Dienstag, 30. Mai 2017

"Eine Mensch ist erst richtig tot, wenn sich niemand mehr an ihn erinnert" - Ich vermisse dich!

Hallo ihr Lieben,

Heute ist für mich ein schwerer Tag, denn es ist der 4. Todestag meines Opas.

Es macht mich immer noch so unendlich traurig, weil ich ihn so sehr vermisse. 
4 Jahre sind seitdem vergangen. 4 Jahre ohne ihn...
Die Zeit ist vergangen, aber das Gefühl, dass jemand fehlt, blieb. 
Es tut so weh an seinen Tod zu denken, weil ich ihn so sehr lieb habe...

Ich habe gerade meinen Post Brief an meinen verstorbenen Opa gelesen und jetzt weine ich noch mehr... 
Zum Glück habe ich all die guten Erinnerungen an ihn, an denen ich mich festhalten kann und ihn so für einige Momente wieder zum Leben erwecken kann. Ein paar Momente, indenen er noch da ist, bevor die Wirklichkeit zu schlägt und die Wahrheit einem ins Gesicht knallt, dass er nicht mehr hier ist. 

Opa, ich vermisse dich so sehr!!! <3

Karo.

Sonntag, 21. Mai 2017

Wirklich unterstützungswerte Aktion!

Hallo ihr Lieben :)

Ich war am letzten Wochenende mit meiner Freundin in Würzburg beim 16. Wildwasser - Entenrennen, welches von Wildwasser Würzburg e.V. organisiert wurde. Man konnte ein paar Tage vorher oder am Tag selbst Entchen für 4 Euro kaufen, die dann bein Rennen angetreten sind. Die Enten wurden von der Alten Mainbrücke in den Main geworfen und sollten dann Richtung Ziel schwimmen, wo sie dann wieder eingesammelt wurden. Es waren über 5000 Enten gekauft worden, die dann auf dem Main schwammen. Für die ersten 160 Enten gab es auch Preise, was die Aktion für Manche bestimmt noch spannender macht. Es war wunderschönes Wetter gewesen und es hat so viel Spaß gemacht da zu zu gucken. Ich habe euch auch ein paar Bilder mitgebracht :).












 Die 4 Euro für die Enten gingen selbstverständlich an die Organisation Wildwasser e.V. 
Wildwasser e.V. setzt sich für Frauen, Jugendliche und Kinder ein, die von sexualisierter Gewalt betroffen sind oder waren. Darunter fallen sexueller Missbrauch, Vergewaltigung, physiche Gewalt, etc.  Durch meine persönliche Erfahrung mit dem Thema finde ich solche Aktionen und solche Organisationen absolut toll! Die Arbeit von Wildwasser e.V. und anderen Organisationen gegen sexualisierte Gewalt ist so so wichtig (!!!) und muss unterstützt werden, denn sie sind sehr viel auf Spenden angewiesen. Ich finde es schade, dass nicht noch viel mehr Menschen die Arbeit von den Organisationen unterstützen. Gerade wenn solche Aktionen wie das Wildwasser - Entenrennen veranstaltet werden, ist es so leicht, daran teilzunehmen und auch ein lustiges Erlebnis für einen selbst. 

Ich verlinke euch hier mal die Internetseite von Wildwasser e.V. . Der Verein ist für Betroffene, aber auch für Freunde und Verwandte von Betroffenen und Menschen, die sich darüber Rat und Hilfe ersuchen. Wildwasser e.V. bietet auch eine Onlineberatung an.

Wenn ihr selbst betroffen sein solltet oder jemanden kennt, verlinke ich euch hier eine offizielle Liste mit Beratungsstellen in ganz Deutschland, bei denen ihr Hilfe und Unterstützung bekommen könnt ( auch anonym) : Beratungsstellen 

Wenn ihr noch irgendwelche Fragen habt, euch näher informieren wollt oder ihr sonst noch irgendwas zu dem Post besprechen wollt, schickt mir gerne eine Email an meine Blogadresse : gedankenmeer-blog@web.de .

Für mich war es so wichtig, euch von dieser Aktion zu erzählen und euch auch auf Wildwasser e.V. und andere Vereine aufmerksam zu machen. Die Arbeit muss einfach unterstützt werden!

Liebe Grüße,
Karo :)

Mittwoch, 5. April 2017

Wie waren die 3 Monate stationär in der Klinik? - Fazit

Hallo ihr Lieben :)

Ich bin jetzt circa einen Monat zuhause und wollte heute mit euch ein Fazit ziehen.

Aber vorab möchte ich mich für eure tolle Unterstützung, aufbauenden Worten und lieben Kommentaren bedanken ( ich konnte sie leider nicht während der Zeit dort kommentiert, aber ich habe mkich wirklich über jeden einzelnen Kommentar gefreut!), besonders bei Alex und Georg, Lexi und Jade <3. 

So, und nun viel Spaß! :)

Fangen wir erstmal mit meinen Ängsten vor der Aufnahme. Am 30.11.16 habe ich diesen Post über meine Ängste vor der Klinik geschrieben und heute beim nochmal Lesen ist das Ganze ziemlich lustig.
 Das erste war die Zimmersituation mit Zwei- oder Dreibettzimmern. Tja Karo hatte Pech, denn es gibt Zweibettzimmer und auch zwei Vierbettzimmer und ich bin im Vierbettzimmer gelandet. Der Schock darüber war ziemlich groß, aber zusammengefasst funktionierte es immer gut. Ich habe ja auch nach 5 Wochen das Zimmer gewechselt, weil meins zum Männerzimmer wurde und kam in das andere Vierbettzimmer . Natürlich am ersten Abend gab es ein kleines Problem mit meinen Zimmernachbarinnen, was aber schnell gelöst werden konnte. Das größere Problem enstand im nach ein paar Wochen im neuen Zimmer mit einer Mitpatientin mit der ich vorhr super klar kam und wir uns angefreundet hatten. Zum Schluss war es richtiges Mobbing, was sie betrieb und es konnte bis zur Entlassung nicht wirklich gekärt werden. Achja und meine Sachen konnte ich auch ohne weiteres verstauen ohne die Anderen zu nerven. Ich teilte mir ein Waschbecken mit Umkleidebereich in unserem Zimmer mit einer Mitpatientin und wir hatten dort viele Regale und 3 Schränke, also alles kein Problem.
Das mit dem Internetzugang habe ich auch am ersten Wochenende geregelt, wie ihr mitbekommen habt sonst hätte ich nicht während dieser Zeit Bloggen können. 
Das neu dazu kommen in die Gruppe war am anfang ein bisschen schwierig, aber ich hatte dort schnell Anschluss gefunden und mich bis zum Schluss sehr gut mit allen ( außer der Einen aus meinem Zimmer) verstanden. Jeder hat mich am ersten Tag sehr lieb begrüßt und schon kam ich ins Gespräch mit anderen. 
Ich habe auch alle Räume gefunden, am Anfang mit Hilfe. Es wurde geschaut, dass ich immer mit kam und ich hatte ja auch einen Paten, der mir alles erklärte, mir zeigte und immer für Fragen da war. 
Achja und die Tischordnung war auch kein Drama, weil es eh keine festen Plätze gab und jeder einfach sich setzen konnte wo er wollte. 
Zu guter letzt das Aufnahmegespräch und die Glaubensfrage. Das Aufnahmegespräch war wirklich richtig anstrengend und schwierig für mich, aber ich habe es gut hinbekommen. Auch die Änste, dass mir niemand glauben würde, waren unbegründet und somit war alles gut.

Ich habe währen der Klinikzeit immer Updates und über Therapiedinge gebloggt und wer das noch nicht gelesen hat oder nach lesen möchte, verlinke ich alle Beiträge unter diesem Post nochmal :)

Ich habe in der Klinik so viel gelernt, mich sehr weiter entwickelt und zum Positiven verändert. Es war wirklich die Beste Entscheidung dort hin zu gehen und ich bin meiner ambulanten Therapeutin M. dankbar ( Falls du das hier lesen solltest, vielen vielen Dank, dass du mich dazu überredet und überzeugt hast!). 

Was hat sich verändert?  

Ich habe gelernt besser auf mich aufzupassen und auch meine Bedürfnisse und Gefühle zu erkennen und dadurch gezielter mir helfen zu können oder auch Hilfe von Anderen einfordern zu können. Ich habe sehr viel an meinem Selbsthass gearbeitet und den reduziert. Ich habe gelernt, dass ich kein schlechter Mensch, schlechtes verdient habe und auch nicht an allem die Schuld habe. Zwar behauptet mein Strafender Modus immer noch das Gegenteil, aber mein Gesunder Erwachsene schaltet sich oftmals ein und kann dagegen halten. Ich habe meine Selbstverletzungen deutlich reduziert und habe viele Skills gefunden, die mir helfen und die ich jetzt auch einsetze. Ich bin viel ausgeglichener und stabiler geworden und weiß jetzt auch besser, wie ich mit mir umgehen muss. Ich habe mich selbst besser kennen gelernt, gerade durch die Schematherapie und habe viele schädliche Verhaltensweisen aufgedeckt und gelernt, sie auch erstmal zu erkennen und dann dagegen etwas zu tun. Ich bin ein viel offenerer Mensch geworden, der gerne mal auf Andere zu geht und auch von sich aus mal was erzählt. Ich habe auch gelernt mich mehr zu öffnen in Bezug auf Therapien. Ich halte nicht mehr alles zurück, sondern kann über meine Probleme und Traumata sprechen und mich jemanden anvertrauen. Ich habe so viel an meinen Traumata gearbeitet und riesige Fortschritte machen, nämlich statt Angst, Trauer und Schuld auch mal Wut zu empfinden. Ich habe wieder die Freude am Leben entdeckt und das nicht alles schlecht ist. Ich habe gelernt, dass ich mich nicht verstellen muss, damit andere mich akzeptieren und mögen. Ganz viel hat sich in Bezug auf meine Ängste getan. Ich bin viel mutiger und sicherer geworden . 
Ich habe viele tolle und liebe Menschen kennengelernt und auch viel mit ihnen unternommen. Jeder war für jeden da und es war wirklich eine tolle Gruppe und eine tolle Zeit. 
Ich habe mich so viel weiter entwickelt, das kann man nicht alles in Worte zusammenfassen. Ich habe mich komplett verändert und bin wieder mehr Ich-selbst. 3 Monate sind eine lange Zeit und ich habe es durchgezogen. Die Therapien waren wirklich, anstrengend, schwierig, emotional und kräfteraubend, aber ich habe es geschafft und bin noch stärker davon zurück gekehrt.  Die Therapie ist für mich natürlich noch nicht abgeschlossen und ich muss natürlich noch weiter an vielem arbeiten, aber ich schaffe das!



Liebe Grüße,
Karo :)

Dienstag, 7. März 2017

From now until forever

Hallo ihr Lieben :) 

Viel Spaß mit einen etwas anderem Blogpost! :)

So lange ich denken kann, war ich allein
Ich hab zu früh erfahren, was es heißt, einsam zu sein
einsam und schutzlos zu sein
Und so stolpre ich durch eine wankende Zeit
Nichts auf der Welt ist so sicher
wie die Unsicherheit
Ich habe Angst, meinem Glück zu vertraun
Manchmal fühle ich mich wie ein Staubkorn zwischen den Sternen
Manchmal packt mich die Kälte wie eine gewaltige Macht
Doch dann kommst du und öffnest dein Herz um mich zu wärmen
Du begleitest mich bis ans Ende jeder ausweglosen Nacht

Und du kamst und rettest die Welt für mich
Du allein hast mein Rufen gehört
Was wäre mein Leben nur ohne dich
Weil es dich gibt
ist mir diese Welt deine Liebe wert
Du rettest die Welt für mich

Du glaubst an die Kraft, die dein Schicksal bestimmt
Du ruhst auf der Strömung des Lebens wie ein Falke im Wind
Weil dich die Zuversicht treibt
Dir einfach zuzusehn macht mich stark
Und Stück für Stück traun sich die Farben zurück in den Tag
Ich spüre wie gut du mir tust
Und ich fühle den sicheren Halt an deiner Seite
Ich komme zur Ruhe weil ich weiß, dass du über mich wachst
Und ich lasse mich falln in deine endlose Weite
In deinem weichen Herz versinkt jede Last

Und du kamst und rettest die Welt für mich
Du allein hast mein Rufen gehört
Was wäre mein Leben nur ohne dich
Weil es dich gibt
ist mir diese Welt deine Liebe wert
Du rettest die Welt für mich

Nur du allein
Komm und rette mich
Rette die Welt für mich

Und du kamst und rettest die Welt für mich
Du allein hast mein Rufen gehört
Was wäre mein Leben nur ohne dich
Weil es dich gibt
ist diese Welt deine Liebe wert       ( Legende einer Heilige - Musical)



Es gibt einen Menschen mit dem ich dieses Lied wirklich verbinde und jedes Wort aus diesem Lied spricht mir aus der Seele, wenn es um diesen einen besonderen Menschen geht. Es war ( glaube ich) der 29.Dezember 2012 als ich meine erste Nachricht an dich abgeschickt habe und auch ziemlich schnell kam schon eine wirklich süße und liebe Antwort von dir. So fing es an und wir schrieben uns mehrmals täglich. Am 13.April 2013 haben wir uns das erste Mal getroffen und es hat von Anfang an einfach gepasst. Heute nach fast 4 Jahren möchte ich dir mit diesem Post danken. 
Na wisst ihr, um wen es geht? ;) Schnell weiter lesen ... :)

Liebe 
Aufmerksamkeit
Unterstützung
Regenbogen(familie)
Ankommen

Liebe Laura <3

Ich möchte dir danken, dass du mir deine Liebe schenkst und mich damit heilen lässt. Du bist mein Halt, meine Stütze, meine Liebe, mein Leben, mein Glück und meine Hoffnung. Du bestärkst mich und  schätzt mich wert. Du gibst mir so viel, ich kann mich bei dir fallen lassen und einfach ich selbst sein. Du nimmst mich an mit all meinen Fehlern und Schwächen und dafür danke ich dir! 
Du schätzt mich wert und gibst mir deine Aufmerksamkeit. Sei es liebevolle Gespräche, Zärtlichkeiten oder auch kleine Überraschungen, die mir das Leben versüßen. Ich weiß, du würdest alles für mich tun ( und ich auch für dich ) und dafür danke ich dir!
Deine bedingungslose Unterstützung und dein Rückhalt haben mich in so vielen schwierigen Situationen gerettet und mich Dinge überstehen und machen lassen, die ich ohne dich nicht geschafft hätte. Allein deine riesige Unterstützung während meiner Klinikzeit, macht mich immer noch sprachlos und überwältigt mich. Du bist immer für mich da, unterstützt mich und hälst zu mir, egal was da kommt. Auf dich kann ich mich immer verlassen und mich auch bei dir fallen lassen, denn ich weiß, du fängst mich auf.  Auch wenn es nicht immer einfach ist mit mir, bist du immer an meiner Seite und stützt mich. Ohne dich, wäre ich heute nicht genauso wie ich bin und für das alles, danke ich dir!
Ich träume so oft von unserer gemeinsamen Zukunft und wie es sein wird, Kinder zu haben und gemeinsam alt zu werden. Ich hoffe sehr, dass ich das noch mit dir erleben kann. Du bist für mich meine Familie und ich würde mir so sehr wünschen, dass wir unsere eigene kleine Regenbogenfamilie gründen irgendwann. Du gibst mir Hoffnung auf die Zukunft und dafür danke ich dir! 
Bei dir sein, ist für mich wie zuhause ankommen. Wenn ich bei dir bin, fühle ich mich absolut wohl, sicher und geborgen. Danke dafür!
Ich bin dir so dankbar für die letzten Jahre. Du hast mir gezeigt, wie wichtig ich bin und was es heißt zu leben. Du gibst mir jeden Tag neue Kraft um den Kampf gegen meine psychischen Erkrankungen aufzunehmen und zu überstehen. Wir beide wachsen aneinander, verändern uns und lernen von einander. Wir finden unseren Weg und gehen ihn gemeinsam. Ich liebe dich so sehr und träume davon, dass unser gemeinsamer Weg immer weiter geht! <3 
Vielen dank für alles, was du mir gibst !!!! <3 




In Liebe,
Karo <3  
 

Samstag, 4. März 2017

Die letzten Wochen in der Klinik oder auch der Entlasstag kommt viel zu schnell näher

Hallo ihr Lieben :)

Die letzten paar Wochen war es ziemlich ruhig hier, weil der Entlasstag immer näher kam und die Therapien zum Schluss hin nochmal ganz schön anstrengend wurden, schliesslich musste ja auch die Traumatherapie halbwegs abgeschlossen werden. 
Am 02.03, also am Donnerstag wurde ich entlassen und heute möchte ich euch noch ein bisschen von meinen letzten paar Wochen in der Klinik erzählen, bevor es dann auch bald das Fazit des 3 monatigen stationären Aufenthalt gibt :)
Also los geht's !

Ich habe noch sehr viel in den letzten Wochen an meinen Ängsten und dem Vermeidungsmodus gearbeitet. Einerseits bekamen wir viele neue Mitpatienten und ich bekam als Aufgabe von meiner Therapeutin auf diese zu zu gehen und nicht zu warten, bis diese den ersten Schritt machten. Ich war auch ganz oft alleine unterwegs gewesen, sei es in die Innenstadt fahren, spazieren gehen oder einkaufen gehen. Auch habe ich mich ganz oft mit A. ( ganz liebe ehemalige Mitpatientin) in der Stadt getroffen und wir gingen gezielt in Cafes, in denen ich übte selbst zu bestellen, sogar auch mehr als nur einen Latte Machiato :D . Ich habe in den letzten Wochen auch geübt viel mehr in den Gruppentherapien am Stück zu sprechen als nur ein bis zwei Sätze. Außerdem kam ich auch in der Einzeltherapie voran und wir haben gemeinsam einen Abschluss gefunden für den Traumabericht, sodass ich weitestgehend stabil bin, der aber in der ambulanten Therapie weiter gemacht werden soll. Ich habe die letzten Wochen sehr intensiv genutzt um einfach noch vieles für mich mitnehmen zu können. Zum Ausgleich zu den Therapien haben wir abends immer Spieleabende veranstaltet, bei denen wir sehr oft zum Beispiel Tabu gespielt haben ( wobei Tabu spielen für mich auch eine riesen Überwindung ist und so gesehen auch Therapie :D ), was immer mega lustig war :). Generell haben wir ziemlich viel als Gruppe auch zusammen gemacht, was wirklich total schön war. Da jede Woche vom Therapieplan her gleich ist, gibt es da auch nicht mehr so viel zu erzählen ;) 
Am Montag fing meine letzte Woche in der Klinik an und ich musste mich schon von den ersten Pflegern verabschieden. Generell war es ein komisches Gefühl in  den Therpien zu sitzen und zu wissen, dass ist jetzt das letzte Mal. Da es mir nicht so gut ging, haben die Mitpatienten sich für abends immer schöne und lustige Aktionen ausgedacht, um mich aufzumuntern und meine letzte Woche hier noch zu "feiern". Die ganze Woche war ziemlich emotional, weil ich habe da schliesslich 3 Monate gelebt und mich so sehr an alles gewöhnt. Auch die Abschiede waren für mich ziemlich schwierig, wobei es noch viele Überraschungen am Entlasstag selbst gab ( dafür gibt's vielleicht noch einen eigenen Post :) ). Ich habe mich wirklch gefreut nach Hause zu gehen, aber wollte gleichzeitig auch so sehr noch da bleiben. Ich hatte sehr starke Ängste, wie es ist jetzt komplett alleine zu sein, weil einfach niemand mehr da ist und mir hilft (natürlich habe ich noch ambulante Therapie, sogar nächste Woche zweimal, aber es ist ein riesen Unterschied, ob zwei Stunden die Woche jemand da ist oder 24h am Tag ;)). Die Umstellung zwischen Klinik und Zuhause ist einfach ziemlich etxrem, auch wenn ich während der Klinikzeit auch 4 mal SEV ( Eine Übernachtung Zuhause) hatte. Mal sehen, wie es wird. Was ich aufjedenfall sagen kann ist, dass die 3 Monate Klinik wirklich mir sooooooo viel gebracht haben, mich definitiv gestärkt haben und weiter gebracht haben. 

Liebe Grüße, Karo :)
 

Sonntag, 19. Februar 2017

Meine zwei Lieblingslieder - Mut machend, aufbauend und tröstend

Hallo ihr Lieben :)

Die letzten zwei Wochen waren für mich wirklich anstrengend und mir geht es im Moment richtig schlecht. Deswegen kam ich auch nicht mehr zum Bloggen und habe mich auch komplett aus Twitter zurück gezogen. Die Therapien in der Klinik sind wirklich tiefgreifend, emotional und fordern mich sehr im Moment. Ich arbeite so hart an mir und kämpfe mich durch, aber das raubt mir im Moment ziemlich die Kraft. Auch die Arbeit am Traumabericht ist noch nicht abgeschlossen und belastet mich sehr. Zusätzlich wurden auch meine Medikamente getauscht, raus genommen und neue rein gegeben. In den letzten zwei Wochen wollte ich so oft aufgeben, weil ich einfach nicht mehr weiter wusste und so oft an meine Grenzen kam.
Mir geht es wirklich schlecht ( inklusive teilweise mit Suizidgedanken), aber es gibt zwei Lieder, die mir wirklich helfen und die ich wirklich liebe. 

Diese möchte ich heute mal vorstellen ! :) 

Das erste Lied ist "Du hast gesagt" von Sefora Nelson. Hier kommt ihr zu dem Lied auf Youtube :)
 
"Du hast gesagt, du bist nicht gut genug,
 und ich Ich hab's geglaubt, und immer schlechter wurde ich 
Wie kann es sein, ein Wort verändert meine Welt
Es darf nicht sein, dass es am Ende Recht behält
 Du hast gesagt, du bist nicht schön genug, 
und ich Ich habs geglaubt, und ganz genau so sah ich mich
Wie kann es sein, ein Wort verändert meinen Blick
 Ich war nicht mehr schön und für die ganze Welt zu sehn
 Doch was ich glaubte, das glaub ich nicht mehr
 Manchmal, da fällt mir die Wahrheit noch schwer 
 Wahrheit schenkt Freiheit und frei will ich sein
 Das, was ich glaube, bestimm ich allein
 Du hast gesagt, aus dir wird nie etwas,
und ich
Ich habs geglaubt und mich seitdem nichts mehr getraut 
Wie kann es sein, man wird von außen prorammiert
 Und es kollidiert, bevor man innen resigniert 
 Es tut mir leid, ich kann dir nicht mehr glauben
 Schon viel zu lang ließ ich die Kraft mir rauben
 Gott hat gesagt, ich bin unendlich wertvoll
 Und ich bin schön, besser noch als gut genug"

  
Ich mag das Lied wirklich sehr, weil der Text wirklich schön ist und mir wirklich aus der Seele spricht. Mir wurde jahrelang in meiner Kindheit solche ( und andere ) Dinge gesagt und das Lied spiegelt genau das wieder, was ich im Moment in der Therapie lerne. 

Das zweite Lied ist "Hey" von Andreas Bourani. Hier ist der Link zu dem Lied! :)

"Wenn das Leben grad zu allem schweigt
dir noch eine Antwort schuldig bleibt
dir nichts andres zuzurufen scheint als Nein
Es geht vorbei
Wenn der Sinn von allem sich nicht zeigt
sich tarnt bis zur Unkenntlichkeit
wenn etwas hilft mit Sicherheit, dann Zeit
Es geht vorbei, es geht vorbei
Hey, sei nicht so hart zu dir selbst
es ist ok wenn du fällst
auch wenn alles zerbricht
geht es weiter für dich
Hey, sei nicht so hart zu dir selbst
auch wenn dich gar nichts mehr hält
du brauchst nur weiter zu gehn
komm nicht auf Scherben zum stehn
Wenn die Angst dich in die Enge treibt
es fürs Gegenhalten nicht mehr reicht
du es einfach grad nicht besser weißt
dann sei
es geht vorbei
es geht vorbei
Wenn jeder Tag dem andern gleicht
und ein Feuer der Gewohnheit weicht
wenn lieben grade kämpfen heißt
dann bleib
es geht vorbei, es geht vorbei
Hey, sei nicht so hart zu dir selbst
es ist ok wenn du fällst
auch wenn alles zerbricht
geht es weiter für dich
Hey, sei nicht so hart zu dir selbst
auch wenn dich gar nichts mehr hält
du brauchst nur weiter zu gehn
komm nicht auf Scherben zum stehn
Hey, sei nicht so hart zu dir selbst
Es ist okay wenn du fällst
Auch wenn alles zerbricht
geht es weiter für dich
Sei nicht so hart zu dir selbst
Auch wenn dich gar nichts mehr hält
Du brauchst nur weiter zu gehn
Du brauchst nur weiter zu gehn"


 Diese Lied hat mir vor 2 Wochen eine Mitpatientin gezeigt, weil es mir so schlecht geht und ich so sehr an mir zweifel. Im Moment höre ich das fast die ganze Zeit, weil es mich wirklich aufbaut und tröstet. Gerade weil ich im Moment mich fühle als würde ich innerlich zerbrechen und einfach nur immer tiefer fallen, beruhigt das Lied mich und gibt mir sehr viel. Je schlechter es mir geht, desto aktiver ist auch der strafende Modus, der mich nur noch mehr an mir zweifeln lässt und der bewirkt, dass ich noch kritischer mit mir bin und mich noch mehr hasse. Das Lied ist einfach wunderschön und gibt mir Kraft. 

Liebe Grüße,
Karo :)

Donnerstag, 9. Februar 2017

Eine ganz tolle Therapieübung

Hallo ihr Lieben :)

Es war eine sehr emotionale und anstrengende Woche hier in der Klinik gewesen, aber darum geht es heute mal nicht ;).

Diese Woche war die letzte SKT ( Soziales Kompetenz Training ) Stunde und wir haben zum Abschluss eine wirklich tolle Gruppenübung gemacht, die darauf abzielte den Selbstwert jeden Einzelnen zu stärken.  Jeder bekam ein Blatt Papier auf den Rücken mit Tesa Film geklebt und die anderen Teilnehmer sollten dann was Positives über die jeweilige Person schreiben, also zum Beispiel sowas wie "Du bist sehr nett, Du kannst (irgendwas) gut oder so was in die Richtung. Es war halt komplett offen, was man darauf schreibt und auch anonym, weil man ja nicht weiß, wer was geschrieben hat. Auch die beiden Theraeutinnen haben mitgemacht bei dieser Übung. Ich habe ja sehr große Probleme, dass ich immer denke, dass ich alles falsch mache und dass ich alles nerve. Ich habe auch oft das Geühl, dass mich niemand mag ( auch wenn es nicht so ist) und auch kaum Selbstbewusstsein und Selbstwert und bin deswegen immer sehr verunsichert im Umgang mit anderen und wie ich wirke und mich verhalte. Ich hasse mich selbst ja sehr und mache mich auch selbst fertig und deswegen fand ich diese Übung echt interessant. Ich hatte absolut kein Problem damit bei den Anderen was drauf zu schreiben, weil es echt liebe Menschen sind, aber hatte Angst daor, was die Anderen bei mir drauf schreiben. Ich war wirklich sehr gespannt, als ich nach der Stunde in meinem Zimmer den Zettel abgemacht habe und gelesen habe. Da standen so viele liebe Sachen drauf und ich habe auch ein bisschen geweint, weil das für mich ein so tolles Erlebnis war und ich sowas liebes von den Anderen bekommen habe. Mich hat das echt gerührt, weil ich mich absolut gefreut habe und sowas echt nicht gewohnt bin. Es ist aufjedenfall was, dass ich meinem Strafenenden Modus entegensetzen kann und ich habe es mir auch über das Bett gehangen, damit, wenn ich an mir zweifel, ich das immer lesen kann. Es war wirklich eine richtig tolle Übung und hat bei mir viel gebracht. Es war auch echt spannend, wie die Anderen inklusive der Therapeutinnen mich sehen und das doch etwas an mir Positiv ist. Aber jetzt genug geredet, hier ist die Liste:


*Mutig!
*tolle Zuhörerin und lieber Mensch, einfach toll! 
*Du bist ein völlig offener und liebevoller Mensch, der sich sehr viel (zu) traut und immer ein offenes Ohr hat!
*Du bist eine fantastische Zuhörerin und eine gute hilfsbereite Freundin.
*sooo sympathisch, ein freundliches liebes Gesicht, Rehaugen, trauen Sie sich mehr zu, mit Ihnen will man befreundet sein.
*Sehr nettes, sympathisches Lächeln.
*Ich find dich so nett und ein super Mensch! Trau dich mehr!!  
Ich finde dich sehr sympathisch und warmherzig. Ich glaube, du darfst dich mehr trauen, denn du bist toll!

Wie gesagt, weiß ich halt nicht wirklich wer was geschrieben habe ( außer das eine muss von der Therapeutin dieser Station sein wegen dem "Sie" :D ) und das macht es auch umso toller, weil sie auch wass komplett anderes hätten schreiben können. Mir tut das einfach so gut und ich freue mich sehr, dass wir diese Übung gemacht haben :). 

   Liebe Grüße, Karo :)