karo...

Liebe Grüße und ich wünsche euch eine schönes Wochenende! :)

eure Karo :) 


 

Dienstag, 19. Mai 2015

Update 2.0 oder besser: Karo lebt noch ;)

Hallo ihr Lieben :) 

Ich weiß, ich habe mich seit Ewigkeiten nicht gemeldet... Ich musste grade erstmal selbst nachlesen, wodrüber der letzte Info-Post ging, der ürbigens am 28. März war.... 
Erstmal möchte ich erklären, warum ich solange nicht mehr gebloggt habe.  In der letzten Zeit geht es mir sehr, sehr schlecht. Ich kämpfe im Moment wirklich nur ums Überleben. Sonst zählt im Moment nichts. Jeden Tag geht es darum, den Tag einfach irgendwie zu überstehen. Ich kann einfach nicht mehr. Ständig habe ich den Gedanken im Kopf, dass ich einfach aufgeben sollte. Ich kämpfe also wieder mit Suizidgedanken, leider ziemlich starken. Ich will darüber aber nicht ins Detail gehen. 
Es hat sich in diesem Monat vieles verändert. Wie damals schon gesagt sollte ich in der WfB ( Werkstatt für Behinderte) anfangen, was ich auch am 1. April gemacht habe. Das Ganze habe ich letzte Woche abgebrochen, weil es mir zu viel geworden ist. Ich konnte einfach nicht mehr. Das lag aber nicht an der Arbeit dort, denn die war wirklich mehr als einfach, sondern einfach an meiner ganzen Situation und auch der psychichen Instabilität. 
Ich glaube ich habe noch nie hier meine neue Therapeutin erwähnt. Ich habe einfach solches Glück sie gefunden zu haben! Ich komme total gut mit ihr aus und vorallem ich kann ihr voll und ganz vertrauen... Und sie glaubt mir. Oft musste ich erfahren, dass wenn ich mich mal öffnete, mir niemand glauben wollte, deswegen ist dieser Punkt mir sehr wichtig. Im Moment habe ich meistens zweimal die Woche Therapie bei ihr, weil sie die Abstände nicht so groß halten will, da ich ja im Moment so instabil bin. Ich habe auch großes Glück mit ihr, denn normalerweise, nachdem was ich ihr anvertraut habe in Bezug auf Suizid, wäre es ihre Pflicht gewesen, mich direkt einweisen zu lassen. Da ich das aber nicht will, tut sie das auch nicht. Ich muss halt nach jeder Therapiestunde ihr einen Nonsuizid-Vertrag unterschreiben... 
Außerdem hat die ambulante Skillsgruppe beim Lieblingsmenschen angefangen!!! *____* Die Gruppe ist super lieb und vorallem waren 5/9 Leuten gleichzeitig mit mir in der PTK ;) Zusätzlich habe ich zu meinen zweimal Therapie bei meiner Therapeutin, nun auch Donnerstags die Skillsgruppe. Ich habe mich von meiner Therapeutin, dem Lieblingsmenschen und Freunden überreden lassen, in eine Spezialklinik zu gehen. Meine Therapeutin hat mich auf verschiedene Wartelisten quer durch Deutschland setzen gelassen. 
So ich denke, dass war mal der Anfang :) Ich möchte jetzt unabhängig wie es mir geht, wieder öfters bloggen, auch wenn es nur kurze Posts sind. Mal sehen, ob es funktioniert ;)

Liebe Grüße, 
eure Karo :)

Dienstag, 31. März 2015

Depressionen

Heute starte ich meine neue Reihe Erkrankungen. Und zwar wollte ich in dieser dreiteiligen Reihe über meine Diagnosen erzählen, berichten und auch aufklären. Heute starten wir mit dem Thema Depressionen.

Depressionen kennt jeder von euch sicherlich, da es in den Medien oft genug thematisiert wird. Doch ich finde, dass es teilweise falsch dargestellt wird und auch nie so wirklich berichtet wird, wie es den einzelnen Betroffenen wirklich geht. Deshalb möchte ich euch heute erklären, wie ich die Depressionen erlebe und was das denn so ist. 
Ca 16 Millionen Menschen in Deutschland leiden unter Depressionen und es werden immer mehr. Depressionen zählen unter anderem zu den neuen Volkskrankheiten in unserer Welt. 

Wie machen sich Depressionen bemerkbar? 
Depressionen beschreiben viele Menschen als ein tiefes Loch, in das sie fallen und nicht mehr heraus kommen. Betroffene beschreiben den Zustand auch, als würden die Gefühle eingeengt, sodass man nicht mehr wirklich viel empfinden kann. Die Stimmung verschlechtert sich zunehmends immer mehr, sodass Menschen, die in einer tiefen und schweren Depression sind, oft keinen Sinn mehr in ihrem Leben sehen. Man empfindet keine wirkliche Freude mehr und Ablenkungsversuche scheitern oft. Während einer Depression verfallen die Menschen in einen "Grübelzustand", sodass sie über viele Dinger nachdenken, was die Situation noch verschlimmert. Umgangssprachlich ausgedrückt bedeutet das, dass es den Menschen richtig schlecht geht und sie durch negative Gedanken, die dann hoch kommen, ihren Zustand noch verschlechtern. Das machen die Menschen nun mal nicht bewusst, sondern wenn man an nichts mehr Freude hat, kommen automatisch alle negativem Gedanken hoch. Depressionen kann man zwar therapieren, aber es ist nie ausgeschlossen, dass sie nicht wieder zurückkehren. Jedoch habe ich durch meine Erfahrungen in der Tagesklinik von vielen Patienten gehört, die mehrmals schon Depressionsphasen mit gemacht haben, dass es für sie leichter ist, da sie wissen aus Erfahrung, wie sie mit der Depression umgehen können. Das kann natürlich nicht auf jeden Menschen zu treffen, sondern das sind nur meine Erfahrungen aus der PTK ;)

 Wie empfinde ich meine Depression?
 Ich hatte schon mehrere Depressionsphasen, wobei ich mich gerade wieder in einer befinde. Ich beschreibe es immer, als würde ich in einem tiefen Loch sitzen und nicht mehr raus kommen. Über mir sind alle anderen Menschen und erfreuen sich am Leben und haben Spaß, doch ich kann nicht daran teilhaben. Mir geht es in einer Depression oftmals so schlecht, dass ich sogar keine Musik und auch kein Fernsehen ertrage. Ich möchte dann nur in meinem Bett liegen und einfach meine Ruhe haben. Es ist ein komisches Gefühl, wenn man keine Freude mehr empfinden kann und einfach einem alles egal ist. Durch diesen "Egal-Zustand" bezweifelt man auch, warum man überhaupt noch leben sollte, da es keinen Sinn mehr gibt. Man fängt an keinen Sinn mehr zu sehen und dann hilft es auch nicht, von anderen aufgezählt zu bekommen, warum es sich lohnt zu leben, da man selbst diese Dinge nicht mehr als lebenswert wahr nimmt. Außerdem fehlt einem die Kraft und der Antrieb, für irgendwelche Dinge zu erledigen oder auch nur seinen normalen Alltag zu bestreiten. Man sitzt einfach in diesem tiefen Loch fest. 

Was kann helfen während einer Depression?
Man kann nicht pauschal sagen, was helfen kann. Natürlich gibt es Medikamente, die die Depression lindern können. Jeder Betroffene muss für sich selbst erkennen und merken, was ihm gut tut und was er machen kann. 

Ich hoffe mein Post heute hat euch gefallen :) 
Liebe Grüße,
eure Karo :)

Montag, 9. Februar 2015

Rückblick auf die vergangenen 7 Monate .... :)

Hallo ihr Lieben ! :)

Wie ihr wisst, wurde ich am vergangenen Mittwoch aus der PTK entlassen...

Heute wollte ich über die vergangenen 7 Monate reflektieren und eine kleine Zusammenfassung darüber geben, also ein Fazit ziehen. Am 18. August 2014 war mein erster Tag in der PTK und ich hatte solche Angst. Ich wollte erst gar nicht bleiben und nach dem Tag nie wieder kommen. Rückblickend bin ich soooo froh, nicht da schon abgebrochen zu haben, sondern es bis zum Schluss durch gezogen zu haben. Ich habe mich durch die Therapien so verändert, was ich gar nicht glauben kann. Ich bin ein besserer Mensch dadurch geworden. Natürlich war ich vorher nicht schlecht, aber es ging mir psychisch viel schlechter und ich konnte fast nichts mehr machen. Ich habe mich nicht mehr getraut in die Stadt zu gehen, einkaufen zu gehen, mit Freunden weg zu gehen oder einfach überhaupt in Kontakt zu kommen mit anderen Menschen. Das hat sich alles geändert. Meine sozialen Ängsten sind besser geworden beziehungsweise kann ich sie jetzt besser kontrollieren und sie beherrschen mich nicht mehr so stark. Außerdem habe ich gelernt, meine Gefühle besser zu kontrollieren und mehr auf mich zu achten. Ich habe viele verschiedene tolle Therapieeinheiten mit gemacht, auch wenn sie oftmals sehr anstrengend waren und ich auch manchmal die ein oder andere abbrechen musste, weil es mir zu viel wurde. Die beste Therapiegruppe war allerdings die Skillsgruppe mit dem Lieblingsmenschen gewesen! Ich freue mich sehr, im April in die ambulante Skillsgruppe mit ihr gehen zu können! :) Außerdem habe ich gelernt und realisiert, dass ich nicht an allem Schuld bin und das ich nicht wertlos bin. Für immer wird mir die Einheit mit dem Lieblingsmenschen und meinem Satz " Ich habe das Allerbeste verdient!" im Kopf bleiben. Ich habe aber noch verschiedene andere schöne Erinnerungen an die Zeit in der PTK. Zu viele um sie hier alle zu nennen. Aber diese Erinnerungen werden mich für immer auf meinem weiteren Weg begleiten und helfen mir, immer an mich zu glauben und zu sehen, was ich schon alles erreicht habe. Ich habe viel erreicht und darauf kann ich eigentlich stolz sein! Ich kämpfe, anstatt auf zu geben! 
Vor allem hat mir auch gut getan zu sehen, dass es nicht nur mir so geht, sondern dass es viele Menschen gibt, die psychische Probleme haben, sogar viele mit derselben Problematik, wie ich. Vielleicht sogar die beste Therapie waren die Gespräche mit den anderen Patienten! Man lernte sich besser kennen und jeder unterstützte jeden. Vor allem war sofort das Verständnis da, was man in der normalen Welt oftmals vermisst. Ich habe in den letzten Monaten so liebenswerte Menschen kennen gelernt und zwischen mir und den Meisten ist eine Freundschaft entstanden, die sehr lange halten wird, denn wenn man sich schon in den schwersten Zeiten kennen und lieben lernt, so wird man auch die guten Zeiten gemeinsam überstehen :) Die Gruppe der Patienten war zum Schluss wie eine große Familie. Jeder war für jeden da. Es war einfach ein tolles Gefühl Teil einer solchen Gruppe zu sein und man freute sich jeden Tag auf die PTK, allein schon wegen den tollen Gesprächen untereinander in den Pausen :) 
Für mich hatte es lange gedauert, bis ich mich dran gewöhnt hatte, offenen in der Gruppentherapie zu sprechen. Aber nach einiger Zeit hatte ich mich daran gewöhnt und es tat einfach richtig gut mal über alles zu sprechen, egal ob im Einzel oder in der Gruppe. Ich denke, dass lag auch daran, eben weil wir uns so gut untereinander verstanden haben. Ich habe viele Menschen kommen und gehen gesehen während meiner Zeit, aber nie war so ein Zusammenhalt und so eine Freundlichkeit in der Gruppe, wie seit November bis jetzt. 
Ich wollte eigentlich noch viel mehr schreiben, aber mir fällt nichts mehr gerade ein :D 
Außer....
... Es war einfach eine anstrengende, aber auch wunderschöne Zeit, die ich nicht missen möchte! Ich bin so froh durch gehalten zu haben! Ich habe vieles gelernt, auch wenn es nicht immer leicht war. Ich bin soooo froh über diese 7 Monate in der PTK und bin sehr stolz darauf, wie ich mich zum Positiven verändert habe. Nicht viele wagen den Schritt sich Hilfe zu suchen und ich bin froh, ihn gewagt zu haben, ansonsten hätte ich nicht diese schöne Zeit erlebt!
Am Anfang dachte ich, dass ich das nicht durch halten werde und mochte es manchmal auch gar nicht, da die ständigen Therapien auch psychisch sehr anstrengend waren... doch jetzt :

 Zukunft ist etwas, das die meisten Menschen erst lieben, wenn es Vergangenheit geworden ist. ( William Somerset Maugham )

 Liebe Grüße,
eure Karo :)  

Mittwoch, 21. Januar 2015

Zusammenfassung der letzte Tage ...

Die letzten Tage waren sehr anstrengend für mich.... Mir geht es sehr, sehr schlecht im Moment und es fällt mir sehr schwer zu bloggen im Moment. Normalerweise liebe ich es zu bloggen und euch von meinem Tag und Erlebnissen zu erzählen, aber im Moment kann ich das nicht gut, weil mir die Kraft fehlt und ich oft einfach nur mich ablenken muss, damit keine Dummheiten passieren... Heute wollte ich es mal versuchen.
Ich habe letzte Woche eine schlechte Nachricht bekommen, die meine ganzen Zukunftspläne zunichte gemacht hat. Ich musste mich jetzt erst mal um orientieren und mein neuer Plan, die einzige Möglichkeit, die ich habe, ist bei weitem nicht so gut. Ich weiß noch nicht was ich davon halten soll. Ich habe sehr viel Angst und auch total unterschiedliche Gefühle deswegen.... Ich komm damit nicht klar und auch in der Klinik kann man mir nicht gut helfen, weil sie können ja auch nichts für mich zaubern... wäre zwar schön, aber ist nicht möglich. Ich habe morgen um ein Gespräch mit dem Lieblingsmenschen gebeten um mich etwas sortieren zu können, weil ich denke, dass sie das am besten verstehen wird. Ich bin mal gespannt und hoffe nach dem Gespräch etwas klarer zu sehen und auch, dass es mir etwas besser gehen wird. 
Außerdem wurden auch meine Tabletten letzte Woche geändert und heute noch mal erhöht. Deswegen ist meine Stimmung auch nicht so gut... 
Ich habe diese Woche auch ein neues Ergo-Projekt angefangen :) Nämlich noch ein Seidentuch, aber diesmal ein größeres. :) Es macht einfach soooo viel Spaß auf Seide zu malen! :) 
Heute Abend habe ich mir auch ein schönes Entspannungsprogramm gegönnt. Ich war nämlich baden und hatte mir ein gutes Buch mitgenommen :) 

Es hat mir aufjedenfall gut getan etwas zu entspannen :) Was ich noch erwähnen wollte, ist das Shampoo, was daneben liegt. Das ist soooo genial! :D Die Haare riechen nach dem Waschen sooooo schön nach Schokolade! *__* Ich liebe es! :) 

Ich weiß nicht, wann ich das nächste mal bloggen kann. Mal sehen, wie ich die nächsten Tage überstehen werde.

Liebe Grüße,
eure Karo :) 

Samstag, 17. Januar 2015

Wenn garnichts mehr geht ...

Ich kann im Moment einfach nicht mehr... deswegen habe ich schon lange nicht mehr gebloggt und es wird heute auch nicht viel . Mir geht es im Moment sehr schlecht.  Ich verbringe jetzt den restlichen abend mit meiner Katze im Bett. Wenn es mir so schlecht geht , weicht sie mir nicht von meiner Seite :)

Donnerstag, 8. Januar 2015

Durcheinander....

Ich habe jetzt ein paar Tage nicht gebloggt, weil ich sehr durcheinander bin und auch nicht so genau wusste, was ich erzählen soll und ob das überhaupt noch sinnvoll ist... Aber ich ziehe das jetzt durch ;)  Im Moment weiß ich einfach gar nicht, was ich machen soll oder eben nicht. Es fängt schon mit kleinen Entscheidungen an, wie zum Beispiel frühstücke ich morgens zu hause oder in der Klinik? Ich weiß einfach nicht, was ich will. Ich weiß im Moment nicht mehr genau, was ich erreichen möchte... teilweise auch wofür ich kämpfe. Irgendwie ist in meinem Kopf nichts mehr... reine Leere. Irgendwie erscheint mir alles so sinnlos und es ist mir auch einfach vieles egal. Es kommen immer wieder solche "Egal-Phasen". Kann auch sein, dass es durch die Tablettenänderung noch verstärkt ist. Mir wurden gestern fast alle Medikamente verändert. Entweder ausgetauscht oder verstärkt. Mal sehen, ob es besser wird :) In der Klinik war in den letzten Tagen nicht viel los... Ich hab meinen Katzenkorb am Dienstag fertig bekommen! :) 
Zwar muss der Korb unter dem Esszimmertisch stehen, aber dann legt meine Katze sich da auch rein ;) 
Heute hab ich auch mal wieder etwas erledigt bekommen. Ich war in die Wäscherei des Krankenhauses, in dem ich anfange im Februar zu arbeiten, und habe mir meine Arbeitskleidung abgeholt. Nicht sehr schön, aber zum Arbeiten reichts :D



Liebe Grüße,
eure Karo :)

Sonntag, 4. Januar 2015

Frohes neues Jahr!! :) + Wochenendbericht ;)

Ihr lieben ich wünsche euch erstmal noch alles Liebe & Gute für 2015! :) 

Ich hab sogar einen guten Grund, warum ich erst so spät das blogge ;) Meine Freundin war über Silvester bis heute hier gewesen *_* Wir haben ein paar wundervolle Tage zusammen verbracht, in denen ich wieder viel Kraft tanken konnte. Nachdem ich gerade unser Abschiedsritual, von einer was-war-am-schönsten-Email gemacht habe, wollte ich euch jetzt von meinem Wochenende berichten ;) Beziehungsweise von Silvester + Wochenende :)
Wir waren an Silvester Chinesisch essen gegangen und es war sehr schön. Um 12.00 waren wir natürlich schon längst wieder zuhause um auf das Ninchen auf zu passen, weil sie Angst hat vor den Raketen, die üblicherweise ja geschossen werden. 
Am Freitag stand für mich ja wieder die Tagesklinik an, wobei es sehr gemütlich zu ging, da nur wenig Leute da waren. Ich hatte den vormittag über Ergo beim Lieblingsmenschen, was sehr schön war :)
Am Samstag ging es für mich und meine Freundin  shoppen und ins Kino :) Außerdem haben wir noch Sachen für ein Paket für unsere Lieblingsyoutuberinnen  Kaelyn und Lucy gekauft. Ich liebe es ja mit meiner Freundin durch die Stadt zu schlendern :) Am Nachmittag waren wir dann ins Kino und haben uns "Honig im Kopf" angesehen. Den Film wollte ich nämlich unbedingt sehen. In dem Film geht es um eine Familie, die den an Alzheimer erkrankten Opa zu sich nimmt. Die Enkelin versucht alles um ihren Opa eine Freude zu machen und fährt ganz alleine mit ihm nach Venedig ohne das die Eltern bescheid wissen. Ich weiß nicht, ob ich das schon mal erwähnt hatte, aber mein Opa hatte Demenz/Alzheimer. Er ist letztes Jahr gestorben und ich vermisse ihn sehr, da meine Großeltern viel für mich getan haben und immer für mich da waren. Der Film war sehr berührend und hat mich mehrmals zum Weinen gebracht. Ich fand es sooo lieb, wie die Enkelin mit ihrem Opa umgegangen ist und wie viel sie mit ihm gemacht hat. Alle Szenen mit dem Großvater haben mich sehr an meinen eigenen Opa erinnert, weil er sich auch immer so verhalten hat. Ganz schlimm war für mich die Szene als der Opa sich nicht mehr an seine Enkelin erinnern konnte. Ich habe an dieser Stelle so geweint! In den letzten Monaten seines Lebens konnte mein Opa sich auch nicht mehr an mich erinnern. Das tat mir immer sehr, obwohl er ja garnichts dafür konnte. Mein Opa wurde bei uns zuhause gepflegt und ich habe viel mit ihm gemacht. Ich habe oft auf ihn aufgepasst, war fast jeden Tag mit ihm im Rollstuhl spazieren, hab einfache Spiele mit ihm gespielt. Ich habe alles für ihn gemacht. Es war schlimm mit ansehen zu müssen, wie er immer mehr vergaß und nichts mehr alleine konnte. Ich war erst 12 als das anfing und konnte es nicht wirklich verstehen. Es sind die kleinen Dinge im Alltag, die mich immer wieder an ihn erinnern. Zum Beispiel habe ich im jedes Jahr an Weihnachten Schokokekse gebacken, weil er sie liebte. Oder als ich meine Katze bekam, dachte ich mir, ach würde mein Opa jetzt noch leben, er hätte sich so sehr gefreut. Ich vermisse ihn sehr und gerade heute nach dem Film bin ich wieder sehr traurig, dass er tot ist. Aber auch wenn der Film so traurig ist, kann ich ihn nur wirklich jedem empfehlen! Er ist einfach wunderschön! :) 
Heute morgen hat meine Freundin mir noch blonde Strähnen gefärbt *__*  Ich liebe es :D
So das war dann mein Wochenende :) Ich werde jetzt noch etwas lesen und dann heute Abend NCIS schauen *__* :) 
Ich wünsche euch noch einen schönen Rest-Tag ;)
Liebe Grüße,
eure Karo :)